Der Ekel ist ein selten genauer untersuchtes Gefühl, das in einer „Ästhetik des Hässlichen“ eine zentrale Rolle spielen sollte. Welches sind die Grundmerkmale einer Phänomenologie des Ekels? Welche Sinnesorgane stehen bei diesem Gefühl im Vordergrund? Unter den engsten Verwandten des Ekels ragt die Verachtung hervor. Worin zeigt sich diese Verwandtschaft? Was ist – in Abgrenzung zum physischen – „moralischer“ Ekel? Welche Bedeutung spielt der Ekel in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen, beim Abgestoßenwerden vom Habitus deutscher Funktionseliten?
GoDie Geschichte der Intellektuellen beginnt im 18. Jahrhundert. Seitdem haben sie sich, von Voltaire bis Habermas, in der Gesellschaft etabliert und sich auf den Wandel der Machtverhältnisse und der medialen Gegebenheiten jeweils neu eingestellt. Oft haben sie recht behalten, und nicht minder oft haben sie sich mit ihren Fehleinschätzungen fürchterlich blamiert. Seit der Jahrtausendwende sieht es so aus, als würden die Intellektuellen nicht mehr gebraucht. In der Politik ist ihr Rat nicht mehr gefragt, und im medialen Tohuwabohu dringt ihre Stimme nicht mehr durch.
GoDie Verabsolutierung der Freiheit in der westlichen Welt hat einen permanenten Prozess der Dekonstruktion von Bindungen und Grenzen mit sich gebracht. Überdehnung nach außen und Selbstauflösung nach innen sind die Folge. Der Westen muss die Werte und Strukturen rekonstruieren, die ihn einst stark gemacht haben. Europäische Union und Nato sollten daher zur Strategie einer „Selbstbehauptung durch Selbstbegrenzung“ übergehen. Die aktuelle Politik in Ungarn und den USA sowie die christliche Soziallehre werden auf ihre Beiträge zu einer solchen Rekonstruktion des Westens analysiert. Das Fazit lautet: Noch ist der Westen nicht verloren. (Wiederholung vom 6. April 2025)
GoIm Frühjahr machte Alice Weidel mit ihrer Behauptung Furore, Hitler sei ein Kommunist gewesen. Tatsächlich war die NS-Bewegung vor 1933 stark von sozialistischen Ideen geprägt, die bis zur Forderung nach Enteignung und Verstaatlichung der Groß- und Mittelbetriebe reichten. Dies stellte lange eine unüberwindliche Barriere für die Weimarer Banken- und Industriewelt dar, diese Partei zu unterstützen und ihr Gelder zukommen zu lassen. Der Beitrag untersucht in Form einer Analyse der Binnenentwicklung der NSDAP zwischen 1919 und 1933 die Frage, inwieweit der Aufstieg der Hitlerbewegung durch das deutsche „Big Business“ gefördert wurde, ob die Wirtschaftsmagnaten hinter den Kulissen die sogenannte Machtergreifung betrieben oder ob es sich bei der NSDAP um ein politisch wie finanziell weitgehend autonomes Phänomen handelte. Dr. Rainer F. Schmidt ist Professor emeritus für Neueste Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität Würzburg. (Wiederholung vom 2. März 2025)
GoDer Ukraine-Krieg hat als Katalysator für das Ende der unipolar-globalistischen weltpolitischen Epoche gewirkt. Was zeichnete diese Epoche aus? Welche ging ihr im 20. Jahrhundert voraus? Welche könnte ihr folgen? Die Machtstrukturen weltpolitischer Epochen fungieren als übergeordneter Rahmen für binnenstaatliche Entwicklungsprozesse und Entscheidungsoptionen. Welches waren die Rückwirkungen dieser Machtstrukturen auf Deutschland? Weltpolitische Umbrüche bereiten sich subkutan in Machtverlagerungen vor, die innerhalb einer Epoche gegen deren dominante Prinzipien stattfinden. Der Niedergangsprozess des „Westens“ und derjenige Deutschlands in den letzten zwei Jahrzehnten charakterisieren derartige Machtverlagerungen. Wie lassen sie sich genauer bestimmen? (Wiederholung vom 26. Januar 2025)
GoEine Gesellschaft ohne Zensur ist eine Illusion. Jede Gesellschaft definiert Grenzen des Sagbaren und des Verbotenen, und wenn es nicht der Staat tut, dann tun es andere wirkmächtige Akteure. Wo aber diese Grenzen verlaufen, ist eine Frage von kulturellen Machtkämpfen. Bestimmte Muster kehren immer wieder, aber neue Gesellschafts- und Medienverhältnisse führen auch zu neuen Konstellationen von Meinungsfreiheit und Zensur: Von den „Karlsbader Beschlüssen“ des Jahres 1819 zum „Digital Services Act“ der Gegenwart führt kein gerader Weg. (Wiederholung vom 19. Januar 2025)
GoDas Restaurant Goldene Sonne mit „unserem“ Koch Heiner Bohnet wurde letzte Woche vom Guide Michelin mit einem grünen Stern geehrt. Markus Vahlefeld spricht mit Heiner Bohnet über die Siegerehrung, die Konsequenzen, die Sterne für Restaurants haben, und über den Mehrwert, den Sterne bieten. Dann geht es um Trüffel aus Deutschland, der regelrecht im Kommen ist, und auch um das neue Lieblingsrezept des Moderators, das zwar nicht mit Trüffel daherkommt, dafür aber einen anderen Pilz in den Mittelpunkt rückt.
GoEs gilt als das beste Rindfleisch der Welt, auch wenn es sich zum sommerlichen Grillfest eher nicht eignet: Wagyu-Beef, aus Japan kommend, auch Kobe-Beef genannt. Mit dem Buchautor und Delikatessenhändler Ralf Bos spricht Markus Vahlefeld über die Geschichte der japanischen Rinderrasse, wie man deren Fleisch zubereitet und wie man höchste Qualität von „normaler“ Qualität zu unterscheiden vermag.
GoDie Zeiten, in denen wir über Generationen die Töpfe und Pfannen weitervererbten, sind vorbei. Heute kaufen wir uns ein Leben lang neues Kochgeschirr, manchmal laufen wir auch Hypes und Moden hinterher. Was aber ist nun die beste Pfanne und was der beste Topf, und halten sie ein Leben lang? Der Koch der Goldenen Sonne, Heiner Bohnet, beantwortet im Gespräch mit Markus Vahlefeld die wichtigsten Fragen. (Wiederholung vom 26. März 2025)
GoDie Aufweichung des deutschen Reinheitsgebots führte zu einem regelrechten Boom der Craftbeer-Szene, in der erlaubt ist, was gefällt. Von Lager über IPA bis Stout gab es fortan nichts mehr, was nicht auch aus deutschen Brauereien kommen durfte. Zwanzig Jahre später ist Ernüchterung eingetreten. Markus Vahlefeld spricht mit Helge Pahl, einem der Pioniere des deutschen Craftbeers, der in Wacken eine kleine Brauerei führt. (Wiederholung vom 12. Februar 2025)
GoEs ist das erste wirklich globale Kulturwerkzeug, das in allen menschlichen Kulturen zur Anwendung kommt. Sein Siegeszug begann bereits vor 2,5 Millionen Jahren, auch wenn es ein weiter Weg war bis zu den blitzenden Edelstahlmessern der heutigen Zeit. Das Messer war immer Werkzeug und Waffe zugleich, und vielleicht deswegen hat es erst sehr spät, im 18. Jahrhundert, überhaupt Eingang in die Esskultur als Teil des Essbestecks erhalten. Mit dem Koch Heiner Bohnet spricht Markus Vahlefeld über Edel-, Carbon- und Damaszener Stahl, die verschiedenen Messerformen, und welche Tipps ein Profikoch für den Amateur bereithält. (Wiederholung vom 12. März 2025)
GoMarkus Vahlefeld war für „Leib und Speise“ in Argentinien und Chile unterwegs, hat Restaurants und Weingüter besucht, mit Produzenten gesprochen und hat sich ein Bild über die gastronomische Szene der beiden Länder gemacht. In dieser Ausgabe versucht er, die Eigentümlichkeiten der Esskultur beider Länder zu erklären, und führt ein in die faszinierende Welt der ehemaligen spanischen Kolonien, deren kulinarische Kultur viel weniger von Europa als vielmehr von der faszinierenden Gebirgskette der Anden geprägt ist. Im zweiten Beitrag gibt es einige praktische Tipps zur Lebensführung und Kulinarik für den Fall, dass es zu einem Black- oder Brownout kommen sollte. (Wiederholung vom 22. Januar 2025)
GoEiner der momentanen urbanen Trends ist die Küche Koreas. Vor allem das „Korean Streetfood“ steht hoch im Kurs. Was es mit der Küche Koreas auf sich hat, erläutert Katharina Schmieder, Kennerin asiatischer Kulinarik. In dieser Ausgabe stellt sie die koreanische Tempelküche aus den Bergregionen Südkoreas vor, in der nächsten Ausgabe die koreanischen Nachtmärkte und die Straßenküche. Die Konditormeisterin Anna Plagens von der Berliner Patisserie Du Bonheur verrät ihr süßes Sommerlieblingsrezept 2025: die Himbeer-Mandel-Tarte. Das Rezept kann über den unten genannten Link abgerufen werden.
GoIn unserer Lesestunde liest der Wirtschaftsjurist und Autor Reinhard Voigt aus seinem historischen Roman „Leis der Wind im Abend weht“. Der siebenjährige Adrian steht 1961 kurz vor dem Ende seines ersten Schuljahres in einer sächsischen Kleinstadt. Hier erlebt er die beginnenden gesellschaftlichen Zwänge und die politische Bevormundung in der noch jungen DDR. „Leis der Wind im Abend weht“ ist 2022 im Verlag Concepcion Seidel erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Wirtschaftsjurist und Autor Reinhard Voigt einen weiteren Abschnitt aus seinem historischen Roman „Leis der Wind im Abend weht“. Der siebenjährige Adrian steht 1961 kurz vor dem Ende seines ersten Schuljahres in einer sächsischen Kleinstadt. Hier erlebt er die beginnenden gesellschaftlichen Zwänge und die politische Bevormundung in der noch jungen DDR. „Leis der Wind im Abend weht“ ist 2022 im Verlag Concepcion Seidel erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Schriftsteller, Märchenerzähler und Stummfilmvorführer Ludwig Lugmeier aus dem Band „So der Herr mit Zylinder – Abseitige Geschichten“. Vier skurrile Geschichten handeln von einem Mann, der sich allmählich in einen Hund verwandelt, einem Zug, der scheinbar ohne Grund mitten auf der Strecke stehen bleibt, dem Auftreten der Malakologie, die zum Weltuntergang führt, und einer Hypnose, in der ein Mann einem Löwen begegnet. „So der Herr mit Zylinder – Abseitige Geschichten“ ist 2022 im Verlag Expeditionen Hamburg erschienen. (Wiederholung vom 17. Oktober 2024)
In unserer Lesestunde liest der Schweizer Schriftsteller Oskar Freysinger aus seinem aktuellen Roman mit dem Titel „Svalbard“. Das Buch behandelt die wahre Geschichte eines taubstummen jungen Mannes, der erfährt, dass er allmählich erblinden wird. Da es für ihn undenkbar ist, in seinem gewohnten Alltag zu verweilen, entschließt er sich, sein Leben zu verändern. Er beginnt zu reisen, immer auf der Suche nach neuen Erlebnissen, die später zu Erinnerungen werden sollen. „Svalbard“ ist im September 2023 im Brinkhaus-Verlag erschienen. (Wiederholung vom 11. April 2024)
GoIn unserer Lesestunde liest der Drehbuchautor, Regisseur und Fotograf Alexander Schwarz einen Ausschnitt der Erzählung „Die Kleidermotte“ aus dem Band „Ein Glas Tränen: 14 Erzählungen aus Hellas“. Zwei Hippies machen sich in den Siebzigerjahren auf ihren Motorrädern auf den Weg nach Matala, einem magischen Ort auf der griechischen Insel Kreta. Doch ihre Träume von Sommer, Sonne und freier Liebe werden durch ein Unwetter auf dem Weg nach Athen und eine gewalttätige Auseinandersetzung auf der Überfahrt nach Kreta durcheinandergebracht. „Ein Glas Tränen: 14 Erzählungen aus Hellas“ ist 2019 im Verlag Dr. Thomas Balistier erschienen. (Wiederholung vom 3. Oktober 2024)
GoIn unserer Lesestunde liest der Schriftsteller, Wissenschaftler und Publizist Harald Walach aus seinem aktuellen Roman „Verschachtelte Wahrheit“. Die Handlung spielt in einer fernen Zukunft in Deutschland. Die Menschen werden überwacht und mittels eines Social-Credit-Systems kontrolliert. Die 31-jährige Alyssa von Guggnbroich trifft ihre Freundin Barbara in einem Lokal, um ihr unter vier Augen von ihren Erlebnissen in der freien Alpenrepublik zu berichten. „Verschachtelte Wahrheit“ ist im Dezember 2024 bei Etica Media erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Schriftsteller, Wissenschaftler und Publizist Harald Walach einen weiteren Ausschnitt aus seinem aktuellen Roman „Verschachtelte Wahrheit“. Alyssa berichtet ihrer Freundin Barbara und deren Mann Werner von der Gründung der Freien Alpenrepublik und davon, wie sie ihren Großvater Wendelin bis zu dessen Tod begleitet. „Verschachtelte Wahrheit“ ist im Dezember 2024 bei Etica Media erschienen.
