Die Publizisten Milosz Matuschek, Henning Rosenbusch und Walter van Rossum diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die Aussichten, in einer seelisch kaputten Impfgesellschaft zu leben, über das Mäßigungsverbot der Mainstreammedien, wenn es um Waffenlieferungen an die Ukraine geht, sowie über den Film „Pandamned“ (www.pandamned.org) von Milosz Matuschek und Marijn Poels.
GoDas sind große Worte. Große Fragen, die wir normalerweise liegen lassen. Nun kommen sie auf den Tisch. Milosz Matuschek spricht von einem „staatlichen Menschheitsverbrechen“, von „millionenfacher schwerer Körperverletzung“, von einem „Großverbrechen“. Wir sprechen über den Film „Pandamned: Die Welt im Bann einer Pandemie“ von Marijn Poels, den Milosz Matuschek initiiert hat – ein aufwändiger, anspruchsvoller und verstörender Film mit Überlänge, und wir stellen uns die Frage, wie bei einer derartig „monströsen Schuld“ eine Versöhnung möglich ist.
GoIn der heutigen Ausgabe von Kontrafunk Aktuell spricht Marcel Joppa mit dem Wirtschaftsphilosophen und Publizisten Prof. Gerd Habermann über das so genannte Bürgergeld. Dies soll in Deutschland zum Jahreswechsel eingeführt werden. Habermann spricht jedoch schon jetzt von einem „überbordenden Wohlfahrtsstaat“. Im Gespräch mit dem Schweizer Regisseur und Filmproduzent Mike Wyniger geht es dann um die Schattenseiten der Corona-Impfung: Der Filmemacher zeigt in seinem Projekt „unerwünscht“ die schlimmen Auswirkungen von Impfschäden.
GoDie heutige Musikstunde ist den legendären, berührenden und doch unsichtbaren Helden der Leinwände gewidmet: der Filmmusik. Mit dabei sind Berühmtheiten wie Singing in the Rain, Ecstasy of Gold oder Crepusculu Sul Mare. Hätten Sie gewusst, aus welchen Filmen diese Stücke stammen?
GoAls die ersten „Multiplexe“ gebaut wurden, glaubten viele an ein langsames Sterben der kleinen Kinos – doch es kam anders. Heute sind gerade die unabhängigen Programmkinos sehr gefragt, und es gibt dort keineswegs nur schwere Kost, sondern einen bunten Mix aus besonderen Filmen und Kassenschlagern. Zurzeit dürfen hier auch Klassiker der Filmgeschichte vom Highlander bis zur African Queen restauriert wieder auferstehen. Ludger Kusenberg war zu Besuch in der „Kinopassage Erlenbach am Main“ und wollte gar nicht mehr weg. Im Foyer des schnieken 50er-Jahre-Baus sprach er mit Betreiber Dieter Lebert (ein Vollblut-Kinomann) über das Kino, die Technik und samtig-rote Pärchensessel. Im Vorführraum werden wir damit vertraut gemacht, was das heutige Projizieren von alten Geräten unterscheidet und warum auch 4K-Digitaldateien ein Verfallsdatum haben. Ein Austausch zweier Kinofans vor Ort garniert mit ausgiebig erlesener Filmmusik. Großes Kino im Radio!
GoIn der aktuellen Folge von „Familie und Gedöns“ sprechen Kerstin Kramer und Moritz Scholtysik über den neuen Dokumentarfilm „KentlerGate: Kindesmissbrauch in staatlicher Verantwortung“. Außerdem geht es um Oli London, einen ehemaligen Trans-Influencer, der inzwischen wieder als Mann leben und sogar Christ werden will. Und zum Schluss gibt es noch eine skurrile Tampon-Geschichte aus den Toiletten des Stuttgarter Rathauses.
GoIn der Ausgabe vom 4. Januar spricht Moderator Gernot Danowski mit dem Fotografen Kai Stuht über seinen noch unvollendeten Film „Können 100 Ärzte lügen?“. Er dokumentiert darin seit 2020, wie Ärzte die Coronazeit beurteilen. Wie man um die deutsche Sprache kämpft, verrät den Hörern Prof. Walter Krämer, Gründer und Vorsitzender des „Vereins Deutsche Sprache“. Mit der Journalistin Anabel Schunke versucht Gernot Danowski zu klären, ob die Integration in Deutschland noch gelingen kann. Unser Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig spricht über die Berliner Wohnungsnot und Tim Krause bereitet in der Medienschau die Kommentare der Nachrichten-Portale und Zeitungen zu den Krawallen in der Silvesternacht auf.
GoEine einseitige Politik hat den Graben vertieft und die Stimmung verschlechtert. Männern wird vorgeworfen, dass sie dafür verantwortlich sind, dass ein „herrschendes Patriarchat“ Frauen unterdrückt und dass Frauen „strukturell“ benachteiligt werden, wie sich am „Gender Pay Gap“ zeigt. Jan Oechsner hält mit dem Dokumentarfilm ‚Männer-Frauen-Menschen‘, der in Zusammenarbeit der Chemnitzer Filmwerkstatt entstanden ist, dagegen. Dazu hat er Originalstimmen zusammengetragen, die mit kühlen Argumenten und warmen Gefühlen, in denen sich eine Sehnsucht nach einer echten Partnerschaft offenbart, ein eindrucksvolles Gegenbild zeichnen. Damit will er den Dialog zwischen Mann und Frau wiederbeleben und zur Überwindung des Grabens beitragen.
GoIn der Sendung vom 8. Mai spricht Moderator Gernot Danowski mit dem Neuropsychologen Prof. Dr. Wolfgang Meins über den seelischen Zustand der sogenannten Letzten Generation. Katerina Stathi, Professorin für deutsche Sprachwissenschaft an der westfälischen Wilhelms-Universität Münster, verrät uns, dass es auch schon im Mittelalter ein generisches Maskulinum gab. Kabarettist Andreas Thiel stellt seinen Film „Les Sanspapiers“ vor, Thomas Oysmüller spricht einen Kommentar über ein irisches Zensurgesetz, und Tom Wellbrock hat die Medienschau vorbereitet.
GoAls die Not der Menschen am größten war, wurden sie von ihrer Kirche im Stich gelassen. Während der Corona-Pandemie blieben die Türen der Kirchen geschlossen. Die Pfarrer und Bischöfe haben ihre wichtigste Aufgabe, die Seelsorge, verweigert. Papst Franziskus hat gar eine Impfpflicht im Vatikan angeordnet und Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten, als verantwortungslose Gefährder bezeichnet.
Der Schweizer Filmemacher und Musiker Luke Gasser ist Christ und seit seiner Kindheit eng mit der katholischen Kirche verbunden. Um den Umgang der Kirche mit der Pandemie zu verstehen, hat er sich auf eine Filmreise gemacht. Daraus ist sein neuster Film „Talita Kum – Das Schweigen zur falschen Zeit“ entstanden. Corinna Zigerli hat mit ihm darüber gesprochen.
GoBest of „Ludgers Welt": Führ mich zum Schotter!
Cornelius Frommann ist einer der gefragtesten Synchronregisseure Deutschlands. Seine Liebe zur Sprache brachte ihn einst zu diesem Beruf, heute lässt ihn die Liebe zur Sprache oft verzweifeln angesichts der „Youtubisierung“ unserer Zeit. Gerade das Übersetzen von Filmtexten mache deutlich, wie rasant sich gesellschaftliche Gewohnheiten, unser Denken und Handeln verändert haben. Ohne zu klagen und ohne falsche Nostalgie zeigt uns Cornelius Frommann, was seine Arbeit als Synchronautor und -regisseur ausmacht, welche Tücken zu beachten sind, welche List manchmal zu Lösungen führt. Im Gespräch mit Ludger Kusenberg alias Ludger K. erfahren wir, dass das englische „Hello“ keineswegs mit dem deutschen „Hallo“ gleichzustellen ist und wann „Show me the money!“ tunlichst nicht mit „Zeig mir das Geld“ übersetzt werden sollte. Nach unzähligen zeitgenössischen Filmen und Serien (nicht nur aus Amerika kommend) übersetzt Cornelius Frommann heute bevorzugt Historienstreifen – aus guten Gründen. „Wie wird das Gendern in der Synchronarbeit gehandhabt?“, möchte Ludger von seinem Freund Cornelius wissen – dessen Antwort ist eine faustdicke Überraschung…
GoIn der Ausgabe vom 18. Juli spricht Marcel Joppa mit dem ehemaligen Polizeibeamten Harun Taktak über die zunehmende Kriminalität durch „Messerstecher“ mit migrantischen Wurzeln in Deutschland. In einem Interview mit dem Rechtsanwalt Dr. Josef Hingerl geht es um dessen Widerstand gegen die Schließung eines Golfplatzes während der Corona-Maßnamen und den späten Sieg vor Gericht. Im Gespräch mit unserer USA-Korrespondentin Susanne Heger blicken wir auf den auch hierzulande von den Leitmedien kritisierten neuen Hollywood-Thriller „The Sound of Freedom“ und warum dieser vor allem bei Konservativen ein Kassenschlager wurde. Camilla Hildebrandt berichtet schließlich von den Kanarischen Inseln, die derzeit mit Massentourismus, aber auch mit hausgemachten Umweltproblemen zu kämpfen haben.
