Bernhard Lassahn im Gespräch mit Hubertus Becker
Tags Historische Bezüge, Widerstand & Protest, Musik, Gesellschaft, Kunst & Kultur, FilmHubertus Becker, genannt Huby, ist eine „Verbrecherlegende“. Sein Ehrenkodex, niemanden zu verraten, hat ihm nicht nur in der Unterwelt Respekt eingebracht und wird in Videos von Gangster-Rappern gepriesen. Als Haschischschmuggler hat er auf internationaler Bühne ein Luxusleben geführt, das ihn mit prominenten Abnehmern seiner Schmugglerware zusammengebracht hat. 1972 wurde er zu fünfzehn Jahren Haft verurteilt, traf im Gefängnis auf Ludwig Lugmeier und startete ein neues Leben als Schriftsteller. Er gewann Preise, wurde von Martin Walser gefördert und ist inzwischen selbst ein aktiver Förderer der Gefängnisliteratur.
In seinem Sachbuch „Die Niederlage des Gefängnisses“, das an Michel Foucault angelehnt ist, rechnet er mit dem Justizwesen ab und weist sein Versagen nach. Seine erzählenden Texte sprühen vor Abenteuerlust, Reiselust und Freude am Drama, sie verraten dabei stets eine gewisse Leichtigkeit und einen unbeugsamen Überlebenswillen.