GoEin junger Komponist mit gebrochenem Herzen erkennt, dass in Wien – einer Stadt voller Musik – etwas fehlt: ein selbstorganisiertes Orchester aus Berufsmusikern. In dieser Musikstunde begeben wir uns – auch musikalisch – ad fontes.
GoAlfred Brendel ist tot. Mit ihm verliert die Musikwelt nicht nur einen der bedeutendsten Pianisten, sondern auch einen Künstler mit vielfältigen Talenten. In dieser Musikstunde begeben wir uns auf die Spuren seiner außergewöhnlichen, unkonventionellen Laufbahn.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Vortrag des Journalisten und Bloggers Bastian Barucker zum Thema „Was steht in den RKI-Protokollen?“. Aufgenommen wurde der Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Personen und Perspektiven“ am 16. Mai 2025 in Oranienburg bei Berlin. Barucker berichtete ausführlich über die Rolle des RKI in der Corona-Politik sowie über deren politisch gelenkte Maßnahmen.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Vortrag von Ullrich Mies unter dem Titel „Der Staat delegitimiert sich selbst!“. Der Sozial- und Politikwissenschaftler beleuchtet die Rolle von international vernetzten Organisationen beim Abbau demokratischer Prinzipien, Freiheit und Frieden in westlichen Gesellschaften. Im Anschluss beantwortet er Fragen aus dem Publikum. Der Vortrag fand am 27. April in Falkensee bei Berlin statt. Veranstalter war die Initiative Menschheitsfamilie.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ steht die Marimba im Mittelpunkt – ein Schlaginstrument mit Ursprung in Afrika und Mittelamerika, das einen erdigen, warmen Klang erzeugt. Thomas Hoffmann nimmt Sie mit auf eine musikalische Reise durch das 20. und 21. Jahrhundert – rhythmisch und melodisch, von moderner Klassik über Jazz bis in zeitgenössische Weltmusik.
GoGlas kann klirren, und es kann klingen. In dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ stellt Thomas Hoffmann außergewöhnliche Glasinstrumente in den Mittelpunkt. Schon Mozart hat für die 1761 von Benjamin Franklin entwickelte Glasharmonika komponiert, und seither bereichern diverse Glasinstrumente Werke unterschiedlicher Genres mit ihrem schimmernden Klang.
GoZigeunerromantik auf der Opernbühne: In dieser Sendung gehen wir der Frage nach, warum die Faszination für das Bild der freien Zigeunerin in „Carmen“ kein Tabu sein sollte. Wir beleuchten, wie Georges Bizet diese Figur musikalisch inszeniert hat und welche Rolle sie für die Opernwelt spielt. (Wiederholung vom 5. November 2024)
GoIn einer Zeit, in der die Welt sich wandelt und alte Ordnungen fallen, entsteht eine Symphonie, die alles verändert: Beethovens dritte. Ein kühnes Experiment, ein musikalischer Aufbruch, eine Reise an die Grenzen des Bekannten. Was hat Ludwig van Beethoven bewegt – und was hatte Napoleon damit zu tun? (Wiederholung vom 21. Januar 2025)
GoEin Ensemble aus sechzehn Blechbläsern und vier Schlagzeugern – vereint durch die Sehnsucht nach dem Neuen. Werke von Verdi, Puccini, Rossini und Respighi erklingen in Arrangements, die klangliche Grenzen verschieben. Entstanden ist eine Hommage an die Tiefe, Kraft und Geschichte der Bläsermusik – und an das, was entsteht, wenn sich Künstler zusammentun, ohne an Honorar oder Konventionen zu denken. (Wiederholung vom 8. April 2025)
GoWarum wurde die vierte Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy erst nach seinem Tod veröffentlicht? Welche Rolle spielte die Politik in der musikwissenschaftlichen Einschätzung seines Werks, und welche Auswirkungen hatte sie auf die Wertschätzung des Komponisten? Diese und andere Themen beleuchten wir im Rahmen einer herausragenden Interpretation seines Werkes. (Wiederholung vom 11. Februar 2025)
Go200 Jahre nach seinem Tod tritt Salieri aus dem Schatten seines großen Zeitgenossen Wolfgang Amadeus Mozart – eine musikalische Spurensuche zwischen Mythos, Meisterschaft und moderner Wiederentdeckung. (Wiederholung vom 6. Mai 2025)
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir eine leicht gekürzte Lesung des Autors Michael Klonovsky mit dem Titel „Alles für Buntland“. Aufgenommen wurde sie am 4. Juni 2025 in der Berliner Bibliothek des Konservatismus. Klonovsky las aus der zuletzt erschienenen Ausgabe seiner gleichbetitelten „Acta diurna“.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir fünf Redebeiträge eines Pressesymposiums des außerparlamentarischen Corona-Ausschusses Österreich. Initiiert und durchgeführt wurde das Symposium von der österreichischen Partei Menschen, Freiheit, Grundrechte (MFG). Die fünf Referenten sprachen über verschiedene Teilbereiche des Themenkomplexes Corona und forderten eine einheitliche und umfassende Aufarbeitung. Aufgenommen wurde das Symposium am 8. Juli 2025 im Pressezentrum Linz. Es moderierte der MFG-Parteiobmann Joachim Aigner.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ hören Sie einen Vortrag des Germanisten Prof. Peter J. Brenner unter dem Titel: „Die Amtssprache ist Deutsch. Über den Sprachgebrauch im Behördenalltag.“ Aufgenommen wurde der Vortrag am 14. Mai bei der Belegschafts- und Personalversammlung des Landratsamtes Nordhausen in Thüringen in der Aula des Herder-Gymnasiums. Eingeladen zu dem Vortrag hatte der Personalrat des Landratsamtes. Der Vortrag thematisiert die normativen Voraussetzungen und die aktuellen Praxisprobleme in der Behördenkommunikation: Verständlichkeit und Rechtssicherheit, zunehmende Sprachenvielfalt in der Bevölkerung, Gendersprache und Political Correctness.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag des Theologen Dr. Wolfgang Nestvogel zur Frage: Wie zivil ist die Zivilreligion? Nestvogel referierte über die Wirkung der postmodernen Zivilreligion auf Staat, Kirche und Individuum. Aufgenommen wurde der Vortrag am 7. Juni 2025 in Hannover bei „Einspruch“ – einer Veranstaltung der Studiengemeinschaft Wort und Wissen.
GoDer Dudelsack ist eines der ältesten Blasinstrumente Europas. Unweigerlich denkt man dabei an schottische Militärparaden, aber von der galicischen Gaita bis zur französischen Musette ist dieses Instrument in vielen Musikstilen und Kulturen verbreitet und kann viel mehr, als laut zu tönen.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ dreht sich alles um die faszinierende Welt der Perkussion. Wir erkunden Klangwelten, in denen Schlaginstrumente die Hauptrolle spielen – von den rituellen Trommeln Westafrikas bis zu den filigranen Klängen der japanischen Taiko oder der indischen Tabla.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ geht es um eine spezielle Gitarrenspieltechnik: den Fingerstyle. Die Kunst, mit bloßen Fingern komplexe Klangwelten auf der akustischen Gitarre zu erschaffen. Wir hören Pioniere wie Merle Travis und Elizabeth Cotten und moderne Fingerstyle-Virtuosen wie Tommy Emmanuel und Mike Dawes, die in unterschiedlichen Genres mit ihrer Fingerfertigkeit begeistern.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ steht die Drehleier im Zentrum. Das kurbelbetriebene, auch als Radleier bekannte, mechanisierte Streichinstrument aus der Klasse der Lauteninstrumente, verbreitete sich seit dem Mittelalter. Mit ihrem charakteristischen Bordunklang hat sie in verschiedensten Musikrichtungen ihren Platz gefunden: von mittelalterlicher Tanzmusik über Folk bis hin zu Weltmusik und experimentellen Klängen.
GoDas Saxofon wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Adolphe Sax erfunden und entwickelte sich schnell zu einem der faszinierendsten und vielseitigsten Holzblasinstrumente. Thomas Hoffmann präsentiert in „Musik im Fokus“ eine Auswahl berühmter Werke und herausragender Künstler, die das Saxofon zu einem der Soloinstrumente in Jazz, Pop und Klassik gemacht haben. (Wiederholung vom 11. Februar 2025)
GoVon den tiefen, wummernden Klängen des Kontrabasses bis zu den funkigen Grooves des E-Basses – ohne ihn fehlt das Fundament. In dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ widmet sich Thomas Hoffmann dem Instrument, das die Basis jedes guten Songs bildet. Ob in Jazz, Rock, Funk oder Klassik – der Bass sorgt für Rhythmus, Wärme und Tiefe. (Wiederholung vom 14. Januar 2025)
GoSaiteninstrumente gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Klangfarben und Kulturen. Viele erfindungsreiche Geister aus Instrumentenbau und Tontechnik waren daran beteiligt, bis schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts Tonabnehmer entwickelt wurden, mit denen sich die Schwingung der Saiten magnetisch übertragen und elektronisch verstärken ließ. Thomas Hoffmann nimmt die E-Gitarre in den Fokus und überfliegt dabei ein ganzes Jahrhundert mit einem Instrument, das an Stil- und Klangvielfalt kaum zu überbieten ist. (Wiederholung vom 19. November 2024)
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ widmet sich Thomas Hoffmann einem noch jungen, faszinierenden Instrument: dem Hang. Es wurde erst im Jahr 2000 in der Schweiz entwickelt und hat mit seinem warmen, sphärischen Klang, der wie eine Mischung aus Steeldrum, Glocken und Berimbau wirkt, schnell internationale Beachtung gefunden.