GoIn Sachsen gilt: „Wir sind nicht nachtragend, aber wir vergessen auch nichts“ (zitiert nach Uwe Steimle). Was in politischem Kontext bedrohlich wirken kann, bekommt im Bereich der Kleinkunst eine liebevoll nostalgische Bedeutung. Irene Holzfurtner und Mathias Engel sind Vollblutkomödianten, unter dem Namen „Komödie Leipzig“ entern sie mit spielfreudigem Ensemble regelmäßig die Theaterwelt des Ostens für teils aufwendige Neuinszenierungen von Klassikern. „Romeo und Julia“ war schon dabei, „Die Olsenbande“ immer wieder gern, und nun wagt man sich an das ganz große Ding. Der Film „Go Trabi Go“ steht noch heute für die Aufbruchsstimmung der Wiedervereinigungszeit, dank Irene und Mathias geht der Stoff bald auf Tournee – und zwar mit richtig viel PS! Die Vorbereitungen laufen, es ist DAS Comeback des Jahres. Ludger Kusenberg alias Ludger K. hat seine beiden Kollegen im Zentrum ihres Schaffens besucht, staunt über einen leibhaftigen Trabi mit Kulleraugen und ein prall gefülltes Requisitenlager. Ein Gespräch, das auch viel verrät über deutsch-deutsche Befindlichkeiten sowie über Lockdown und Klappehalten…
GoWelche Kriege drohen uns in der Zukunft? Darüber spricht Benjamin Gollme am 1. September mit Peter Kestner. Der Autor des Buches „Die Kunst des Cyberkrieges“ hat Militär, Geheimdienste und Konzerne in Fragen der Cybersicherheit beraten. Entwarnung in der Klimafrage gibt der Geologe Prof. Klaus Bitzer. In Anbetracht der Erdgeschichte hält er die aktuelle Lage nicht für bedrohlich. Die hiesige Politik hingegen schon. Und mit Prof. Werner Bergholz geht es um eine neue Dokumentation zu Impfschäden. Der Film „Impfgeschichten, die Ihnen nie erzählt werden“ handelt von Opfern der Covid-Impfkampagne und deren Kampf gegen Politik und Behörden.
GoUnter Verdacht steht die Partei Alternative für Deutschland (AfD). Das Verwaltungsgericht Köln hat im März 2023 geurteilt, dass die Partei ein „Verdachtsfall“ sei und daher mit geheimdienstlichen Mitteln überwacht werden darf. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat eine Verhandlung in der Berufungsinstanz anberaumt auf Ende Februar 2024. Wir sprechen mit Rechtsanwalt Stephan Brandner aus Gera. Technischer Fortschritt ist per se unverdächtig: Von der Schreibmaschine mit Durchschlagpapier bis zu Legal Tech und KI. Jahrzehnte liegen zwischen diesen Momentaufnahmen in Rechtsanwaltskanzleien und dem Auftreten von Rechtsanwälten vor Gericht. Über die Auswirkungen reflektiert Rechtsanwalt Ulrich Fischer aus Frankfurt. Die Schweiz steht unter Verdacht: Der frühere Schweizer Bankier und Filmemacher Pascal Najadi aus Luzern hat mit seinem Film „Cutting off the head of the Snake of Geneva“ den Fokus darauf gelenkt, dass Einrichtungen wie die WHO, Gavi oder das WEF diplomatische Immunität, Beschlagnahme- und Steuerfreiheit sowie völlige Freizügigkeit im Geldverkehr genießen. Über die rechtsstaatlich höchst fragliche Sonderbehandlung diskutieren wir mit Rechtsanwalt Dr. Manuel Brandenberg aus Zug.
GoDer „Impfbefehl“ der ehemaligen deutschen Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht gilt bis heute, und ihr Nachfolger Boris Pistorius will daran festhalten. Welche schwerwiegenden Konsequenzen Widerstand dagegen haben kann, berichtet die Ärztin Maria Felber. In den USA steht Hunter Biden vor Gericht. Dem Sohn des US-Präsidenten werden schwere Steuervergehen vorgeworfen. Über pikante Details und möglichen Rückenwind für die Republikaner im Präsidentschaftswahlkampf sprechen wir mit unserer Nordamerika-Korrespondentin Susanne Heger. Und mit der Filmemacherin Regina Castelberg geht es um den „Unrechtstaat Schweiz“. Der erste Teil dieser Dokumentation wird morgen veröffentlicht. Zu Wort kommen Kritiker der Covid-Maßnahmen, die damit eine Aufarbeitung der Corona-Zeit anstoßen wollen.
GoMan nennt ihn den „fliegenden Diakon“. Ulrich Franzke steigt in ein Flugzeug und erstellt aus seinen Luftaufnahmen kleine Porträtfilme über Heilige, die er als „Gedanken aus dem Flugzeug“ ins Netz stellt. Bezeichnenderweise hat sein Leichtflugzeug den Markennamen „Uli Rebell V3“. Ist er selbst auch ein Rebell? Manchmal wirkt es so: „Ich kann nicht damit konform gehen“, erklärt er, „dass es Bischöfe gibt, die aufgerufen haben zur Impfung.“ Oder: „… die meinen, dass Bewaffnung ein Akt der Nächstenliebe ist.“ Auch seine Lieder, die er zur Drehleier vorträgt, wirken gelegentlich rebellisch, wenn es etwa über unsere Ministerin Baerbock heißt: „So höre nun, liebe Annalena, dein Amt überfordert dich wohl sehr, du bist mir so fürchterlich peinlich …“ Dennoch bleibt immer ein Grundbestand an Freundlichkeit in seinem Ton erhalten. Er weiß eben: „Gott liebt den Vollpfosten. Genauso, wie er mich liebt.“ Diakon Ulrich Franzke bemüht sich aus einem tiefen Glauben heraus um Frieden und Versöhnung, auch wenn die Umstände manchmal einen deutlichen Ton erforderlich machen.
GoIn Sachsen gilt: „Wir sind nicht nachtragend, aber wir vergessen auch nichts.“ (Zitiert nach Uwe Steimle) Was in politischem Kontext bedrohlich wirken kann, bekommt im Bereich der Kleinkunst eine liebevoll nostalgische Bedeutung. Irene Holzfurtner und Mathias Engel sind Vollblutkomödianten, unter dem Namen „Komödie Leipzig“ entern sie mit spielfreudigem Ensemble regelmäßig die Theaterwelt des Ostens für teils aufwendige Neuinszenierungen von Klassikern. „Romeo und Julia“ war schon dabei, „Die Olsenbande“ immer wieder gern, und nun wagt man sich an das ganz große Ding. Der Film „Go Trabi Go“ steht noch heute für die Aufbruchsstimmung der Wiedervereinigungszeit, dank Irene und Mathias geht der Stoff bald auf Tournee – und zwar mit richtig viel PS! Die Vorbereitungen laufen, es ist DAS Comeback des Jahres. Ludger Kusenberg alias Ludger K. hat seine beiden Kollegen im Zentrum ihres Schaffens besucht, staunt über einen leibhaftigen Trabi mit Kulleraugen und ein prall gefülltes Requisitenlager. Ein Gespräch, das auch viel verrät über deutsch-deutsche Befindlichkeiten sowie über Lockdown und Klappehalten …
(Erstausstrahlung: 20. September 2023)
GoFrüher wurden Kriegseinsätze hinter verriegelten Türen am Reißbrett geplant, heute macht man das im offenen Hotel-WLAN übers Internet. Der aktuelle Bundeswehr-Abhörskandal sollte niemanden kalt lassen, umso frostiger wirken die kalten Erklärungen dazu aus der deutschen Politik. Aber: Nicht alle machen mit. Die Kleinpartei Die Basis hat eine bemerkenswerte Stellungnahme veröffentlicht, mit wuchtigem Wortlaut und klaren Forderungen, und ein großes Filmprojekt namens „Nürnberg“ lässt aufhorchen. Bei Letzterem geht es um ein Leinwandepos aus Russland, welches sanktionsbedingt eigentlich nicht in Deutschland aufgeführt werden sollte, nun aber über Umwege seine Spielstätten findet. Um alle damit verbundenen Fragen zu klären, traf sich Ludger Kusenberg alias Ludger K. mit dem Bundesvorstandsmitglied der Basis, Nathalie Sanchez Friedrich, wie gewohnt und geboten nicht über eine Konferenz-App, sondern „in echt“. Ludgers passender Kabarettauftakt zum Abhörskandal ist ebenso bemerkenswert.