GoVon allen Seiten ist zu hören, dass Deutschland vor achtzig Jahren befreit wurde. Von wem? Die Siegermächte verhängten eine Militärdiktatur, die der Säuberung galt, der Bestrafung der Nazis und der Umerziehung. Dies wurde jäh abgebrochen, indem sich beide Besatzungszonen als Partner feindseligen Militärlagern anschlossen. Mit der Erklärung und Selbstreinigung von zwölf Jahren Nationalsozialismus war Deutschland alleingelassen. Alle zwanzig Jahre produzierte es eine andere Antwort auf die noch immer akute Frage: Was ist ein Nazi? Die Geschichte dieser Suche erzählt Jörg Friedrich. (Wiederholung vom 11. Mai 2025)
GoIm nationalen Selbstbild der Deutschen spielten ab der frühen Neuzeit bis zum Jahre 1945 zwei Mythen eine zentrale Rolle: der Mythos von der „Hermannsschlacht“ und derjenige von den germanischen Vorfahren. Beide gehen zurück auf Schriften des römischen Historikers Tacitus, die erst knapp 1500 Jahre nach ihrer Abfassung wiederentdeckt wurden. Wieso konnten diese Schriften für die nationale Selbstfindung der Deutschen so zentral werden? In welchen historischen Etappen entfaltete sich diese Selbstfindungsgeschichte?
Nach 1945 wurden diese nationalen Mythen aus dem kollektiven Gedächtnis der Deutschen weitgehend verdrängt, aber damit ist keineswegs die Bedeutung der römisch-germanischen Geschichte mit Tacitus als einem ihrer antiken Hauptinterpreten für das Gegenwartsverständnis erloschen. In der großen Gesellschaftskrise unserer Zeit wird nun Tacitus’ Dekadenzkritik an der römischen Gesellschaft seiner Zeit wieder aktuell. Diese Kritik wirkt zunehmend wie ein ferner Spiegel, der uns unser mögliches eigenes Schicksal drastisch vor Augen zu halten vermag.
GoMit dem Lügenvorwurf gegen Politiker ist man heute schnell zur Hand, und meistens auch zu Recht. Aber politisches Handeln unterliegt anderen Grundsätzen als der private Umgang; und generell waren Philosophen wie Theologen seit der Antike erstaunlich milde in ihrer Bewertung der öffentlichen Lüge. Viel problematischer als die individuelle Lüge des Politikers sind jene sich auf Fakten, auf Statistiken, auf Modellierungen berufenden Wahrheitssimulationen, welche die klassischen Ideologen als Legitimationsgrund von Herrschaft abgelöst haben.
GoIn seinem Vortrag behandelt der Physikprofessor Gerd Ganteför physikalische Prozesse in der Natur, genauer in den Ozeanen und in der Pflanzenwelt. Diese bewirken, dass auf natürlichem Wege mehr als die Hälfte des emittierten CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen und gebunden wird. Die wissenschaftlich fundierte, als Senkenmodell bezeichnete Theorie entzieht die Begründung für radikale Klimamaßnahmen, wie sie die Kämpfer für die vollständige Eliminierung von sogenannten Treibhausgasen fordern. Es zeigt sich, dass diese Maßnahmen falsch sind und nur unseren Wohlstand vernichten und die Gesellschaft destabilisieren würden.
GoNicht Ausbeutung und Unterdrückung, wie von Kritikern behauptet wird, stehen am Anfang der großartigen europäischen kulturellen und wirtschaftlichen Errungenschaften. Diese sind vielmehr möglich geworden, weil zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Idee der Freiheit als Selbstbestimmung an die Stelle eines geschlossenen Weltbildes getreten war. Freie Wissenschaft und eine Rechtsordnung, die allen Menschen das Recht zur Abwehr unerwünschter Eingriffe in ihr selbstbestimmtes Leben garantiert, waren die wichtigsten Bedingungen dafür.
Diese sind die Grundlagen unserer Zivilisation und ihrer weltweiten Ausstrahlung, und doch sind heute beide Errungenschaften in allergrößter Gefahr. Das natürliche Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Leben wird erneut der Verwirklichung eines kollektiven Gutes durch politische Herrschaft untergeordnet, einem imaginären kollektiven Gut, das als Gefahr für das Überleben der Menschheit inszeniert wird.
GoMit dem freien Bauern Thomas Frenk spricht Markus Vahlefeld über den abgelaufenen Sommer, die Ernte und das Glück und das Pech, was den vielen Regen angeht. Katharina Schmieder stellt uns die asiatischen Nachtmärkte vor und erklärt, warum nicht nur manche Völker keine Angst vor der Nacht haben, sondern auch, warum Streetfood, das in unseren Breiten gerne mit Döner und Currywurst verwechselt wird, als angesehene Kulturleistung sozial und kulinarisch eine immense Bedeutung genießt.
GoMit der Picknick-Fachfrau Silke Schröder spricht Markus Vahlefeld über die Kultur des In-der-freien-Natur-Essens, worauf man achten sollte, damit das Picknick zu einem entspannten Genuss wird, und Silke Schröder hat auch ein paar Ideen und Rezepte für gutes Gelingen mitgebracht. Katharina Schmieder nimmt sich dann des Kaugummis an. Seine Kulturgeschichte ist viel älter, als es das durch die Amerikaner internationalisierte Wrigley’s Spearmint vermuten lässt.
GoEr ist so gewöhnlich und allseits bekannt, dass der Apfel keine Gourmets mehr hinterm Ofen hervorlockt. Wenn da nicht kleine regionale Restaurants wären, die auch die regionalen Sorten in hocharomatische Beilagen oder Desserts verwandeln würden. Der Koch Heiner Bohnet schildert, worauf er bei Äpfeln achtet. Silke Schröder läutet dann die lauen Spätsommerabende mit den passenden Aperitifs und Cocktails ein, aber nicht mit denen, die wir alle kennen, sondern mit ihren ganz eigenen Tipps.
GoSeit 2005 geistern die „Blue Zones“ durch die halbwissenschaftliche Kulinarik, da in diesen Zonen der Welt die Menschen länger leben sollen. Ergo muss auch das Essen dort gesünder sein als in den anderen Teilen der Welt. Der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop vertritt da eine ganz andere Meinung. Und Katharina Schmieder hat die Geschichte der Gummibärchen unter die Lupe genommen. Sie sind weltberühmt und so deutsch wie Bier und Brezeln.
GoIn unserer Lesestunde liest der Schriftsteller Alexander Neumeyer aus seinem Roman „Der Friedhofsgärtner“. Der Protagonist der Geschichte ist arbeitslos und lebt allein. Auf dem Friedhof trifft er einen alten Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Gräber von Verstorbenen zu pflegen, um die sich niemand kümmert. Von ihm erfährt er einiges über die Lebensgeschichten der Toten. „Der Friedhofsgärtner“ ist 2020 im Verlag Hohenberg erschienen. Alexander Neumeyer ist Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Starnberg-Landsberg.
GoIn unserer Lesestunde liest der Publizist und Ökonom Olivier Kessler aus seinem neuen dystopischen Zukunftsroman „Befreiungsschlag: Hoffnungsschimmer für eine verloren geglaubte Welt“. Die Welt im Jahr 2048 ist ein präzise orchestrierter Albtraum. Die Uno-Weltregierung hat die Menschheit mit einem Sozialkreditsystem und einer digitalen Weltwährung in Fesseln gelegt. Kameras beobachten, Algorithmen urteilen, Maschinen vollstrecken. Wer nicht spurt, wird aussortiert. Mike versucht als Zwei-Sterne-Bürger in einem der überwachten Distrikte Zürichs über die Runden zu kommen. Doch dann verliebt er sich unsterblich in Maria. Ihr höheres Rating macht jede Annäherung illegal. Beim Austricksen der KI sind daher Mut, Kreativität und ein Funken Wahnsinn gefragt.
Inmitten einer dystopischen Knechtschaft wächst eine Liebe, welche die Welt verändert. Durch Maria gelangt Mike in Kontakt mit längst verschütteten Ideen – und einem geheimen Plan zur Rebellion gegen die dunkle Macht. Plötzlich ist da Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. „Befreiungsschlag“ ist im Juni 2025 im Orgshop-Verlag erschienen.
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In unserer Lesestunde liest der Autor Michael Siebrandt aus seinem Roman „Ludwig – Der ewige Kampf“. In der mythischen Halle der Ewigkeit wetten Luzifer und Gott darum, ob Ludwig Burger, ein bodenständiger Mann aus Württemberg, den Versuchungen der Macht widerstehen kann. Der aus Ostdeutschland stammende Karl Weitling soll dessen Gegenspieler bei dieser Prüfung werden. „Ludwig – Der ewige Kampf“ ist 2023 im Verlagshaus Siebrandt erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor Michael Siebrandt einen weiteren Abschnitt aus seinem Roman unter dem Titel „Ludwig – Der ewige Kampf“. Als Achtzehnjähriger lernt Ludwig Burger im Rahmen einer Studienreise nach Ostberlin den real existierenden Sozialismus kennen. Karl Weitling indes beschließt an seinem sechzehnten Geburtstag einen Pakt mit Luzifer. „Ludwig – Der ewige Kampf“ ist 2023 im Verlagshaus Siebrandt erschienen.
GoTrolle, Tänze und tiefe Sehnsucht – Edvard Griegs Musik zu „Peer Gynt“ ist weit mehr als nur „Morgenstimmung“. Wie kam es, dass ein Norweger mit Bauchschmerzen ein musikalisches Welttheater schuf? Eine Klangreise zwischen Fjord und Fantasie – mit überraschenden Wendungen.
GoDas Wandern war in Zeiten ohne Tonträger und Youtube nicht nur eine Lust, sondern die einzige Möglichkeit zur Weiterbildung. Johann Sebastian Bach scheute bekanntlich dafür weder lange Fußmärsche noch Konflikte mit der Obrigkeit. Anhand seiner Werke reisen wir in dieser Ausgabe mit ihm.
GoWie verhält sich der einzelne Mensch in einem System, das Gehorsam verlangt? Kann es Moral ohne Freiheit überhaupt geben? Diese Musikstunde geht diesen Fragen nach – anhand der literarischen Figur des Fabian von Erich Kästner und des Komponisten Richard Strauss.
GoEin Musical, das keine Oper sein wollte – und doch die Grenzen des Genres sprengte. Leonard Bernstein, ein Komponist, zerrissen von den Anforderungen der Gesellschaft, und ein leidenschaftliches Team, das einen Evergreen schuf.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Vortrag von Roland Wiesendanger unter dem Titel „Corona-Ursprung, Ethik, Moral und Verantwortungslosigkeit“. Der Physikprofessor legt dar, warum das Corona-Virus Sars-CoV-2 ein Produkt der Gain-of-function-Forschung sein muss. Hierbei hinterfragt er das berufliche Ethos der beteiligten Wissenschaftler. Der Vortrag fand am 18. Juni in der evangelischen Kirche in Malchow in Mecklenburg-Vorpommern statt. Veranstalter war Pfarrer Thomas Dietz. Veröffentlicht wurde der Vortrag von Bastian Barucker.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen einen Vortrag von Dr. Matthias Klaus unter dem Titel „Was bedeutet Geschlechtsidentitätsstörung? Ursachen, Therapien und Folgen der Transbehandlung“. Der Facharzt für Neurologie im Allgemeinen Krankenhaus Celle beschreibt die von Natur aus gegebenen Unterschiede in Genetik und Gehirnstruktur zwischen Männern und Frauen. Vor diesem Hintergrund kritisiert er die medizinische Transition als einen riskanten und fehlgeleiteten Eingriff. Der Vortrag fand am 7. Juni in Hannover statt. Veranstalter war die Organisation „Christen im Dienst an Kranken“ und die Studiengemeinschaft Wort und Wissen.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen gekürzten Vortrag von Markus Fiedler unter dem Titel „Indoktrination in der Schulliteratur“. Anhand der Themen Impfungen, Covid-19 und Klimawandel beschreibt der Dokumentarfilmer und Biologielehrer, wie Schüler durch Schulbücher politisch manipuliert werden. Der Vortrag fand am 25. Juli auf dem Festival Pax Terra Musica in Friesack in Brandenburg statt.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Stefan Kooths zu den Grundlagen der Volkswirtschaftslehre. Aufgenommen wurde der Vortrag am 5. August 2025 im Kloster Lehnin in Brandenburg während der Akademie der Freiheit – einem liberalen Bildungsangebot der Hayek-Gesellschaft für junge Menschen. Kooths erklärte darin einige grundlegende Techniken, mit denen man Wirtschaftsprozesse betrachten und einordnen kann.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir zwei leicht gekürzte Vorträge von der Gottfried-von-Haberler-Konferenz, die unter dem Titel „Sozialismus in neuem Gewand“ am 23. Mai in Vaduz in Liechtenstein stattfand. Veranstalter war die Organisation „European Center of Austrian Economics Foundation“. Der österreichische Historiker und Journalist Karl-Peter Schwarz beschäftigt sich mit der geschichtlichen Entwicklung des Sozialismus und dessen Strömungen. Zunächst jedoch erörtert der Ökonom Prof. Philipp Bagus in seinem Vortrag unter dem Titel „Staatskultur: Totalitarismus auf Samtpfoten“, wie der Staat zunehmend die Meinungsvielfalt unterdrückt und eine Kultur der Intoleranz formt.