GoAm Wochenende ging die diesjährige Berlinale zu Ende, Ludger K. war dort und ist tief abgetaucht in die Welt surrealer Filme, unbekannter Promis und beeindruckender Lichtspielplätze. Welches ist eigentlich das grundlegende Prinzip der Berlinale? Ist alles nur Wichtigtuerei, oder zeigen sich in der Hauptstadt auch langfristig beachtenswerte Filmperlen? Im Gespräch mit „Sidekick“ Christian Hirdes (Achtung: Der Mann ist ab sofort öfter in „Ludgers Welt“ dabei!) begeben wir uns auf Spurensuche, lernen Japaner in Pappkartons kennen, eine ergreifende Widerstandsgeschichte und den schändlichen Taxi-Killer Uber aus Kalifornien. Ein unterhaltsamer Talk der besonderen Art, ganz real statt surreal.
Go„Mut zum Widerstand, darum geht es in diesen kriegslüsternen Zeiten“, so sagt es Christoph Felder, der gerade dabei ist, den Dokumentarfilm „Resistance“ fertigzustellen. Darin wird der spektakuläre Fall des Soldaten Larry Colburn ausgeleuchtet, der beim Massaker von My Lai mehreren Zivilisten das Leben gerettet hatte, indem er sich der Unmenschlichkeit widersetzte. Das ging so weit, dass die Hubschraubercrew, der Colburn angehörte, ihre Waffen gegen die eigenen Soldaten der Charlie-Kompanie richteten. Es ist bereits der zweite Film von Christoph Felder mit Larry Colburn, der seinerseits nie ein Held sein wollte. Ein sehr persönlicher Film, der zeigt, wie Colburn versucht, mit dem Trauma umzugehen und mit den widersprüchlichen Nachwirkungen fertig zu werden: Erst wurde er als Verräter bekämpft, dann für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Christoph Felder ist sich bei seinen Arbeiten stets bewusst, welche Macht – aber auch zweifelhafte Macht – von den Bildern ausgeht, die wir uns von einem Krieg machen.
GoDr. Hans Georg Maaßen leitete das Bundesamt für Verfassungsschutz. Mittlerweile wird er von seiner alten Behörde beobachtet. Dagegen klagt der Vorsitzende der Werteunion nun und erklärt in „Kontrafunk aktuell“ seine Beweggründe. „Climate: The Movie“ ist ein Film über das Klima und die Wissenschaft. Die Dokumentation geht hart mit der Klimapolitik ins Gericht und bezweifelt den Zusammenhang von CO₂-Ausstoß und Temperaturen. Darüber sprechen wir mit dem Geologen Prof. Klaus Bitzer. Und wir schalten nach Südafrika zum Journalisten und Auslandskorrespondenten Wolfgang Drechsler. Mit ihm reden wir über Botswana, dessen Konflikt mit Namibia einerseits und der deutschen Umweltministerin andererseits: Botswana kündigte an, 20.000 Elefanten nach Deutschland zu schicken.
GoSind die massiven Proteste des vergangenen Wochenendes in Ungarn der Anfang vom Ende der Ära Orbán? Das ist eine Frage, die wir mit dem Chefredakteur und Herausgeber der in Ungarn erscheinenden deutschsprachigen Wochenzeitung „Budapester Zeitung“, Jan Mainka, klären wollen. Wie man humanitäre Hilfe im aktuellen Ukraine-Krieg leisten kann, verrät uns Iwana Steinigk. Mit dem Filmemacher Christoph Felder sprechen wir über seinen bald erscheinenden Film „Resistance“. Dort wird der Fall eines amerikanischen Soldaten aus dem Vietnamkrieg aufgegriffen, der sich Befehlen widersetzt hat. Und im Kommentar des Tages rät uns Cora Stephan, wir sollten viel mehr feiern.
GoDer Schweizer Filmemacher und Kameramann Mike Wyniger war weit über zwanzig Jahre im Geschäft, als 2020 die sogenannte Corona-Pandemie über uns rollte. Auch er wusste schnell, dass etwas nicht stimmt, und begann sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Weil es nicht erwünscht war, Fragen zu stellen, und die Medien nichts weiter taten, als Staatspropaganda zu verbreiten, beschloss er, die Antworten selbst zu suchen. So entstand sein erster Corona-Film „Unerhört“, den er mit dem ehemaligen SRF-Journalisten Reto Brennwald realisierte. Er erschien im Oktober 2020 als erster professioneller Film zu Corona. Bis heute wurde er allein bei Vimeo eine halbe Million Mal angeschaut. Im „Schweizerzeit“-Interview erzählt Mike Wyniger Moderatorin Corinna Zigerli seine Geschichte.
GoAm Montag entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass die AfD weiterhin als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft werden kann. Das Ergebnis analysiert für uns der Jurist Dietrich Murswiek. Über die Schwierigkeiten, den Film „Corona – Die große Irreführung“ in die deutschen Kinos zu bringen, unterhalten wir uns mit dem Filmverleiher Mario Nieswandt. Der frühere Geschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Lothar Krimmel, berichtet über das Pro und Kontra sogenannter Abnehmspritzen. Und Thomas-Michael Seibert kommentiert das Urteil gegen den Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke wegen Verbreitung einer verbotenen Losung aus der NS-Zeit.
GoBargeld ist Freiheit, aber überall versuchen Banken und Regierungen, das Bargeld zurückzudrängen. In der Schweiz will Richard Koller mit einer „Bargeldinitiative“ diesen Trend stoppen. Stefan Millius spricht mit ihm über die Chancen seines Projekts. Im Interview mit dem Biologen Folkard Wülfers geht es um das Tamtam, das die WHO derzeit wieder um die Vogelgrippe macht. Wird das Virus die nächste Todesseuche bringen, ist es der Vorschein von „Disease X“, das immer wieder durch die Medien spukt – vor allem in diesen Tagen, da die WHO durch neue „Gesundheitsvorschriften“ die Weltherrschaft zu erlangen sucht? Der Filmemacher Jörg Rehmann spricht über die Neuauflage seines Werks „End of Landschaft“, und Frank Wahlig kommentiert den Vorwurf, Bundeskanzler Olaf Scholz sei ein Autist.
GoDer Bundestag hat eine Grundgesetzänderung beschlossen. Damit soll das Bundesverfassungsgericht, wie es heißt, gegen Angriffe durch Verfassungsfeinde geschützt werden. Dazu hören Sie ein Interview mit dem Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Dietrich Murswiek. Über totalitäre Tendenzen und den Trend zur Überwachung in Deutschland unterhalten wir uns mit dem Filmregisseur Imad Karim. Sein Spielfilm „Plötzlich Staatsfeind“ ist ab Sonntag bei Youtube zu sehen. Außerdem: In Deutschland läuft die Kriegsvorbereitung auf allen Kanälen. Der Widerstand dagegen ist eher leise. Unser Gast zu diesem Thema ist der Journalist und Autor Marcus Klöckner, der ein Buch mit dem Titel „Kriegstüchtig – Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront“ geschrieben hat. Und im Kommentar des Tages von Frank Wahlig geht es um Politik zum Lachen.
GoRechtzeitig zu Weihnachten präsentiert Bernhard Lassahn die angebliche Lügengeschichte von Käpt’n Blaubär, der einst mit seinem Schiff voll mit Elchen zur Weihnachtsinsel segeln musste, obwohl da absolute Windstille herrschte. Lassahn sagt die Wahrheit und beantwortet Rätselfragen. Er sagt ehrlich, was er von Kinderbuchautoren und von Schwachköpfen hält und warum die Wärmflaschen von Hein Blöd so beliebt sind. Er verrät auch, wie sich Gerhard Schröder einst mit Hilfestellung vom Blaubär darauf vorbereitet hat, Bundeskanzler zu werden. Außerdem gibt es einen späten Nachruf auf Wolfgang Völz und eine verspätete Danksagung. Damit wünscht Bernhard Lassahn allen ein frohes Fest.
GoDas Livegespräch zwischen Elon Musk und Alice Weidel auf X und die deutschen Medien, darüber spricht Kontrafunk-Redakteur und Medienkolumnist Stefan Millius. Wie ernst meint Donald Trump seine Ankündigungen bezüglich Kanada, Grönland und des Panama-Kanals? Und warum greifen die Brände in Kalifornien so katastrophal um sich? Fragen an unsere USA-Korrespondentin Susanne Heger. In vierzig Kinos der Schweiz hatte gestern Abend die Komödie „Kalbermatten“ Premiere, in der es um Demokratie geht. Wir sprechen mit dem Produzenten des Films, Andreas Thiel. Und Im Kommentar von Martina Binnig geht es um das UN-Abkommen gegen Cyberkriminalität.
GoWie ist es um die Zukunft der modRNA-Technologie bestellt? Darüber informiert uns der Neurobiologe Dr. Tom Reimer. Der Professor für Pharmazeutische Biologie Michael Wink klärt über Gifte in Nahrungspflanzen auf. Mit dem Wissenschaftsjournalisten und Dokumentarfilmer Bert Ehgartner sprechen wir über seinen Film „Unter die Haut“, in dem es um Aluminium in Impfstoffen, insbesondere in der HPV-Impfung, geht. Die Medizinnachrichten werden diese Woche von Corinna Zigerli präsentiert.
GoDiesmal beschäftigt sich Matussek, fernab der Aktualität, mit dem legendären Fernsehmacher Wolfgang Menge, über den soeben eine fulminante Biografie erschienen ist. Autor Gundolf Freyermuths „Wer war WM“ (Kadmos-Verlag) porträtiert darin einen „Televisionär“, der den öffentlich-rechtlichen Betrieb von heute wie eine teure und kahle Mondlandschaft an Einfallslosigkeit und Regierungspropaganda aussehen lässt. Mit dem „Millionenspiel“, „Ein Herz und eine Seele“ (Ekel Alfred), „3 nach 9“ und unzähligen Fernsehspielen hat Menge lustvoll ebenso die Apparate durchgeschüttelt wie die Zuschauer.
Vereint mit dem Autor, zeichnet Matussek den Weg des ewig spöttelnden berühmtesten Glatzkopfs des Fernsehens nach, ein Abenteurer und Spieler, der in seiner genauen Beobachtung der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft zu einem „Balzac“ des Mediums wurde. Ein Autorenleben voller Wirkungstreffer. Er feuerte pausenlos, von der frühen Krimiserie „Stahlnetz“ bis zum inszenierten nationalen Notstand „Smog“, bis das Gestrüpp an Bürokraten mit Parteibuch zu dicht wurde und er schließlich ermattet aufgeben musste. Und feststellen musste: „Wenn die Würstchen an der Macht sind, wird der Senf rationiert.“ Womit auch diese Sendung hochaktuell ist.
GoMit Oval-Media hat er mehrere Dokumentarfilme über die Corona-Zeit erstellt, die einen Nerv getroffen haben. Sie präsentieren Beweise, zeigen Zusammenhänge auf und könnten ein guter Ausgangspunkt für eine ernsthafte Aufarbeitung sein. Könnten … wie gesagt. Die Filme sind nicht mehr zugänglich. Warum nicht? Robert Cibis erklärt, wie es dazu kommen konnte, und führt uns in die Manipulationstechniken ein, die Albert Biderman beschrieben hat: Wir werden gefügig gemacht durch Widersprüchlichkeiten, die wir nicht mehr richtig verarbeiten können. Dennoch: Wir können – und müssen – uns die relevanten Informationen selbst besorgen und dürfen nicht aufhören, die richtigen Fragen zu stellen. „Es kann Leben retten.“
GoZurzeit steigt die 75. Berlinale, das alljährliche Filmfestival, welches auch in diesem Jahr nicht ohne Belehrungen auskommt und ziemlich schräge Kinokreationen. Aber: Es gibt natürlich auch Highlights, so etwa die Verfilmung der Vita des Bob Dylan, die Weltpremiere eines packenden Kriegs- und Liebesdramas sowie eine lockere Plauderstunde mit Deutschlands internationalem Filmstar Nina Hoss. Ludger Kusenberg alias Ludger K. hat sich dem Treiben am Eröffnungswochenende hingegeben, er nimmt uns mit in die U-Bahn, vorbei an beschmierten Wahlplakaten in die Spielstätten, ganz nah ran ans Podium und wieder zurück. Diese Ausgabe von „Ludgers Welt“ ist besonders experimentell, urban, verstörend, betörend, empörend? Hören Sie selbst!
GoMit Carole Kings „I Feel the Earth Move“ geht Matussek dem seismischen Beben nach, das Merz mit seiner Wählertäuschung ausgelöst hat. Ein gigantischer Betrug, der nach Paragraf 108a mit einer Haftstrafe nicht unter zwei Jahren belegt wird. Nun also Merz als eine Merkel auf Speed, als Chef einer Koalition mit den abgewirtschafteten Sozis und grünem Programm. Deutschland schafft sich ab. Ein Rückblick ins schwarz-rot-goldene Sommermärchen. Was ist deutsch? Imad Karims wunderbarer Youtube-Thriller „Plötzlich Staatsfeind“. Wie der libanesische Filmemacher uns Deutschen die Multikultidiktatur mit den Mitteln einer bitterbösen Zukunftssatire ausmalt. Orwells Warnung. Geplante Überfremdung als Volkssuizid. Dazu Songs von Carole Kings legendärem „Tapestry“-Album. Briefe.
GoDie sogenannten Covid-19-Impfungen trainieren und optimieren das Immunsystem – diese Behauptung einer aktuellen Studie widerlegen wir im Gespräch mit Molekularbiologe Prof. Klaus Steger. Der Psychologie-Professor Harald Walach stellt die Dokumentationsreihe Corona.film vor. Mit dem Medizinhistoriker Prof. Heinz Schott beleuchten wir einen wichtigen Wendepunkt in der Verbesserung der allgemeinen Gesundheit: die Begründung der modernen Hygiene. Und Stefan Millius präsentiert den Nachrichtenblock mit Neuigkeiten aus der Welt der Medizin.
GoWas passiert im Iran und hierzulande, wenn der Krieg mit Israel noch länger dauert, der Ölpreis verrückt spielt und der Iran sogar die Straße von Hormus sperrt? Einschätzungen dazu von Hans Kaufmann, Wirtschaftsberater und SVP-Politiker. Die EU hat laut Medienberichten im Geheimen NGOs gefördert, die mit Lobbyarbeit Politik gegen Kohlekraft, Pestizide und das Freihandelsabkommen Mercosur gemacht haben. Die Hintergründe erläutert Christine Anderson, AfD-Abgeordnete im EU-Parlament. Am Amtsgericht Haßfurt wurde der ehemalige Soldat Stefan Niehoff verurteilt. Niehoff war deutschlandweit bekannt geworden durch den sogenannten Schwachkopf-Post, der ihm nach Anzeige durch Robert Habeck eine Hausdurchsuchung eingebracht hatte. Über den Prozess berichtet der Filmemacher Alexander Ritter von Tuschinski, der Niehoff längere Zeit begleitet und den Film „Tale of a Meme“ gedreht hat.
GoEs geschah 1969: Axel Mitbauer schwimmt bei Nacht etwa 25 Kilometer durch die Ostsee in die Freiheit. Aus diesem spektakulären Fall hat Antonio La Regina einen überraschend aktuellen Film gemacht, der weder eine bloße Heldengeschichte noch eine einfache Anklage gegen die Methoden der Stasi sein will. Auch Stasi-Offiziere kommen zu Wort. Antonio La Regina betont, dass es sein künstlerischer Anspruch ist, beide Seiten zu beleuchten. Er will einen Dialog anstoßen und den Blick auf gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen der Gegenwart lenken. Da ist er sich einig mit Axel Mitbauer, der die bewegenden Nebenwirkungen und Hintergründe seiner Tat schildert. „Der Wettkampf meines Lebens“ ist mehr als ein Film. Es ist ein Angebot zu einer echten Aufarbeitung.
GoWie ist es um die Zukunft der modRNA-Technologie bestellt? Darüber informiert uns der Neurobiologe Dr. Tom Reimer. Der Professor für Pharmazeutische Biologie Michael Wink klärt über Gifte in Nahrungspflanzen auf. Mit dem Wissenschaftsjournalisten und Dokumentarfilmer Bert Ehgartner sprechen wir über seinen Film „Unter die Haut“, in dem es um Aluminium in Impfstoffen, insbesondere in der HPV-Impfung, geht. Die Medizinnachrichten werden diese Woche von Corinna Zigerli präsentiert. (Wiederholung vom 15. Januar 2025)
GoDie Hausarzthonorare wurden neu geregelt. Pikantes Detail: Die Vergütung hängt künftig auch vom Impfverhalten der Ärzte ab. Allgemeinmediziner Dr. Steffen Grüner bewertet, was das für das Arzt-Patienten-Verhältnis bedeutet. Der UN wurde ein Parallelbericht zu Menschenrechtsverletzungen durch Corona-Maßnahmen übergeben. Internist Prof. Andreas Sönnichsen war dabei. Die Filmemacherin Christiane Müller beleuchtet das Thema Duldungspflicht bei der Bundeswehr. Und die Medizinnachrichten präsentiert Stefan Millius.
https://standhaft-film.com/
GoDer Titel klingt bescheiden: „Nur ein Piks“. Doch es tun sich Abgründe auf, die der Untertitel zumindest erahnen lässt: „Im Schatten der Impfung“. Mario Nieswandt sieht sich nur als „kleines Licht“ in einer „großen Branche“, doch er hat mit seinem Film schon sehr viel Licht in die finstere Schattenwelt gebracht. Mit fast zwei Millionen Besuchern ist sein mit schmalem Budget erstellter Film wahrscheinlich einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme in Deutschland – und die Nachwirkungen lassen nicht nach. Nun will Nieswandt mit seinem Film international auf Tournee gehen.