GoIn Abänderung unseres Programms bringen wir ein Tondokument, das die Arbeitsweise des Ersten Deutschen Fernsehens verdeutlicht. Das am Sonntag, dem 20. Juli, gesendete Sommerinterview mit Alice Weidel wurde von organisierten Störern bis zur Unverständlichkeit übertönt. Obwohl es sich nicht um eine Livesendung, sondern um eine Aufzeichnung handelte, wurde das Gespräch nicht in ein Studio verlegt. Verzichtet wurde auch auf eine akustische Nachbehandlung, mit der man die Sprache vom Hintergrundgeräusch trennen kann, so wie es der Kontrafunk hier vorführt. So kam es zu einem Tiefpunkt der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgeschichte in Deutschland, indem die ARD während eines Interviews mit der Vorsitzenden der größten Oppositionspartei minutenlang die Formulierung „Scheiß AfD“ in gesungener Form einspielen ließ. Dieses historische Medienereignis wollen wir unseren Hörern nicht vorenthalten.
GoIm gesamten Westen, insbesondere aber in Deutschland und Europa tobt ein geistiger Bürgerkrieg, ein Kulturkampf. Auf der symbolischen Ebene prallt dabei der natürliche Regenbogen als Sinnbild für das Wahre, Schöne und Gute auf die Familie der Regenbogen- und Pride-Flaggen als ideologische Erkennungszeichen. An ihrer Symbolik entzünden sich die Gemüter. Sie ist damit ein im wahren Sinne des Wortes epochales Zeichen für die frühen 2020er-Jahre. Doch wie konnte es so weit kommen? Wie konnte aus einem jahrtausendealten Symbol für Hoffnung und himmlischen Frieden ein Emblem des Untergangs werden? Diesen Fragen geht der Vortrag „Banner des Nihilismus – die Regenbogenfahne im Wandel der Zeit“ nach.
GoPolitik und Humor stehen in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander. In jüngerer Zeit sind die Grenzen fließend geworden: Politiker sollen humorvoll sein, und Fernsehclowns wollen Politik machen. Das Verlachen, der Witz, die Satire, das Kabarett, die Komödie wurden seit je zur Kritik an politischen und gesellschaftlichen Zuständen genutzt, auch in den Diktaturen des Dritten Reichs und der DDR. Aber durchschlagend war ihre Wirkung nie. Überhaupt ist das Lachen der Politik nie wirklich heimisch geworden. Es hat seinen eigentlichen Ort in der Gesellschaft, in der Lachkultur der Unterschicht und im Humor der Literaten.
GoDer Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz liest aus seinem Buch „Christentum ohne Christenheit“, das Anfang dieses Jahres im Verlag Matthes & Seitz erschienen ist. Der Autor stellt die Einleitung und den größten Teil des ersten Kapitels vor. Seine These lautet: Ohne Jesus zu kennen oder sich für sein Leben zu interessieren, hat Paulus das Christentum erfunden. Das ist ihm mit dem größten rhetorischen Coup der Weltgeschichte gelungen: das Wort vom Kreuz. Es vollzieht eine radikale Umwertung der antiken Werte und ist damit für die gesamte westliche Kultur prägend geworden.
GoNach der deutsch-österreichischen Kapitulation im November 1918 fand die Metapher des Dolchstoßes rasch Verbreitung. Schuld an der Niederlage, so der Schluss aus der Auffassung eines bis zum Kriegsende unbesiegten Heeres, sei die Heimat gewesen, die den kurz bevorstehenden Sieg verhindert und in eine schmähliche Niederlage verwandelt habe. Der Vortrag geht den unterschiedlichen Varianten der Niederlagenverarbeitung des Krieges nach: von der Trostformel des „im Felde unbesiegt“ über den Dolchstoß im engeren Sinne bis zu der mehr auf ein naturwissenschaftlich-biologisches Weltbild bezogenen Metapher der Vergiftung der deutschen Nation.
Letztere Erklärung für die Niederlage im Herbst 1918 wird dann für die nationalsozialistische Rassenpolitik und die propagierte Verschmelzung von Heer und Heimat nach 1933 entscheidend sein.
GoTrends sind ein entscheidender Baustein bei der Veränderung in der gastronomischen Landschaft. Vor allem in Großstädten werden die Trends gesetzt und ausprobiert. Vieles ist „Trial and error“, und nur wenig kommt, um auch lange zu bleiben. Im Moment sind Angebote vor allem aus Japan und Korea angesagt. Aber wie entstehen Trends, und welche Voraussetzungen braucht es, damit Trends auch angenommen werden? Mit Katharina Schmieder spricht Markus Vahlefeld über den emotionalen Resonanzboden, um den Japan-Korea-Trend verstehen zu können. Und wir lösen das Rätsel, welches denn nun der beste Verschluss für Weinflaschen ist: Kork oder Schrauber?
GoDas Wissen um den Trüffel in Deutschland ist mit dem Zweiten Weltkrieg endgültig verschwunden, auch weil die Nationalsozialisten den deutschen Trüffel verboten haben. Später wurde er unter Naturschutz gestellt, sodass Zucht, Anbau und Ernte des Trüffels in Deutschland nur noch ein Schattendasein fristen. Wie der Trüffel nach Deutschland kam, und dass man noch heute reiche Trüffelernten einfahren kann, darüber spricht Markus Vahlefeld mit der Trüffelzüchterin Judith Friedrich.
GoMit Silke Schröder bespricht Markus Vahlefeld die kulinarischen Highlights der Sommerreisen 2025, und dabei steht die Zucchini im Mittelpunkt. Aus verschiedenen Ländern und Regionen hat Silke Schröder einfache Rezepte zum Nachkochen mitgebracht. Und Herbst und Winter können auch kommen, denn Katharina Schmieder schildert ihre Erfahrungen mit Ramen, der japanischen Nudelsuppe.
GoMit Silke Schröder bespricht Markus Vahlefeld, welche kulinarischen Forschungen er über den Sommer betrieben hat. Außerdem behandeln die beiden ganz konkrete Tipps für Kochinspirationen. Buchtitel, Homepages und Kochkanäle, welche sind nützlich und versprühen Charme und Kenntnis?
GoIn unserer Lesestunde liest der Arzt und Schriftsteller Günter Kampf aus seinem Roman unter dem Titel „Der Camino der Hoffnung“. Johannes, ein 39-jähriger evangelischer Pastor aus einem kleinen Ort in der Nähe von Kiel, pilgert auf dem Camino San Salvador in Spanien, um in der Stille zu sich selbst zu finden. Er begegnet Clara und Felix – zwei Menschen mit sichtbarer innerer Not. „Der Camino der Hoffnung“ ist im März 2025 bei Books on Demand erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Arzt und Schriftsteller Günter Kampf aus seinem Roman unter dem Titel „Der Camino der Hoffnung“. Johannes, Felix und Clara begegnen sich auf dem Pilgerweg immer wieder. Während Felix und Clara mit körperlichen Schwächen ringen, leidet Johannes unter der Last, als Pastor in der Pandemie seinem seelsorgerischen Auftrag nicht gerecht geworden zu sein. „Der Camino der Hoffnung“ ist im März 2025 bei Books on Demand erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest die Autorin Katharina Kramer aus ihrem historischen Roman „Die Sprache des Lichts“. Jacob Greve arbeitet im Jahr 1582 als Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch an einer Schule für begabte Knaben in Naumburg in Sachsen. Aus unerklärlichen Gründen wird sein Gehör immer empfindlicher. Da seine Reaktionen auf laute Geräusche auffallen, ist Jacobs Stellung an der Schule gefährdet. „Die Sprache des Lichts“ ist 2021 im Verlag Droemer erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest die Autorin Katharina Kramer einen weiteren Abschnitt aus ihrem historischen Roman „Die Sprache des Lichts“. Jacob Greve hat seine Anstellung als Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch verloren. Er begegnet dem zwielichtigen Engländer Edward Kelley, der ihm vorschlägt, für den englischen Hofastronomen John Dee zu arbeiten. „Die Sprache des Lichts“ ist 2021 im Verlag Droemer erschienen.
GoGustav Mahler verhalf ihm zum Ruhm – stellte ihn aber zugleich in den Schatten und nahm ihm obendrein seine geliebte Alma. Auch sein Schüler Arnold Schönberg ist der Nachwelt weit bekannter. Auf den Spuren eines zu Unrecht Vergessenen: Alexander von Zemlinsky und sein verstecktes Juwel.
GoEin junger Komponist aus einfachen Verhältnissen steigt in der Wiener Gesellschaft auf – und wagt es, die Oper für immer zu verändern. Wie unschwer zu hören, begegnen wir dem musikalischen Vater Mozarts: Christoph Willibald Gluck. „Orfeo ed Euridice“ ist Schlüsselwerk und Wendepunkt zugleich: eine Liebesgeschichte, die zur Operngeschichte wird. Von Wien bis Paris, von Reform bis Bearbeitung – wir verfolgen, wie Glucks Orpheus immer neue Gesichter annimmt und doch nie seinen Zauber verliert.
GoJohannes Brahms’ Werke wuchsen aus intensiven Beziehungen – zur Natur und zu nahen Menschen. Sein einziges Violinkonzert ist ein klingendes Denkmal seiner Freundschaft mit einem Starvirtuosen seiner Zeit. Warum die Uraufführung dennoch holperte und erst ein 13-jähriger Geiger Brahms zu Tränen rührte, erkunden wir in dieser Musikstunde.
GoEin prunkvoller Wiener Saal, ein alter Meister am Klavier – und ein Oratorium, das statt Engel und Helden Bauern, Nebel und Sommergewitter auf die Bühne stellt. Joseph Haydns „Die Jahreszeiten“ sind kein höfisches Ritual, sondern ein musikalisches Panorama zwischen Idylle und Aufruhr, Trivialität und Erhabenheit. Eine Komposition, die ihn fast zerbrach – und doch zu seinem Vermächtnis wurde.
GoAls das alte Europa in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs unterging, blieben nur Schock und Trauer über verlorene Freunde und die Erinnerung an eine für immer verlorene Welt. Maurice Ravel verewigte seine gute alte Zeit in einigen unsterblichen Werken.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Beitrag des Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Gerd Habermann zu den Grundlagen der Freiheitsphilosophie. Aufgenommen wurde der Vortrag am 5. August 2025 im Kloster Lehnin in Brandenburg während der Akademie der Freiheit – einem liberalen Bildungsangebot der Hayek-Gesellschaft für junge Menschen. Habermann erklärte darin die Grundfesten einer liberalen Freiheitsordnung.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Beitrag des Rechtsanwalts Dr. Alexander Dörrbecker zur Frage: „Ist der Liberalismus mit dem Christentum vereinbar?“ Aufgenommen wurde der Vortrag am 5. August 2025 im Kloster Lehnin in Brandenburg während der Akademie der Freiheit – einem liberalen Bildungsangebot der Hayek-Gesellschaft für junge Menschen. Dörrbecker untersucht darin die historische Entwicklung von Liberalismus und Christentum sowie deren gemeinsame Werte.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Mitschnitt der Pressekonferenz der Organisation „Menschliche Wissenschaft und Medizin“ unter dem Titel „Risikowarnung zur Arzneimittelsicherheit: mRNA-Moratorium“. Die Veranstaltung fand am 16. September online statt. Warum die Anwendung von mRNA-Stoffen sofort eingestellt werden muss, erörtern verschiedene Wissenschaftler, unter ihnen der Facharzt für innere Medizin und Allgemeinmedizin Prof. Andreas Sönnichsen und der Volkswirtschaftler und Statistiker Prof. Konstantin Beck.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag des Rechtsanwalts Carlos A. Gebauer zum Thema „Aufeinander hören statt dirigiert werden – Ensemblemusik als staatsorganisatorische Rechtsquelle“. Aufgenommen wurde der Vortrag bei „Das Festival Musik und Wort“ am 28. September 2025 im Schießhaus in Weimar. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Eheleuten Uli und Almuth Masuth. Gebauer betrachtet Ensemblemusik und Staatsorganisation als Analogie und schildert ihre Möglichkeiten und Grenzen.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ nimmt Thomas Hoffmann Sie mit in die warmen, vibrierenden Klangwelten eines der ikonischsten Instrumente der Musikgeschichte: das Fender Rhodes Piano. Sein unverwechselbarer Sound hat über die Jahrzehnte hinweg ganze Musikgenres geprägt. Erfahren Sie, wie aus einer Idee zur Rehabilitation von Soldaten ein Instrument wurde, das die Herzen von Musikern und Hörern auf der ganzen Welt eroberte.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ führt Thomas Hoffmann durch die Welt exotischer Holzblasinstrumente. Duduk, Xiao, Shakuhachi, Krummhorn und viele andere prägen die Musiktraditionen ihrer Kulturen und entfalten in den unterschiedlichsten Musikstilen ihre Vielfalt an Klangfarben.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ widmen wir uns einem facettenreichen Saiteninstrument: der Mandoline. Mit ihrem perlenden, silbrigen Ton und ihrem charakteristischen Tremolo hat sie über die Jahrhunderte hinweg Komponisten, Folkmusiker und moderne Künstler gleichermaßen inspiriert. Thomas Hoffmann präsentiert Ihnen Werke von klassischen Sonaten über folkloristische Tänze bis in den Swing.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ geht es um das Vibrafon, das schimmernde Schlaginstrument aus Metall, das im Jazz so prägend wurde. Wir hören Klassiker von Lionel Hampton, Milt Jackson oder Gary Burton und erleben moderne Interpretationen mit Stefon Harris, Joe Locke oder Pascal Schumacher. Eine Reise durch fast ein ganzes Jahrhundert des Vibrafons im Jazz.
GoDie heutige deutsche Elite lebt vom Niedergang, sie ist dekadent und dysfunktional, weil sie ihrer Funktion als Elite nicht mehr gerecht wird. Je weiter der Zerfall der Gesellschaft voranschreitet, umso mehr versucht sie die Realität durch falschen Glanz zu überstrahlen. Was vorherrscht, ist die Irrationalität des Diskurses, die verstärkte Repression, der ungezügelte Nepotismus, die Ersetzung der Evidenz durch Gesinnung, der Information durch Indoktrination, die Verhinderung von Wertschöpfung und die Vernichtung von Wohlstand. Aber das reale Dasein bestimmt nicht mehr die Wahrnehmung der Elite, sie ist stattdessen bestrebt, die Wahrnehmung des Daseins zu bestimmen. Sie produziert ein Weltbild, das ohne Welt auskommt, das nur noch Bild ist, imaginär und eingebildet.
GoDer Albtraum ist kein pathologisches Phänomen, sondern ein den meisten Menschen wohlvertrautes furchterregendes Nachtgeschehen. Trotz ihrer unterschiedlichen Formen haben alle Albträume zwei Grundmerkmale: Todesangst und das ihr folgende Erwachen. Es gibt „falsche“ Verwandte des Albtraums wie den „pavor nocturnus“ oder das Schlafwandeln, aber enge Beziehungen zu „normalen“ Angstträumen und insbesondere zu Traumaträumen. Die genauere kategoriale Bestimmung des Albtraums ist ohne Reflexion des größeren Kontextes von Schlaf und des menschlichen Traumgeschehens nicht möglich.
Welchen Schlafphasen gehören Albträume an, welche phänomenalen Eigentümlichkeiten hat das Traumgeschehen? Mit dem Instrumentarium der freudschen Traumdeutung lässt sich der Albtraum nicht erfassen. Wodurch gelingt am ehesten der Zugang zu diesem rätselhaften Phänomen, und vor allem: Welches sind seine anthropologischen Grundmerkmale und Funktionen?
GoDer Rechtsstaat ist eine Idee, die während der Aufklärung entstanden ist, mit dem Ziel, der staatlichen Macht Grenzen zu setzen. Seine wichtigsten Institutionen sind Gesetze, Gerichte und Verfahrensregeln. Heute ist die merkwürdige Lage entstanden, dass Gesetze den Rechtsstaat bedrohen und zu Fehlentwicklungen führen, mit denen das Eigentliche des Rechtsstaats völlig verdeckt wird. Er ist auch heute noch, mehrere Jahrhunderte nach der Geburt der Idee, in der Entstehung begriffen. Am Ende gab und gibt es den Rechtsstaat noch gar nicht so, wie er eigentlich oder richtig sein sollte.
GoAls Friedrich Nietzsche im August 1900 nach elf Jahren geistiger Umnachtung starb, war er kein Unbekannter mehr im europäischen Geistesleben. Der Pfarrersohn, Basler Altphilologie-Professor und ruhelose Freigeist hat der Moderne den Weg bereitet. Seine Wirkungsgeschichte im 20. Jahrhundert ist voller dramatischer Wendungen: Sie umfasst die Nietzsche-Euphorie im Fin de Siècle, die gezielte Inszenierung einer Nietzsche-Legende durch die Schwester, seine Rezeption im „Dritten Reich“ und in der DDR, und schließlich wurde Nietzsche zum Geburtshelfer der postmodernen Philosophie.
GoSilke Schröder und Markus Vahlefeld behandeln ein durch Missverständnisse geprägtes Thema: Was ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen beim Kochen? Gibt es bei der Küchenarbeit Herangehensweisen, die typisch männlich und typisch weiblich sind? Gibt es Aromen und Geschmacksvorlieben, die jeweils stärker ausgeprägt sind? Und wie vermeidet man Streit bei der Küchenarbeit? Hier finden Sie (fast) alles, was Sie wissen müssen, um eine glückliche Beziehung zu führen.
GoMan braucht sie nicht unbedingt, wenn man sie aber hat, erleichtern sie den Küchenalltag ungemein, und manche Gerichte sind sogar nur mit ihnen möglich: Küchengadgets. Von klein, schön und günstig bis zu groß, elektrisch und teuer. Silke Schröder und Markus Vahlefeld beschreiben, was sie in ihren Küchen nicht mehr missen möchten, aber auch wofür sie Geld zum Fenster rausgeworfen haben.
GoMit dem Pfälzer Winzerurgestein Christoph Hammel vom Weingut Hammel in Kirchheim spricht Markus Vahlefeld über den Jahrgang 2025. Die Hitze kam früh, der Sommer war verregnet und kühl, und auch die Lesezeit war nicht von einem Schönwetterhoch geprägt. Ein nur mäßiger Jahrgang in Deutschland also? Christoph Hammel ist trotzdem zufrieden.
GoSilke Schröder trinkt gerne Wein. Aber wie stellt man es richtig an, den Wein, der einem schmeckt, zu finden? Im Gespräch mit Markus Vahlefeld geht es um Weinerlebnisse, den Weinkauf, Vorlieben und die passende Stimmung, zu der ein Wein das Krönchen aufsetzt. Und dass Wein nicht teuer sein muss, gehört zu den vielen Weinwahrheiten dazu.
GoJan Holst-Oldenburg wurde in eine Bauernfamilie geboren. Als die Zeit kam, die Weichen für den Familienbetrieb neu zu stellen, stellte Oldenburg seine Landwirtschaft auf Obstanbau um. Im Gespräch mit Silke Schröder berichtet er von aktuellen und allgemeinen Problemen im Leben eines Obstbauern, der nicht nur Himbeeren, Blaubeeren und Kirschen, sondern auch alle Jahre wieder Weihnachtsbäume erntet und in seinem Hofladen zum Verkauf anbietet.
GoIn unserer Lesestunde liest der Schweizer Schriftsteller und Verleger Matthias Ackeret aus seinem Roman unter dem Titel „Der Magier von Hiva Oa“. Der Immobilienmagnat Remo Blanko steht unter Betrugsverdacht und flieht nach dem Zerfall seines Firmenimperiums auf die Südseeinsel Hiva Oa. Dort will er den Fotografen Augusto Venzini finden, den er für sein geschäftliches Scheitern verantwortlich macht. „Der Magier von Hiva Oa“ ist im September 2024 im Münster-Verlag erschienen.
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In den kommenden vier Wochen bringen wir zum 200. Geburtstag von Conrad Ferdinand Meyer eine Auswahl von Lesungen aus seinen Schriften. Der Zürcher Sinus-Verlag und sein Herausgeber Albert Bolliger haben das erzählerische Werk des bedeutenden Schweizer Schriftstellers in einer höchst aufwendigen Buch- und Hörbuchproduktion veröffentlicht. In dieser Ausgabe hören Sie Auszüge aus der humoristischen Erzählung „Der Schuss von der Kanzel“, die 2015 als Hörbuch erschienen ist. Der junge Pfannenstiel liebt die Pfarrerstochter Rahel. Um ihr näher zu sein, strebt er eine Stelle als Feldkaplan in der venezianischen Kompanie von Rahels raubeinigem Großonkel General Wertmüller an. Sprecher ist Frank Arnold.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: „Der Schuss von der Kanzel“
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen gekürzten Mitschnitt des Symposiums unter dem Titel „Corona: Wissenschaft, (Un-)Recht und Widerstand. Was lernen wir daraus für die Zukunft?“. Die Veranstaltung fand am 13. September in Iserlohn statt. Veranstalter waren der Werteunion-Förderverein und der Verein zur Förderung interdisziplinärer Forschung in Medizin und Ethik für die Gesellschaft (Methig). Der Mathematiker und Datenanalyst Dr. Robert Rockenfeller beschäftigt sich in seinem Vortrag „Die zurechtdefinierte Pandemie? Ein statistischer Blick auf Inzidenzen, Infektionen und Impfungen“ mit der Änderung von Begriffen und bewährten medizinischen und statistischen Methoden während der Corona-Zeit.
Die Vorsitzende des Vereins Methig und Professorin für Slavische Literaturwissenschaft Henrieke Stahl führt ins Thema ein.
GoZwischen Polka und Furiant, zwischen List und Liebe – Bedrich Smetana ließ in seiner Oper „Die verkaufte Braut“ das Lächeln des tschechischen Herzens erklingen. In der Wiener Staatsoper fällt der Regie nichts Besseres ein, als dieses Herz zu entkernen.
GoDer Vater verlässt seine Familie, und eine Mutter baut ihren talentierten Sohn zu seinem Konkurrenten auf. Wenn Vater und Sohn beide Johann Strauss heißen, gerät die familiäre Auseinandersetzung zum öffentlich ausgetragenen Wettstreit, der ganz Wien in Aufruhr versetzt – und dem Walzer zur Weltgeltung verhilft.