Für ihn ist es wichtig, dass er den Film persönlich begleitet, dass er den Betroffenen hilft, mit ihnen spricht und ihnen rät, sich an den Verein „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ zu wenden. Denn nur in gemeinsamem Handeln – darin steckt für ihn der christliche Begriff der Gemeinde – sieht er Chance für eine Aufarbeitung und Bewältigung dieses „Großverbrechens“, wie er es sieht.
GoDer libanesisch-deutsche Filmemacher, Journalist und Autor Imad Karim kam 1977 als Student nach Berlin, nachdem er den Libanon des Bürgerkrieges wegen verlassen hatte. Heute sieht er sich weder als Flüchtling noch als Exilant – Deutschland ist ihm zur Heimat geworden, auch wenn er sagt, das Land mache es einem inzwischen schwer, es zu lieben. Im Gespräch geht es um Erfahrungen von Entfremdung und Selbstachtung, Karims kritischen Blick auf Migration und Islam und den Einfluss biografischer Brüche auf seine filmische Arbeit.
GoDie Filme von Mario Nieswandt sind keine leichte Kost. Sie handeln von Kriegslügen und von den „Verbrechen“ der sogenannten Corona-Pandemie. Sie sind von starkem Engagement gezeichnet. Deshalb berühren sie einen. Woher kommt der Impuls? Woher nimmt Mario Nieswandt die Kraft, sich den Herausforderungen zu stellen? Er erzählt von seinen Einflüssen: Die Unrechtserfahrungen in der DDR haben seinen Blick geschärft; die Zeit, die er im Heim verbringen musste, haben ihn, wie er sagt, zum „Kämpfer“ gemacht. Hinzu kommt, dass ihm als bibeltreuer Christ Begriffe und Erklärungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, die uns inzwischen fremd geworden sind.
Nieswandt erkennt, dass heute Kräfte am Werk sind, die „das Böse“ verkörpern, die in der Bibel als das „Wirken des Teufels“ bezeichnet werden und dazu führen, dass die Lüge an die Stelle der Wahrheit tritt. Dem will Mario Nieswandt mit seinen Filmen entgegentreten.
GoAngewidert vom derzeitigen Politbetrieb, erzählt Matussek diesmal von seiner Bewunderung für den zutiefst katholischen Filmregisseur Martin Scorsese, der Priester werden wollte und mit „Goodfellas“, „Casino“, „The Irishman“ und „Gangs of New York“ die gewalttätigsten Gangsterfilme des amerikanischen Kinos produzierte. Und der Fragen nach Schuld und Verführung stellt, nach Sünde und Vergebung und Erlösung, wie jeder gläubige Katholik. Anlass ist eine fulminante Bio-Serie, gedreht von Rebecca Miller, der Tochter Arthur Millers. Gleichzeitig gelang Scorsese mit „The Last Waltz“ über das All-Star-Abschiedskonzert von „The Band“ der wohl beste Dokumentarfilm der Rockgeschichte. Dieses Konzert begleitet auch die Sendung.
Gegen Ende bricht sich dann doch Matusseks Wut auf die Verhältnisse in Deutschland Bahn, vor allem über die staatlich geförderte Denunziationskultur, deren jüngstes Opfer der untadelige Medienprofessor Norbert Bolz wurde.
GoVon Udo Jürgens gibt es etwa tausend Lieder, er selbst gesteht ein, dass darunter einige „Gurken“ sind. Es sind allerdings auch unterschätzte Kunststücke dabei, die im Schatten seiner großen Erfolge stehen. Manfred Bockelmann, der neun Jahre jüngere Bruder, der als Maler Karriere gemacht hat, nennt sie „Schattenlieder“ und stellt einige davon vor. Er berichtet, dass er sich durch den Altersunterschied glücklicherweise von Anfang an nicht in Konkurrenz zu seinem berühmten Bruder gesehen hat und stets in einem produktiven Austausch mit ihm stand. Die Schattenlieder von Udo Jürgens sind überraschend aktuell, wenn er etwa davon singt, dass wir uns „erheben“ sollen gegen den Krieg, und wenn es heißt: „Ich bin dafür, dass Widerspruch erlaubt ist. Ich halte es sogar für eine Pflicht.“
GoEs gab etwas zu feiern: Vor 500 Jahren erfolgte die Gründung des Staates Preußen durch Albrecht von Brandenburg-Ansbach. Dr. Jürgen Danowski berichtet vom Festakt in Ansbach und zeichnet bei einem rasanten Ritt durch die Geschichte ein überraschendes Bild dieser bedeutenden europäischen Großmacht, die nicht allein durch Tugenden wie Bescheidenheit, Effektivität, Disziplin und Selbständigkeit geprägt war, sondern auch durch Toleranz, durch eine Marktwirtschaft mit geringer Steuerlast und durch die Förderung der Wissenschaften. Das Verhältnis zum Militär war weit differenzierter, als uns das Vorurteil einflüstern will, es ermöglichte die allgemeine Schulpflicht und schuf das Beamtentum. Jürgen Danowski erinnert auch daran, dass „der Widerstand im Dritten Reich preußisch war“.
Abgerundet wird sein Bericht mit einem Hinweis auf die reiche Kultur und den besonderen preußischen Humor sowie mit Erlebnissen aus dem heutigen Kaliningrad, das in letzter Zeit eine erstaunlich positive Entwicklung durchgemacht hat.
GoIm zweiten Teil seiner Hommage auf das Filmgenie Martin Scorsese und das katholische Lebensgefühl stehen die großen Gangsterepen im Mittelpunkt, das ständige Schwanken zwischen Sünde und Reue, die Frau in ihrer Rolle als angehimmelte Madonna oder als Hure, sowie der große tiefernste Film „Silence“, über die Christenverfolgung im Japan des 17. Jahrhunderts, über den Glauben und den Abfall von ihm. Darüber hinaus Vorfreude auf die Buchmesse in Halle und ein Abgesang auf den Leninkult der DDR. Eingeleitet von „Gimme Shelter“, einem Stones-Song, der in jedem zweiten Gangsterfilm Scorseses zum Einsatz kommt, sowie weiteren Stones-Titeln aus Scorsese-Filmen.
GoDiesmal gibt es eine Sondersendung. Ich erzähle die Geschichte, wie ich anno dazumal als Weihnachtsmann gedient und bei der Gelegenheit versucht habe, neue Sitten einzuführen. Es war nicht gerade so, dass ich statt des üblichen „Ho, ho, ho!“ plötzlich „Ho, ho, Ho Chi Minh“ ausgerufen hätte, aber ich wollte schon ein fortschrittlicher Weihnachtsmann sein und vor allem das Musikprogramm erneuern, so dass man unter dem Weihnachtsbaum statt „White Christmas“ auch mal was Besseres, was Weißeres hören konnte, weißer als weiß: „Whiter Shade of Pale“. Aber noch war die zurückgebliebene Provinz nicht reif für den gesellschaftlichen Fortschritt. Ich kann meinen Auftritt als Weihnachtsmann nicht als Erfolg bewerten, aber mir wurde klar, welche Bedeutung eine Oma hat, und ich musste zugeben, dass es so, wie uns „die Alten sungen“, doch nicht so übel war. (Wiederholung vom 21. Dezember 2023)
GoZum Jahresanfang stellt uns Bernhard Lassahn die Musik aus einem der erfolgreichsten Musicals vor: „Hair“. Dem skandalösen Spektakel mit langhaarigen Nackten, in dem das Zeitalter des Wassermanns beschworen wird, das uns Wärme, Liebe und Frieden bringt. Da spüren wir den Geist von 68 mit allem, was dazugehört: dem radikalen Bruch mit dem Establishment, dem Protest gegen den Krieg, dem Verzicht auf Konsum und der spirituellen Neuorientierung.
Lassahn stellt Piere Paolo Pasolinis Interpretation der „Sprache der Haare“ vor; lässt sich von Anke Ziemer erklären, was es mit dem Sternzeichen des Wassermanns auf sich hat, und verweist auf die Verfilmung des Stoffes durch Miloš Forman, der die Illusion der Blumenkinder aufzeigt und deutlich macht, dass „moralisches Recht nicht vor realer Macht schützt“. Dennoch: Der Protest war nicht wirkungslos, und die Musik kann ein Zeichen der Hoffnung sein.
GoSpezieller könnte eine Spezialfolge nicht sein: Ludger präsentiert uns zum Jahresausklang eine von ihm selbst erstellte Hitliste. Wussten Sie, dass Hollywoodstar Sylvester Stallone in knapp hundert Filmen mitgewirkt hat als Schauspieler, Autor oder Regisseur? Die Musik daraus kann sich hören lassen, wenngleich auffällt, dass die bekanntesten und besten Stücke auf eine Rolle zurückgehen: „Rocky“. Aber nicht nur daraus soll in dieser Sendung musikalisch zitiert werden. Freuen Sie sich auf große Gefühle, kleine Überraschungen und einen singenden Frankie, der nicht Sinatra heißt. Ach ja: Aktuelles Livekabarett zu Beginn gibt’s obendrein. Kommen Sie gut ins neue Jahr!
GoBewegt sich da was in der Kirche? Oder steckt sie weiterhin tief im Gefängnis des Moralismus? Achijah Zorn bekennt sich ausdrücklich zur Tradition der evangelischen Kirche, er „liebt die Reformation“, hat aber das Problem, dass seine Kirche die Tradition nicht mehr lebt und ihn aufgrund einiger Vorfälle, von denen er berichtet, auf einem Abstellgleis entsorgt hat – auf einem „blühenden Abstellgleis“, wie er es nennt. Der erzwungene Ruhestand hat es ihm ermöglicht, mit Muße eine Blütenlese aus seinen Erfahrungen in einem Buch zusammenzustellen, und er kann auch vom Abstellgleis aus „frech und frei“ seine Stimme erheben, womöglich sogar mit größerer Resonanz, etwa mit seiner Kolumne „Vorwort zum Sonntag“.
Er spricht davon, wie Gnade und Geborgenheit durch Moralismus verlorengehen, führt den Konflikt, der in der Geschichte des Christentums angelegt ist, auf Jakobus und sogar auf den Sündenfall zurück. Achijah Zorn wendet sich an alle, die wie er ihre Zweifel haben und um Verständnis ringen: „Glaube ohne Zweifel wird fundamentalistisch“, sagt er, „aber der Zweifel ohne den Glauben führt zur Verzweiflung.“
GoGeorg Orwell hat schon im Jahr 1944 in seinem Essay „Was ist Faschismus?“ festgestellt, dass der Begriff zum bloßen Schimpfwort verkommen ist. Für die Jahre nach der Wende kann Dr. Thomas Hartung den Befund bestätigen: „Wer alles Faschismus nennt, kennt keinen mehr“, sagt er und führt als Beispiel den Umgang mit dem Gedenken an Trümmerfrauen an. Hartung spricht von einer „Begriffsverwahrlosung“, die als Folge des übereifrigen Kampfes „gegen rechts“ entstanden ist und die sich auch da zeigt, wo man es nicht erwartet hat, wenn es etwa um Blutspenden, um die DLRG, um den Negerkuss oder Accessoires an Kleidungsstücken geht.
Hartung sieht sich selbst als Bildungspolitiker, und man merkt ihm sein Engagement an, der „ungebildeten Gegenwart“ entgegenzutreten und die „Bildungslandschaft zu verändern“. Das tut er, indem er für die AfD arbeitet und sich gleichwohl beim Verfassen seiner „Betrachtungen“, wie er seine Art der Essays nennt, einem künstlerischen Ideal verpflichtet fühlt und Freiräume für das eigene Denken schafft.
GoMark Twain kennt jeder. Aber kennen wir ihn wirklich? Peter Priskil stellt uns einen Mark Twain vor, der „Schriften gegen den Imperialismus“ verfasst hat und als stellvertretender Präsident der „Antiimperialistischen Liga der Vereinigten Staaten“ aktiv war. Das ist bisher im Schatten unserer Aufmerksamkeit geblieben, auch sein Buch „König Leopolds Selbstgespräch“ wurde hierzulande kaum wahrgenommen. Stefan Heym hatte es 1967 übersetzt, es blieb dennoch weitgehend unbekannt. Peter Priskil hat vergessene und unterdrückte Texte gesammelt, kommentiert, illustriert und zu einem imposanten Buch zusammengestellt: „Der unbekannte Mark Twain“. Er gibt damit zugleich einen kleinen Überblick über die Weltgeschichte in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.
Nun können wir Mark Twain nicht nur als großen Humoristen, sondern auch als großen Humanisten kennenlernen, der sich über Lynchmorde empört, über die Grausamkeiten bei der Eroberung der Philippinen und beim Boxeraufstand in China. Wir sprechen über Imperialismus, damals und heute. Über Rassismus, damals und heute. Über echten und falschen Rassismus. Und über den Triumpf des Humors, auch wenn es ein bitterer Humor ist.
GoDer neue Film von Christoph Felder zeigt die spektakuläre Geschichte des Soldaten Larry Colburn, der sich 1968 im Vietnamkrieg seinen eigenen Kameraden mit Waffengewalt entgegengestellt hatte und so das Massaker von My Lai beenden konnte. Was er an einem einzigen Tag innerhalb von vier Stunden erlebte, prägte sein gesamtes weiteres Leben. Mehr noch: Das Trauma übertrug sich auf seinen Sohn.
Für Christoph Felder ist es wichtig, dass der Zuschauer nicht mit einem schlechten Gefühl aus dem Kino kommt. Er zeigt uns eindrückliche Bilder, in denen Geschichten enthalten sind, die in den Köpfen der Zuschauer weitererzählt werden. Felder führt uns die Spätfolgen vor, die sich über Generationen hinziehen. Der Film kommt zur rechten Zeit. Denn auch wir stehen vor der Frage, ob wir nicht auch mit dem Kriegstrauma unserer Vorfahren belastet sind und ob wir heute bereit wären, unsere Kinder in den Krieg zu schicken. Wie weit würden wir gehen, wenn wir uns im Ernstfall verweigern wollten? Der Fall Larry Colburn macht das Dilemma deutlich. Wir müssen uns in so einem Fall fragen: Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich Widerstand leiste? Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich keinen Widerstand leiste und einfach mitmache? Wie würden wir uns entscheiden? Sein Sohn bemerkt beiläufig, als wäre es eine Selbstverständlichkeit: „Von meinem Vater habe ich gelernt, wie wichtig es ist, für den Frieden zu kämpfen.“
GoHinter der Abkürzung MWGFD verbirgt sich die Gesellschaft der „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie, e.V.“ Da haben sich prominente Mediziner und Wissenschaftler zusammengefunden, um eine alternative Darstellung der Corona-Problematik an die Öffentlichkeit zu bringen. Peter Bickel sieht sich als ihr „Internetsprachrohr“. Er hat auf Symposien erlebt, was Betroffene zu berichten hatten – er musste weinen – und hat gleichzeitig erfahren, dass die Öffentlichkeit dazu schweigt.
So hat er sich entschlossen, die Internetseite zu gestalten, die nun als Anlaufstelle für Impfopfer dient und zugleich ein Podium für unterschiedliche Beiträge bietet. Die werden von Johannes Clasen moderiert, der einerseits Fachleute zu Wort kommen lässt, die etwas erklären, andererseits Betroffene, die sich offenbaren. Für ihn ist eine „Sprachkultur im Sinne einer Aufarbeitung die absolute Basis“ zur Überwindung der Spaltung der Gesellschaft. Die MWGDF fordert einen „offenen Dialog“ mit „wissenschaftlichen Studien, die auch konkurrierende Ansätze berücksichtigen“. Doch es wird nicht nur gefordert und geklagt, auf der Seite der MWGFD finden sich Möglichkeiten zur Versöhnung und Beispiele, wie Betroffene ihr Schicksal in Liedern und Gedichten verarbeiten und versuchen, ihr Leid zu überwinden.
GoDie von Dr. Kerstin Steinbach so genannte bessere Zeit (von 1965 bis 1975) zeichnet sich durch ein Lebensgefühl aus, das aus heutiger Sicht geradezu märchenhaft wirkt: Man konnte angstfrei seine Sexualität ausleben, selbstbewusst nackt sein und offen seine Meinung aussprechen. Beendet wurde das kurze Glück durch die aggressive „Schwarzerei“, also durch die staatlich abgesicherten Vorstöße von Alice Schwarzer, die uns den gouvernantenhaften Frauenrat und ein „gängelndes“ Sexualstrafrecht beschert haben und durch Berufsverbote, die durch den Radikalenerlass von Willy Brandt möglich wurden.
Steinbach hat die „verhassten Bilder“ der „besseren Zeit“, in der Prostitution und Pornokonsum rückläufig waren, lustvoll dokumentiert, wehmütig kommentiert und historisch eingeordnet. Damals galt: „Lustsuche statt Geldsuche“. Bei Sachfragen sollte die Vernunft auf dem Richterstuhl sitzen, die Geschlechterfrage sollte keine Rolle spielen, die Politik sollte sich heraushalten. Das ist vorbei. Eine Rückkehr zu der „besseren Zeit“ wird es so bald nicht geben. Jetzt geht es, so Steinbach, darum, die Wiedereinsetzung der Verfassung zu erstreiten und die Meinungsfreiheit zu verteidigen.
GoSobald die Dinge ausgesprochen werden, so hat Robert Musil gesagt, verlieren sie ihre Macht über uns. In diesem Sinne äußert sich Dr. David Berger in einem ungewöhnlich intimen Bericht über seine Sünden, über exzessiven Drogenmissbrauch, über Sexpartys und seinen Bruch mit der Kirche. Aber auch darüber, wie er wieder zurückgefunden hat zum katholischen Glauben, der für ihn „Heimat“ ist, ein „Ordnungssystem“, eine Versöhnung mit der Kindheit. Berger spricht über die Bekenntnisse, die „Confessiones“, des Heiligen Augustinus, über Konstantin den Großen und über die Kraft im „Salve Regina“.