GoMelodien, die jedem Katholiken vertraut sind – geboren aus der Frömmigkeit des einfachen Volkes und für dieses geschrieben. Warum sie einst auf kirchlichen Widerstand stießen und was sie für die Moderatorin bedeuten, hören Sie in dieser Musikstunde.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag des Philosophen und Publizisten Konrad Paul Liessmann mit dem Titel „Abenteuer: Lob der Unverfügbarkeit“. Liessmann hielt diesen Vortrag am 25. September 2025 im Rahmen des Philosophicum in Lech am Arlberg, welches er seit dem letzten Jahr zusammen mit der Philosophin Barbara Bleisch leitet. Er referiert über das moderne Abenteuer zwischen Souveränität und Ausgeliefertsein.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Stefan Homburg unter dem Titel „Der Corona-Schwindel vom Anfang bis heute“, aufgenommen am 11. Oktober auf der Kontrafunk-Veranstaltung in Lindau am Bodensee. Der Professor für Öffentliche Finanzen an der Leibniz Universität Hannover zieht eine Bilanz der politischen Maßnahmen während der Corona-Zeit und erläutert deren tiefgreifende Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Homburg ist Mitverfasser des gerade veröffentlichten Buchs „Corona – war da was?“, erschienen in der Edition Kontrafunk, zu erhalten im Kontrafunk-Shop.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir zwei Vorträge zum Themenkomplex Corona. Zuerst spricht der Philosoph Dr. Michael Andrick zum Thema „Freiheit und Moralisierung“. Andrick geht darin auf Techniken und Auswirkungen der Moralisierung politischer Debatten ein. Im Anschluss referiert der Journalist Bastian Barucker über den Inhalt der RKI-Protokolle und deren Bedeutung für die Aufarbeitung der Corona-Maßnahmen-Krise. Beide Referenten sprachen am Wochenende vom 26. bis zum 28. September 2025 beim „Festival Musik und Wort“ im Weimarer Schießhaus, organisiert vom Kabarettisten Uli Masuth.
GoIn den kommenden drei Wochen präsentieren wir zum 200. Geburtstag des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer eine Auswahl von Lesungen aus dessen Schriften. In dieser Ausgabe bringen wir einen Auszug aus der Erzählung „Die Versuchung des Pescara“, die 2016 im Sinus-Verlag erschienen ist. Der junge Herzog Franz Sforza von Mailand ist in eine gefährliche politische Lage geraten. Sein Kanzler Girolamo Morone drängt ihn, ein Bündnis mit dem Papst, Frankreich und Venedig gegen den Kaiser einzugehen. Gleichzeitig droht der Heerführer Karl von Bourbon im Namen des Kaisers mit der Besetzung Mailands. Sprecher ist Burghart Klaußner.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: „Die Versuchung des Pescara“
GoIn den nächsten zwei Wochen präsentieren wir zum 200. Geburtstag des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer eine Auswahl von Lesungen aus seinen Schriften. In dieser Ausgabe bringen wir einen Auszug aus seiner Novelle „Angela Borgia“, die 2017 im Sinus-Verlag erschienen ist. Die junge Herzogin Lucrezia Borgia reist nach ihrer Vermählung mit dem Herzog Don Alfonso von Este nach Ferrara. Dort erhofft sie sich einen Neuanfang, fernab von den Verbrechen und politischen Intrigen ihres Vaters Papst Alexander VI. und ihres Bruders Caesar. Begleitet wird sie dabei von Ihrer Cousine Angela. Es liest Eva Mattes.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: „Angela Borgia“
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Seitdem die Energiewende zu einer der wichtigsten Zielsetzungen deutscher Politik erklärt wurde, sprechen alle von Energie und Strom – aber wissen sie auch, was das ist? Es wird Zeit für Aufklärung. Was ist das physikalische Phänomen, das wir umgangssprachlich als Strom bezeichnen? Wie wird er erzeugt? Welche Besonderheiten der Strom-Erzeugung und -nutzung in Deutschland gibt es? Im Vortrag wird jene Kernfrage unserer Stromversorgung untersucht, die allen technisch besser informierten Zeitgenossen den Schlaf raubt: Wie weit können die bisherigen, mit Kohle und Gas betriebenen Grundlastkraftwerke durch die neuen Methoden ersetzt werden?
Und schließlich wird die Frage erörtert, ob das komplette Umkrempeln unserer ehemals bestens funktionierenden Stromwirtschaft, das rücksichtslos gegen die überlebenswichtige energieintensive Industrie durchgezogen wird, überhaupt noch vernünftig ist und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit einhält.
GoDas vorherrschende gesellschaftliche System in Deutschland und im Westen generell kann als postmoderner Totalitarismus verstanden werden. In seinem Essay untersucht Michael Esfeld, Professor für Wissenschaftsphilosophie an der Universität Lausanne, die Entstehungsgeschichte dieses Totalitarismus. In diesem benutzt die Staatsgewalt angebliche wissenschaftliche Lehrmeinungen wie zur „Corona-Pandemie“ und zur „Klimakatastrophe“, um das soziale und private Leben zu steuern, und setzt diese mithilfe der Medien und mit Zwang durch. Das System bedient sich eines kollektivistischen, moralischen Narrativs. Der Autor geht der Frage nach, wie es nach einer Periode der scheinbar vorherrschenden offenen Gesellschaften bis Ende der neunziger Jahre entstehen konnte.
GoDas Thema wird aus drei Perspektiven in den Blick genommen. Zunächst geht es existenziell-anthropologisch um die Merkmale, die kulturgeschichtlich in den Bildern des menschlichen Alterns immer wieder auftauchen. Wie lassen sich deren typische Grundmuster bestimmen? Dann folgt eine soziologisch-demografische Analyse unserer Gegenwartsgesellschaft. Wie lässt sich deren deutsches Bevölkerungssegment im Hinblick auf „Alterung“ bestimmen? Welche Kennzeichen sind für ein sozialpsychologisches Habitusprofil dieser alternden Gesellschaft charakteristisch? Drittens wird die Konfrontation dieser alternden Gesellschaft mit der „jungen“ Gesellschaft der Immigranten analysiert. Wie lässt er sich begrifflich präzisieren?
GoDass Deutsch eine „Männersprache“ ist, war den hundert Millionen deutschen Muttersprachlern bis 1980 nicht bewusst. Damals entdeckte die neue Frauenbewegung die enorme Symbolkraft, welche in der grammatischen Kategorie Genus der deutschen Sprache steckte: Warum treten in ihr Männer im Maskulinum auf (Jeder Mann kennt das), Frauen im Femininum (Jede Frau kennt das), aber Männer und Frauen ebenfalls im Maskulinum (Jeder kennt das)? Die Linguistik bezeichnet die geschlechtsübergreifende Funktion der Maskulinform als „generisches“ (allgemeines) Maskulinum. Dieses generische Maskulinum, das die Frauen sprachlich „unsichtbar“ mache und deshalb diskriminiere, wurde zum Hauptmerkmal der Männersprache Deutsch erklärt und zum Feind einer geschlechtergerechten Sprache.
GoWie die Wirkung der Inflation weit über steigende Preise hinausgeht, zeigt Professor Karl-Friedrich Israel in seinem Beitrag auf: Sie verzerrt Anreize, fördert spekulative Blasen, unterminiert soziale Mobilität und schafft kulturellen Verdruss. Anhand historischer Beispiele und moderner Entwicklungen wird sichtbar, wie Geldschöpfung aus dem Nichts Gesellschaften verändert – ökonomisch, sozial und moralisch. Schon Johann Wolfgang von Goethe griff das Thema auf und wies in seiner „Faust“-Tragödie auf den Kern des Problems hin: Das Inflationsproblem beginnt immer dort, wo man die Knappheit realer Mittel mit einer Knappheit an Geld verwechselt.
Weiteres zum Thema vom Autor siehe Links weiter unten.
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In der heutigen Ausgabe von Leib und Speise spricht Silke Schröder mit Christian Funk über die Genüsse, die der Herbst und seine reichen Früchte in die Küche bringen. Außerdem erklärt die in Weimar geborene und in Bayern aufgewachsene Juliane Ried, wie man der Familie schmackhaftes Essen auf den Tisch zaubert, das gleichzeitig reich an Nährstoffen und gesund ist.
GoEs gilt als Spezialität, mit hellerer Farbe als das ausgewachsene Rind und mit Innereien, die an Feinheit nicht zu überbieten sind. Gemeinsam mit dem Koch Christian Mack vom Gasthaus Stern Metlangen unternimmt Markus Vahlefeld eine Reise durch das Kalb, denn Christian Mack schlachtet und verarbeitet sein Fleisch noch selbst.
GoHeiner Bohnet, Koch und Betreiber der Goldenen Sonne in Neuenstein, stellt die eher unbekannten Stücke vom Rind vor. Seit einigen Jahren werden sie auch in Deutschland angeboten, den Eingang in die bürgerliche Küche haben sie jedoch noch nicht gefunden. Vom Flank bis zum Onglet gibt es viel zu entdecken, das zwar modern anmutet, aber in der französischen Küche schon lange zubereitet wird. Im zweiten Teil schildert Markus Vahlefeld seine ersten kulinarischen Reiseeindrücke aus Japan, die viel mehr umfassen als Sushi und Ramen.
GoMit dem Ernährungswissenschaftler Uwe Knop spricht Markus Vahlefeld über die medizinischen Produkte, die seit einigen Jahren auch ohne medizinische Indikation zum Abnehmen eingesetzt werden dürfen. Wie ist der Forschungsstand, was die Erfahrungen mit den Abnehmspritzen, und sind sie ein Erfolg im Kampf gegen Adipositas?
GoZum 200. Geburtstag des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer präsentieren wir Ihnen einen Auszug aus seiner Novelle „Das Leiden eines Knaben“, die 2013 im Sinus-Verlag erschienen ist. Der König von Frankreich Ludwig XIV. erfährt von seinem Leibarzt Fagon die Geschichte des dreizehnjährigen Julian Bouffler. Fagon vermutet, dass die Lehrer im Jesuitenorden den Jungen absichtlich schlecht behandelt und schließlich in den Tod getrieben haben. Es liest Peter Matić.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: https://sinus-verlag.ch/de/hoerbuch/deutsche-literatur-conrad-ferdinand-meyer/conrad-ferdinand-meyer-das-leiden-ei nes-knaben-gustav-adolfs-page/
GoIn unserer Lesestunde liest der Schriftsteller Andreas H. Buchwald aus seinem Roman „Die Macht der verborgenen Stimme“. In Auerbach im Vogtland versammeln sich im September 2021 rund 600 „Spaziergänger“ zu einer Montagsdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen. Gleichzeitig wird die 45-jährige, alleinerziehende Lehrerin Jessica Andres von ihrem Dienst beurlaubt, da sie sich weigert, den Pandemie-Regeln zu folgen. „Die Macht der verborgenen Stimme“ ist im Januar 2025 im Andrebuchverlag erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest die deutsch-bosnische Schriftstellerin Safeta Obhodjas aus ihrem Roman „Schwesternliebe – eine Halal-Seifenoper“. Die junge Muslimin Meryam arbeitet in einer großen Anwaltskanzlei als Assistentin. Ihre beste Freundin Anne, die eine Sozialeinrichtung leitet, überredet Meryam, ihre jüngere obdachlose Schwester, Latifah in ihre Wohnung aufzunehmen. „Schwesternliebe – eine Halal-Seifenoper“ ist 2020 bei epubli erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor Christian J. Huber, ehemaliger Präsident des Geschworenengerichts des Kantons Zürich, aus seinem Tatsachenkrimi „Der letzte Tee der Pianistin – Der Arsen-Mord von Winterthur“. Huber präsidierte einen der aufsehenerregendsten Mordprozesse in der schweizerischen Kriminalgeschichte und schildert ihn aus erster Hand. Eines Morgens findet Sebastian Pichler seine Ehefrau, die bekannte Konzertpianistin Ruth Baumgartner, tot in ihrem Bett. Die Todesursache ist anfänglich unklar, bis sich herausstellt, dass Ruth mit Arsen vergiftet worden ist. „Der letzte Tee der Pianistin – Der Arsen-Mord von Winterthur“ ist im August 2025 in der Edition Königstuhl erschienen.
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor, Blogger und Erzähler Hanspeter Gautschin aus seinem autobiografischen Roman „Das Licht im Nebel“. Der in finanzielle Nöte geratene Hanspeter lernt die neunzigjährige Cäcilia auf einer Parkbank kennen. Aus dem zufälligen Treffen wird allmählich eine Freundschaft, die vom Verständnis für die Sorgen des jeweils anderen geprägt ist. Durch ihre Gespräche gelingt es den beiden, das Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
GoGustav Mahler lässt in seiner 1. Symphonie Vögel zwitschern, „Bruder Jakob“ trauern und Bläser im Stehen siegen. Wie ein junger Dirigent mit Liebeskummer, Naturlaune und einem Hang zur Parodie fast einen Konzertskandal auslöst. Warum hat das Publikum damals gelacht und was hat ein toter Jäger mit all dem zu tun? Eine Musikstunde voller schräger Wendungen und Ohrwürmer.
GoEine Stimme brachte Frédéric Chopins Herz zum Klingen. Was der schüchterne Komponist der Angebeteten nicht sagen konnte, vertraute er dem Klavier an. Die Stimme verklang in der Stille – doch die Erinnerung an die junge, schöne Sopranistin lebt in seinem zweiten Klavierkonzert fort.
GoMit seinem ersten Ballett betrat Tschaikowsky Neuland. Eine Geschichte von Liebe und Täuschung, die die russische Melancholie grandios in Szene setzt, geriet zum Fiasko. Der Traum vom Unmöglichen ist heute das Ballett schlechthin.
GoDiese Musikstunde beschäftigt sich mit einem Stück aus dem Randbereich der klassischen Musik, weil gerade dieses Werk von Georg Kreisler zeigt, wie dünn der Lack der Zivilisation ist: Eine Reise durch Exil, Illusionen und die Wiederkehr alter Feindbilder.
GoDer lebensfrohe, fast schon sprichwörtlich genussfreudige Weltstar unter den Opernkomponisten setzt sich zur Ruhe. Gioachino Rossini komponiert eine Messe zwischen Augenzwinkern und Andacht. In dieser Musikstunde erkunden wir sein überraschendes Alterswerk.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Matthias Reitzner aufgenommen während des Symposiums „Corona: Wissenschaft, (Un)Recht und Widerstand. Was lernen wir daraus für die Zukunft?“. Die Veranstaltung fand am 13. September in Iserlohn statt. Veranstalter waren der „WerteUnion Förderverein“ und der „Verein zur Förderung interdisziplinärer Forschung in Medizin und Ethik für die Gesellschaft“ MEthiG. Der Professor für Mathematik an der Universität Osnabrück betrachtet in seinem Vortrag die Übersterblichkeit in den deutschen Bundesländern während der Corona-Zeit. Die Vorsitzende des Vereins MEthiG und Professorin für Slavische Literaturwissenschaft Henrieke Stahl führt durch das Programm.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Michael Meyen zu seinem neuen Buch „Staatsfunk: ARD und Co. sind am Ende“. Er hielt den Vortrag am 8. November bei der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale, initiiert von der Inhaberin des „Buchhaus Loschwitz“ in Dresden, Susanne Dagen. Meyen geht in seinem Vortrag dem wachsenden Unmut über die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf den Grund und macht Verbesserungsvorschläge.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Mitschnitt des 4. Corona-Symposiums im Deutschen Bundestag unter dem Titel: „Corona im Rückblick – Politik auf dem Prüfstand“. Die Veranstaltung fand am 7. und 8. November statt. Veranstalter war die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Der Facharzt für Innere Medizin Dr. Walter Weber, die Allgemeinmedizinerin Dr. Martina Herrmann und die Kreistagsabgeordnete der Unabhängigen-Bürger-Partei in Recklinghausen, Claudia Ludwig, schildern in ihren Vorträgen, welche Konsequenzen Ärzte tragen, die sich in der Corona-Zeit kritisch gegenüber den staatlichen Vorgaben gezeigt haben. Durch das Programm führt Dr. Christina Baum, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir zwei Vorträge. Zunächst referiert die Lernexpertin Romy Oswald zum Thema „Wie Kinder besser lernen“, gefolgt von einem Vortrag der Traumatherapeutin Sieglinde Kliemen zur Frage „Bindungstrauma – bin ich betroffen?“. Beide Referenten hielten ihre Vorträge am 8. November 2025 bei der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale. Initiiert wurde die Messe von Susanne Dagen, Inhaberin des Buchhauses Loschwitz in Dresden.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Philipp Bagus, aufgenommen während der 13. Jahreskonferenz des Ludwig-von-Mises-Instituts. Die Veranstaltung fand am 11. Oktober in München statt. Der Professor für Volkswirtschaft an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid erörtert in seinem Vortrag unter dem Titel „Javier Milei und der Kulturkampf“, inwieweit Ideen und Werte einer freiheitlichen Kultur einer zunehmenden staatlichen Kontrolle entgegengesetzt werden müssen.
GoIn unserer Reihe „Weltwunderforum“ erkunden wir mit Ludwig Witzani ferne Orte auf der Erde. Der Schriftsteller und frühere Lehrer schrieb über seine Reiseerlebnisse in Indien und Tibet, am Amazonas und in Afrika zahlreiche Berichte für die Feuilletons großer deutscher Zeitungen. Zurzeit arbeitet er an einer reiseerzählerischen Weltenzyklopädie, die auf 25 Bände angelegt ist. Immer wieder traf Witzani auf seinen Reisen auf heilige Berge, die in nahezu allen Religionen eine maßgebliche Rolle spielen. In ihnen erkennen die Menschen den geografischen Widerschein spiritueller Welten, sei es der heilige Berg Kailash in Tibet, der japanische Fudschi, der armenische Ararat oder der chinesische Huangshan.
Wir begleiten Ludwig Witzani zu einem solchen Berg in Europa. Zusammen mit einem Freund besucht er die Klöster der Mönchsrepublik am heiligen Berg Athos in Nordgriechenland. Es liest David Bunners.
GoIn unserer Reihe „Weltwunderforum“ erkunden wir mit dem Schriftsteller und früheren Lehrer Ludwig Witzani ferne Orte auf der Erde. Witzani reist seit vielen Jahren um die Welt. Über seine Erlebnisse in Indien und Tibet, am Amazonas und in Afrika schrieb er zahlreiche Berichte für die Feuilletons großer deutscher Zeitungen. Diesmal geht es mit der transsibirischen Eisenbahn durch Russland. Die Reise beginnt auf dem Jaroslawer Bahnhof in Moskau und führt über eine Strecke von mehr als 9000 Kilometern bis zum Pazifischen Ozean. In seinen Begegnungen mit Mitreisenden, aber auch bei seinen Stopps in Jekaterinburg, Krasnojarsk, Irkutsk und am Baikalsee erlebt er die Vielfalt des russischen Lebens als fremd und vertraut zugleich. Es liest David Bunners.
GoDer moderne Konservatismus ist ein illegitimes Kind der Französischen Revolution. Im Laufe der Jahrhunderte hat er sich in den westlichen Gesellschaften im Wechselspiel von traditionalistischen Lebensformen, politischer Programmatik und intellektueller Reflexion entfaltet und gewandelt. Manche seiner Leitideen sind im Dunkel der Geschichte verschwunden und manche Radikalisierungen wurden an den Rand gedrängt. Aber oft und besonders in jüngerer Zeit sind dem Konservatismus paradoxe Modernisierungen gelungen, die ihn auch für die bürgerliche Lebenswelt des 21. Jahrhundert attraktiv haben bleiben lassen.
GoWenn heute wahrscheinlich die Mehrheit der Menschen in Deutschland nichts mehr über den biblischen Hintergrund des Weihnachtsfestes weiß, ist das in geistiger – und keineswegs nur theologischer – Hinsicht eine Tragödie. Denn bei der Menschwerdung Gottes geht es nicht um irgendeine Nebensache, sondern um Fundament, Herz und Zentrum des Christentums und letztlich auch unserer abendländischen Kultur. Ohne die Menschwerdung Gottes wird alles andere in der christlichen Religion hinfällig. Ebenso ergibt dann die Idee der Gottebenbildlichkeit des Menschen keinen Sinn mehr – womit letztlich auch die gedankliche Grundlage für die allgemeine Menschenwürde und all das entfällt, was wir an Europa so schätzen und immer noch erhalten wollen.
GoDas Thema der deutschen Kultur gehört zu den brennenden Fragen der Gegenwart und bildete eine, wenn nicht sogar die zentrale Fragestellung des Werkes von Thomas Mann. Der vor 150 Jahren geborene Schriftsteller erlebte in seinen frühen Jahren den Einbruch der Moderne in Kunst und Gesellschaft und suchte nach Antworten, wie eine genuine deutsche Kultur unter diesen Bedingungen gestaltet werden könnte. Zunächst Anhänger Nietzsches und ihm folgend Fürsprecher einer „Rebarbarisierung“, wandelten sich seine Ansichten im Angesicht des heraufziehenden Nationalsozialismus. Die Versöhnung der scheinbaren Gegensätze von Zivilisation und Kultur wurde zu seinem wichtigen Anliegen.
Philipp Gut zeichnet in seinem Essay diese Entwicklung nach und hebt hervor, warum Thomas Manns Ideen von der deutschen Kultur heute noch als Vorbild dienen sollten. (Wiederholung vom 8. Juni 2025)
GoIm gesamten Westen, insbesondere aber in Deutschland und Europa tobt ein geistiger Bürgerkrieg, ein Kulturkampf. Auf der symbolischen Ebene prallt dabei der natürliche Regenbogen als Sinnbild für das Wahre, Schöne und Gute auf die Familie der Regenbogen- und Pride-Flaggen als ideologische Erkennungszeichen. An ihrer Symbolik entzünden sich die Gemüter. Sie ist damit ein im wahren Sinne des Wortes epochales Zeichen für die frühen 2020er-Jahre. Doch wie konnte es so weit kommen? Wie konnte aus einem jahrtausendealten Symbol für Hoffnung und himmlischen Frieden ein Emblem des Untergangs werden? Diesen Fragen geht der Vortrag „Banner des Nihilismus – die Regenbogenfahne im Wandel der Zeit“ nach. (Wiederholung vom 14. September 2025)
GoIn Deutschland der Christstollen, in Italien der Panettone? So einfach ist das nicht. Denn der Panettone ist in Deutschland ebenfalls überaus beliebt. Einer, der seit 35 Jahren Panettone zur Weihnachtszeit bäckt, ist der fränkische Freibäcker Arnd Erbel aus Dachsbach. Er gilt nicht nur bei Panettone als einer der besten Bäcker Deutschlands.
GoIn unserer Weihnachtssendung 2025 stellen wir die französische Tradition der Galette des Rois vor. Der Dreikönigskuchen wird mit einer kleinen Überraschung gebacken, die für den Finder ein Geschenk ist, auf das eine Belohnung folgt. Was genau im Dreikönigskuchen verbacken wird und was die Belohnung ist, schildert die Berliner Patissière Anna Plagens vom Du Bonheur. Ein Rezept für Weckmännchen – im Süddeutschen auch Mannele genannt – hat sie auch mitgebracht.