Er gibt außerdem Hilfestellung für die, denen der Zugang zum Katholizismus nicht so leichtfällt. Keinesfalls sollte man den Fehler machen, aufzugeben und mit Bitterkeit auf seine Verfehlungen zurückzublicken, vielmehr sollte man darin den Weg erkennen, auf den Gott uns führt. Er gibt uns die Freiheit, sich für das Gute und Wahre zu entscheiden und zu erkennen, dass der „Ausdruck der Wahrheit“ in der Schönheit liegt.
GoWährend der unglückseligen Corona-Jahren erlebten wir einen „Winterschlaf der Kultur“, wie es Friedrich Nietzsche genannt hätte. Für alle Kunstformen, die sich direkt an ein Publikum wenden wollten, gab es einen Lockdown, regierungskritische Töne wurden bekämpft. Für viele Künstler ging es ums Überleben. Obendrein stellte sich ihnen die Frage, mit welchen künstlerischen Mitteln sie die drängenden Themen verarbeiten sollten. Eugen Zentner hält die Form der Kurzgeschichte für besonders geeignet, um innere Kämpfe darzustellen, die die Helden an einen Punkt bringen, von dem aus sie auf den „Boden ihrer Existenz schauen. Es ist ein Punkt größter Verzweiflung“. Er bringt dafür Beispiele aus seiner Sammlung „Corona-Schicksale“ und spricht über die Entwicklung der modernen Kurzgeschichte, in der die Situation selber zum eigentlichen Protagonisten wird.
In seinem Buch „Kunst und Kultur gegen den Strom“ stellt er Künstler vor, die sich keinen Maulkorb umbinden ließen. Einige davon waren schon bei „Unter Freunden“ zu Gast. Das Archiv dieser Sendereihe ist – wie auch das Buch von Eugen Zentner – ein Tummelplatz der kritischen Kunstszene, die eine bemerkenswerte Vielseitigkeit aufweist und – wie an den Kurzgeschichten von Zentner deutlich wird – den ernsthaften Willen hat, nicht nur als Protokoll der laufenden Ereignisse zu dienen, sondern sich als Kunst mit einem Eigenwert zu behaupten.
GoRebecca Niazi-Shahabi hat sowohl israelische als auch iranische Wurzeln. Sie erzählt von ihren Abenteuerreisen nach Teheran, als sie 1975 als Kind das Wunderland mit den imposanten, selbstbewussten Frauen und den schroffen Widersprüchen zwischen Glanz und Elend erlebt und sogar den Schah Reza Pahlavi getroffen hat. Dann musste sie 1979 mitansehen, wie das Land von religiösen Eiferern übernommen wurde. Ihre Liebe zu dem Land wirkt immer noch nach und bereitet ihr vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse schlaflose Nächte. Gleichwohl sorgt sie sich um ihre Freunde in Israel, die ebenfalls in einem dramatischen Konflikt stecken. „Man darf sich gegen nichts und niemanden aufhetzen lassen, weil das nicht im eigenen Interesse ist. Krieg ist nicht in unserem Interesse.“
Rebecca Niazi-Shahabi erzählt vom Alltagsleben, von der Mode, von der Musik, und sie stellt uns Googoosh vor, eine lebende Legende, „ein Symbol für das, was Iran verloren hat“. Googoosh gehört zur Lebensgeschichte der Iraner wie eine gute Freundin, die man schon lange kennt, und verkörpert die Sehnsucht, dass „Iran unter einem Dach wieder Iran sein kann“.
GoStaaten sind nicht miteinander befreundet, sie haben unterschiedliche Interessen, die abgeglichen werden müssen. Dennoch gibt es auch zwischen einigen Staaten geradezu freundschaftliche Beziehungen, die auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dr. Christian Wipperfürth, der sich besonders auf das deutsch-russische Verhältnis spezialisiert hat, gibt einen Überblick über die Entwicklung der deutschen Diplomatie und bedauert, dass die ehemals guten Beziehungen „verspielt worden sind“. Entsprechendes gilt für die Beziehungen mit dem Iran. Wipperfürth beklagt nicht nur die aktuelle Misere und weist auf Defizite der deutschen Außenpolitik hin, er erinnert auch an gute Zeiten, an gute Einzelfälle und macht konkrete Vorschläge für „kleine Schritte“ in die richtige Richtung.
Wipperfürth spricht auch über die demografische Krise, gibt einen weit gefassten Überblick über die Entwicklungen und die Maßnahmen in Frankreich und Deutschland und belässt es auch hier nicht beim Beklagen der Zustände, sondern plädiert für mehr „Gelassenheit im Umgang mit Kindern“.
GoIhr Vater saß nach versuchter Republikflucht im Gefängnis. Weil sich die junge Andrea nicht von ihrem Vater distanzieren wollte, wurde sie in Mitleidenschaft gezogen. Sie durfte kein Abitur machen, als sie einen Ausreiseantrag stellte, beschied man ihr: „Sie kommen hier nie raus.“ Sie wurde Punk-Sängerin, weil es die angemessene Musik war, um das „sprengende Gefühl“ gegenüber den Einschränkungen des Sozialismus auszudrücken.
Als sie schließlich doch in den Westen kam, war sie enttäuscht, als sie den Ost-Punk mit dem kaputten West-Punk verglich. Sie wollte nicht in die „Selbstzerstörung gehen“, schrieb Bücher und kleine kritische Texte für alternative Medien. Sogleich machte sie wieder Bekanntschaft mit der Kontaktschuld: Veranstaltungen wurden abgesagt, sie wurde gemobbt und verraten. So wie die Stasi versucht hat, Familien zu trennen und Liebschaften zu untergraben, so wurden wir auch in Zeiten von Corona „mit Liebe erpresst“, wie Andrea Berwing sagt. „Der gesunde Mensch wurde zum Feind erklärt. Liebe wurde zum Feind erklärt.“ Inzwischen hat sie wieder „Freude am Leben“ gefunden, sie sieht es jedoch nicht als ihre Aufgabe an, den Verrätern zu verzeihen. Das tut sie nicht.
GoDamals waren sich die Organisatoren nicht einig, ob eine „Internationale Friedensfahrt“ von Warschau nach Prag führen sollte oder umgekehrt. 1948 gab es deshalb zwei Fahrten, eine von Warschau nach Prag, eine in die Gegenrichtung. Christian Reuther erzählt von der „Friedensfahrt Berlin“, die es seit 2022 gibt und sich als Fortsetzung dieser spektakulären Friedensfahrten sieht, die damals in der DDR jeder kannte. Auch 2022 mussten verschiedene Richtungen zusammengeführt werden: Die alten Friedensfahrer sehen sich in linker Tradition, die neuen Radler werden als „Neue Rechte“ beschimpft.
Die „Friedensfahrt Berlin“ entstand aus den Corona-Demonstrationen, mit denen die Linken zunächst fremdelten. Inzwischen finden sie zusammen, einerseits die „Friko“, also die alte Friedensbewegung, zu der auch die Kriegsdienstverweigerer zählen, andererseits die Aktivisten einer neuen Friedensbewegung, die neue Lieder hat und einen besonderen Charme: Sie sind „mobil und bürgernah“. Mit einer Hand winken sie freundlich und verbreiten gute Laune, sie sind gegen Waffenlieferungen, für Verhandlungen, ihre Parole lautet „Frieden nach innen und außen“. Also dann: Gute Fahrt! Und: Frohe Ostern!
GoSchreck der Erinnerung: Am 19. April 1943 begann der Aufstand im Warschauer Ghetto, der im Mai mit einer „Großaktion“ niedergeschlagen wurde, sodass der SS-Brigadeführer Jürgen Stroop melden konnte: „Der ehemalige Jüdische Wohnbezirk Warschaus besteht nicht mehr.“ 65.065 Juden wurden „erfasst“ und „nachweislich vernichtet“. Ein Rückblick auf zwei Reisen, die sich dem Geschehen annähern, auf zwei Ausflüge in die Vergangenheit mit viel Musik und mit persönlichen Erinnerungen.
Bernhard Lassahn erzählt die Geschichte einer Singschar, die in Polen auf Tour geht, um mit deutschem Liedgut und jugendlicher Fröhlichkeit die Verletzten in den Lazaretten aufzumuntern und vom Ghetto in Warschau zu berichten. Er stellt das Projekt „Benvenuti nel ghetto“ der Gruppe Stormy Six vor, die von Mailand aus auf den Aufstand blickt. Dabei erklärt er die Texte von Umberto Fiori, der italienische Poesie mit deutschen Fachausdrücken mischt, sodass wir Stichworte wie „Wehrmacht“, „jüdischer Wohnbezirk“, „Edelweiß“ und „Umschlagplatz“ heraushören, als könnten wir damit schon das ganze Elend erfassen.
GoVolker Mohr hat Architektur studiert und hat sich in Literatur verliebt. Er ist, wie Vera Lengsfeld meint, „einer der erstaunlichsten Gegenwartsautoren“ der Schweiz. Da ist es nicht weiter erstaunlich, dass man in seinem Buch „Der Verlust des Ortes“ Betrachtungen über die Verrohung der Baukunst findet, die – eingerahmt in literarische Ausschweifungen – eine Tendenz aufzeigen, bei der am Ende der Mensch nicht als Mensch, sondern als Maschine gesehen wird, und immer nur, wie man heute unbedacht sagt, „vor Ort“ ist, jedoch nicht im Ort.
Auch in seinem Buch „Unter Menschen“ zeigt sich Volker Mohr als Poet und Architekt zugleich: Er fügt poetische Betrachtungen zusammen, die insgesamt ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Allerdings sind stets im Hintergrund beunruhigende Untertöne vernehmbar, sodass in seinen Texten ein Gefühl von latenter Bedrohung vorherrscht. In einer Geschichte, bei der jemand durch eine leere Klinik irrt, wird der Skandal der Intensivbettenlüge „auf einer anderen Ebene verhandelt“. Volker Mohr berichtet davon nicht direkt, er geht bei seiner „poetischen Aufnahme“ sowieso nicht von journalistischen Meldungen aus, sondern vom Gefühl, von der Frage, wie Menschen in solchen Fällen reagieren.
Der irrende Mensch in seiner Erzählung klammert sich an Erklärungen, die es ihm ermöglichen, mit der Differenz zwischen seinem Erleben und seinem Vorwissen klarzukommen. Volker Mohr versucht, so ein Verhalten zu verstehen, und will die inneren Landschaften neu vermessen, weil unserer Gefühl, ein „Zuhause“ zu haben, in seinen Grundfesten erschüttert ist. Im Moment sieht Volker Mohr die Aussichten negativ, aber „auf längere Sicht“ sieht er mit Gewissheit eine Umkehr kommen.
GoMan kann sich leicht von der scheinbaren Beiläufigkeit täuschen lassen, wenn Magda von Garrel uns in ihrem Buch „Mensch als Beute“ einigen freundlichen Gesprächen – etwa über Katzenkrankheiten – lauschen lässt. Die Dialoge sind gut zu lesen und führen uns sanft wie auf Katzenpfötchen an das Thema heran: die Bedrohung durch „elitäre Transformationsprojekte“. Magda von Garrel warnt vor den Gefahren der Digitalisierung, die im Bereich der Bildung bereits schwere Schäden angerichtet hat, vor der zunehmenden Überwachung, die sich besonders drastisch an den Sanktionslisten der EU zeigt. Der Verlierer bei den gigantischen Geschäften und kriminellen Machenschaften, denen sie auf der Spur ist, ist der einzelne Mensch, der ausgebeutet, überwacht und klein gehalten wird.
Bei den Gesprächen über Corona, Gesundheit, Ernährung, Bildung, Mobilität, Diskriminierung, Überwachung, Manipulationen, Demokratieverluste und Zukunftsprojekte lauert immer bedrohlich ein Abgrund hinter der freundlichen Fassade, und es bleibt am Ende eine offene Frage. „Mensch als Beute“ ist ein Buch mit einer angenehmen, benutzerfreundlichen Oberfläche, wie man das von Smartphones kennt, aber mit ernsthafter Tiefe.
Beide hatten dreissig Jahre Erfahrungen auf der Bühne hinter sich, als Corona dem Treiben ein Ende setzte. Michael Sailer versuchte in einem „heimlichen Garten“ durchzuhalten. Da traf er auf Franz Esser. Aus der Begegnung wurde ein neuer Anfang mit gemeinsamen Projekten und neuen Formaten. Franz Esser, der Musiker, greift dabei auf ein Spektrum zurück, das von Degenhardt-Liedern und Schlagern bis hin zu Popsongs und Minihörspielen reicht. Michael Sailer, der „Büchernarr“, schreibt kritische Kommentare zu der „Chronik der laufenden Ereignisse“, die man wegen ihrer besonderen Beobachtungsgabe und Detailgenauigkeit mit den Aufzeichnungen von Victor Klemperer vergleichen kann. Beide sind nach der Corona-Krise wieder vor einem immer größer werdenden Publikum aktiv, lauter und lustiger denn je.
GoHubertus Becker, genannt Huby, ist eine „Verbrecherlegende“. Sein Ehrenkodex, niemanden zu verraten, hat ihm nicht nur in der Unterwelt Respekt eingebracht und wird in Videos von Gangster-Rappern gepriesen. Als Haschischschmuggler hat er auf internationaler Bühne ein Luxusleben geführt, das ihn mit prominenten Abnehmern seiner Schmugglerware zusammengebracht hat. 1972 wurde er zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, traf im Gefängnis auf Ludwig Lugmeier und startete ein neues Leben als Schriftsteller. Er gewann Preise, wurde von Martin Walser gefördert und ist inzwischen selbst ein aktiver Förderer der Gefängnisliteratur.
In seinem Sachbuch „Die Niederlage des Gefängnisses“, das an Michel Foucault angelehnt ist, rechnet er mit dem Justizwesen ab und weist sein Versagen nach. Seine erzählenden Texte sprühen vor Abenteuerlust, Reiselust und Freude am Drama, sie verraten dabei stets eine gewisse Leichtigkeit und einen unbeugsamen Überlebenswillen.
GoWas als vielversprechendes Zukunftsprojekt begann mit der Vorstellung von einem geeinten Europa in Frieden und Freiheit hat sich zu einer Bedrohung entwickelt. Gabriele Gysi findet deutliche Worte, sie spricht von „Betrug“, von einem neuen „Imperialismus“ und von „organisierter Verantwortungslosigkeit“, wie man sie aus der DDR kannte und wie sie heute durch das Wirken der NGOs in neuer Form auflebt. Sie beklagt eine kulturelle Nivellierung, spricht von Abscheulichkeiten wie dem Eurovision Song Contest und der Art, wie sich die Olympischen Spiele präsentieren. Sie warnt vor einer neuen Aufrüstung und zeigt sich fassungslos über die „Sanktionen“, die sich die EU anmaßt.
Gabriele Gysi hält es für notwendig, nationale Grenzen zu respektieren und damit auch eine nationale Identität. Sie sieht eine Perspektive in der Verbesserung der Beziehungen zu Russland und in einer Orientierung hin zu einer Neutralität.
GoHaben wir überhaupt noch eine Heimat? Oder nur noch eine Erinnerung daran? „Heimat“ ist das berühmte letzte Wort bei Ernst Bloch in dessen dreibändigem Werk „Das Prinzip Hoffnung“. Worauf hoffen wir? Darauf, dass wir unsere „Entäußerung“ und „Entfremdung“ ablegen können und „dann etwas entsteht, was allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat“. Was einem in die Kindheit scheint, soll hier in bei einem Rundgang durch ein imaginäres Heimatmuseum vorgeführt werden: Wir erinnern uns an Gartenzwerge, an die Dauerwurst und an den Ochsenschwanz, an die Mausefalle, den Flitzebogen und den Gilb.
Damals gab es noch ein verheißungsvolles Partyzimmer mit geheimnisvollen Gästen wie Freddy, Lex Barker und Rex Gildo. Es gab Gerätschaften wie den Zehnplattenwechsler und die Bartwickelmaschine. Und es gab Witze, die immer so anfingen: Ein Deutscher, ein Russe und ein Amerikaner … Die Witze waren die Gewürze der Kinderzeit. Am Anfang stand das Kinderlachen. Das hat uns die Erinnerung vergoldet.
Go
Ulli Kulke hat als erster deutscher Journalist die abgelegenen Pitcairninseln besucht, auf denen sich einst die Meuterer von der Bounty versteckt hatten. Er kennt nicht nur die berühmten Sehnsuchtsorte, sondern auch selten besuchte Adressen in der Südsee, er war auf den Gewürzinseln, auf kleinen Atollen und auf der legendären Insel Yap, wo die Geldmünzen so groß sind wie Mühlsteine. Als „Donald Duck“-Leser und studierter Volkswirt hat ihn natürlich das „große Geld“ besonders gereizt, aber noch stärker war der Lockruf der Südsee gewesen, der ihn schon als Kind verführt hatte. Von seinen Traumreisen hat er erstaunliche Geschichten mitgebracht, die in der Ferne „auf ihn gewartet hatten“.
Hier warteten dann Preise und Auszeichnungen auf ihn. Seine journalistische Laufbahn hat ihn von der Taz zu „Natur“, zu „Mare“ und zur „Achse des Guten“ geführt – eine Entwicklung, die man gut in dem Buch „Wenn das Denken die Richtung ändert. Warum wir nicht mehr links sind“ nachvollziehen kann. Ulli Kulke ist den Klimaschwindlern auf die Schliche gekommen und lässt die Lügen auffliegen, an denen viele, die sich zur Rettung des Klimas aufgerufen fühlen, immer noch hängen. Er wiederum hängt immer noch an seinem Jugendtraum und lässt einen deutlich spüren, dass er dem Zauber der Südsee immer noch erlegen ist: Aloha!
Go