GoEs ist, wenn nicht das beliebteste, dann das klassischste aller Weihnachtsessen im deutschsprachigen Raum: die Gans. Und immer wieder stellt sich mit ihr die Frage: Brust oder Keule? Georg Etscheit hat sich in die Geschichte des Gänsebratens eingearbeitet, und es ist auch ein wenig die Geschichte seines eigenen Scheiterns. Der Koch Heiner Bohnet gibt ganz praktische Tipps, wie der Gänsebraten immer gelingt und sich die Frage nach Brust oder Keule von alleine löst. Und dann geht es noch um den Schweizer Wein, den Katrin Horn für uns aufbereitet hat. (Wiederholung vom 11. Dezember 2024)
GoMit dem Brenner und Edelbrandsommelier Jürgen Schaaf von der Brandwerk-Destillerie spricht Markus Vahlefeld über den Ablauf des Brennvorgangs, was man dafür benötigt und warum die handwerklich hergestellten Brände oftmals anders schmecken als die, die man im Supermarkt oder Versandhandel erhalten kann. Ganz nebenbei kommt auch eine der ältesten Früchte zur Ehre, nämlich die Mispel, die heute gänzlich unbekannt ist, aus der aber wunderbare Brände destilliert werden können. Und auch für Marmeladen ist die Mispel geradezu ideal, aber das ist ein anderes Thema. (Wiederholung vom 15. Januar 2025)
GoLangsam haben wir alle die Nase voll von diesem grauen, dunklen Winter. Wie schön wäre es jetzt am Mittelmeer oder auf der südlichen Halbkugel! Trotz der Kälte und der Dunkelflaute wächst weiterhin Gemüse auf unseren Feldern, und was man alles Leckeres daraus zaubern kann, stellt Georg Etscheit vor. Mit dem Koch Heiner Bohnet spricht Markus Vahlefeld dann über die Wintersaison im „Fine Dining“ und ob man wirklich das Gemüse aus südlichen Gefilden importieren muss, um der Hochküche gerecht zu werden. (Wiederholung vom 29. Januar 2025)
GoIn unserer Lesestunde liest die Autorin Maria Schober aus ihrem Roman „Leoni – Bis die Morgenröte“ kommt. In einem Salzburger Pflegeheim beobachtet die Krankenschwester Laura, dass die demente Gertrud nachts Briefe an ihre Enkelin Leonie schreibt. Darin bittet die alte Frau um Verzeihung, dass Leoni nicht leben darf. In den Briefen verarbeitet Gertrud die Auseinandersetzung in ihrer Familie zum Thema Abtreibung. Das Buch ist 2023 im Bernardus-Verlag erschienen.
„Leoni – Bis die Morgenröte kommt“: https://www.bernardus-verlag.de/sortiment/leonie/
GoIn unserer Lesestunde liest die Autorin Maria Schober einen weiteren Abschnitt aus ihrem Roman „Leoni – Bis die Morgenröte kommt“. Leonie wird durch Gespräche in ihrer Familie und mit ihren Freunden immer wieder mit dem Thema Abtreibung konfrontiert. Zunächst ist sie überzeugt, dass es manchmal die beste Lösung ist, eine Schwangerschaft abzubrechen. Doch allmählich tauchen Zweifel auf, und Leonie beginnt über Freiheit und Verantwortung nachzudenken.
Das Buch ist 2023 im Bernardus-Verlag erschienen und ist erhältlich unter folgendem Link: https://www.bernardus-verlag.de/sortiment/leonie/
GoIn unserer Lesestunde präsentieren wir einen Auszug aus der Novelle „Gustav Adolfs Page“ des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer, die 2013 im Sinus-Verlag erschienen ist. August, der Sohn des betuchten Nürnberger Handelsherrn Leubelfing wird vom schwedischen König Gustav Adolf zum Pagen berufen. Augusts Cousine Gustl beschließt, in Männerkleidern an dessen Stelle als Page anzutreten. Es liest Birgit Minichmayr.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: https://sinus-verlag.ch/de/hoerbuch/deutsche-literatur-conrad-ferdinand-meyer/conrad-ferdinand-meyer-das-leiden-eines-knaben-gustav-adolfs-page/
GoEin 18-jähriger Komponist stellt eine große Frage: Ist es wahr? Felix Mendelssohns zweites Streichquartett in a-Moll verbindet persönliche Sehnsucht mit der monumentalen Form Beethovens. In dieser Musikstunde gehen wir dem Dialog zwischen Bewunderung und Eigenständigkeit nach. Und hören, wie aus einer leisen Liedfrage ein großes Kammermusikwerk wird.
GoWarum war ein heutiger Weihnachtsklassiker ursprünglich ein Misserfolg? Und wie stand Peter Tschaikowsky selbst zu diesem Auftragswerk? In dieser Musikstunde erfahren Sie nicht nur die Antworten auf diese Fragen, sondern erleben auch eine herausragende Interpretation von „Der Nussknacker“. Freuen Sie sich auf eine Sendung voller zauberhafter Musik und spannender Hintergründe. (Wiederholung vom 3. Dezember 2024)
GoEin einziger Satz im Credo bringt die Musik zum Innehalten: „Et incarnatus est“, die Menschwerdung als Moment größter Stille, Demut und Verwandlung. Wie Komponisten von Bach bis Bruckner diesen Augenblick in Klang gefasst haben, entfaltet sich in einer musikalischen Weihnachtsreise zwischen Andacht und Staunen.
GoIm Rahmen des Kontrafunk-Winterfestivals bringen wir eine Wiederholung der Musikstunde vom 21. Oktober 2025: Der Vater verlässt seine Familie, und eine Mutter baut ihren talentierten Sohn zu seinem Konkurrenten auf. Wenn Vater und Sohn beide Johann Strauss heißen, gerät die familiäre Auseinandersetzung zum öffentlich ausgetragenen Wettstreit, der ganz Wien in Aufruhr versetzt – und dem Walzer zur Weltgeltung verhilft.
GoEin prunkvoller Wiener Saal, ein alter Meister am Klavier – und ein Oratorium, das statt Engel und Helden Bauern, Nebel und Sommergewitter auf die Bühne stellt. Joseph Haydns „Die Jahreszeiten“ sind kein höfisches Ritual, sondern ein musikalisches Panorama zwischen Idylle und Aufruhr, Trivialität und Erhabenheit. Eine Komposition, die ihn fast zerbrach – und doch zu seinem Vermächtnis wurde. (Wiederholung vom 21. Oktober 2025)
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag des Psychoanalytikers und Psychotherapeuten Hans-Joachim Maaz mit dem Titel „Normopathische Demokratie – zur Notwendigkeit einer inneren Demokratie“. Er hielt diesen Vortrag am 29. November 2025 beim vierten Symposium der „Kritischen Richter und Staatsanwälte“ in Halle an der Saale unter dem Hauptthema „Vom Freiheits- zum Überwachungsstaat“. Maaz erläuterte die Verknüpfung einer normopathischen, narzisstischen Gesellschaft, plädierte für die individuelle Ausbildung einer „inneren Demokratie“ und bot Lösungswege aus der Krise an.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Pfarrer Michael Freiburghaus unter dem Titel „Leben, Werk und Wirkung eines Widerstandskämpfers“, aufgenommen am 23. Januar 2025 in Dürrenäsch im Schweizer Kanton Aargau. Die Veranstaltung fand anlässlich des 80. Todestags von Helmuth James Graf von Moltke statt. Der Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde Leutwil-Dürrenäsch würdigt das Wirken des Juristen, Widerstandskämpfers im Nationalsozialismus und Begründers der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis. Freiburghaus hebt besonders Moltkes tiefen Glauben als Antrieb für sein Handeln hervor.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen einen Vortrag und eine Lesung. Zunächst spricht der Musiker und Autor Tom Sora über „linke Intellektuelle im Dienst des Totalitarismus“. Im Anschluss liest der Schriftsteller Uwe Tellkamp das Kapitel „Die helle Nacht“ aus seinem aktuellen Roman „Der Schlaf in den Uhren“. Beide Beiträge wurden am 8. November 2025 bei der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale dargeboten. Initiiert wurde die Messe von Susanne Dagen, Inhaberin des Buchhauses Loschwitz in Dresden.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Prof. Norbert Bolz unter dem Titel „Warum unsere politisch-mediale Elite antikapitalistisch ist“, aufgenommen während der 13. Jahreskonferenz des Ludwig-von-Mises-Instituts. Die Veranstaltung fand am 11. Oktober 2025 in München statt. Der Professor für Medienwissenschaften und Kommunikationstheorie analysiert in seinem Vortrag die Ursachen für die zunehmende Skepsis gegenüber der Marktwirtschaft in den Führungsetagen von Politik und Medien. Bolz zeigt auf, wie die Entfremdung von der ökonomischen Realität sowie ein neuer aktivistischer Journalismus die Grundpfeiler der Demokratie gefährden. Durch das Programm führt der Jurist, Publizist und Buchautor Dr. Andreas Tiedtke.
GoIn dieser Ausgabe von „Musik im Fokus“ widmet sich Thomas Hoffmann einem Instrument, das mit Tasten, Zugriegeln und rotierenden Lautsprechern ganze Klangwelten erzeugt: die Hammondorgel – ein elektrisches Wunderwerk, das seit fast einem Jahrhundert Musikgeschichte schreibt. Ursprünglich in den 1930er-Jahren als kostengünstiger Orgelersatz für Kirchen konzipiert, fand die Hammondorgel schnell ihren Weg in Jazzclubs, Studios und Konzerthallen. Lassen Sie sich ein auf das warme Brummen und die pulsierende Lebendigkeit eines Instruments, das Musik nicht nur begleitet, sondern gestaltet. (Wiederholung vom 8. April 2025)
GoIn unserer Lesestunde liest der Drehbuchautor, Regisseur und Fotograf Alexander Schwarz einen Ausschnitt der Erzählung „Die Kleidermotte“ aus dem Band „Ein Glas Tränen: 14 Erzählungen aus Hellas“. Zwei Hippies machen sich in den Siebzigerjahren auf ihren Motorrädern auf den Weg nach Matala, einem magischen Ort auf der griechischen Insel Kreta. Doch ihre Träume von Sommer, Sonne und freier Liebe werden durch ein Unwetter auf dem Weg nach Athen und eine gewalttätige Auseinandersetzung auf der Überfahrt nach Kreta durcheinandergebracht. „Ein Glas Tränen: 14 Erzählungen aus Hellas“ ist 2019 im Verlag Dr. Thomas Balistier erschienen. (Wiederholung vom 3. Oktober 2024)
GoPolitik und Humor stehen in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander. In jüngerer Zeit sind die Grenzen fließend geworden: Politiker sollen humorvoll sein, und Fernsehclowns wollen Politik machen. Das Verlachen, der Witz, die Satire, das Kabarett, die Komödie wurden seit je zur Kritik an politischen und gesellschaftlichen Zuständen genutzt, auch in den Diktaturen des Dritten Reichs und der DDR. Aber durchschlagend war ihre Wirkung nie. Überhaupt ist das Lachen der Politik nie wirklich heimisch geworden. Es hat seinen eigentlichen Ort in der Gesellschaft, in der Lachkultur der Unterschicht und im Humor der Literaten. (Wiederholung vom 21. September 2025)
GoDie meisten Nationen pflegen Großerzählungen aus ihrer Geschichte, die sie zu sozialen Einheiten formen und den Zusammenhalt stärken sollen. Solch eine Erzählung ist für Frankreich die Revolution von 1789, für Russland der Große Vaterländische Krieg gegen Deutschland. Die deutsche Kollektivlegende der Gegenwart unterscheidet sich markant von diesen Erzählungen. Sie beinhaltet das Bekenntnis zur „singulären“ deutschen Schuld an zwei Weltkriegen und die Verpflichtung zum „Antifaschismus“, um so die Vergangenheit zu „bewältigen“.
Die staatlich gepflegte Erinnerungskultur war berufen, diese Großerzählung zu festigen. Dabei spielte der sogenannte Historikerstreit 1986/1987 eine entscheidende Rolle, im Laufe dessen jeder mögliche Widerspruch medial vernichtet wurde. Wie aber verträgt sich mit dem aggressiven Antifaschismus die kriegerische Verteidigung der Ukraine, eines Nachfolgers der Alliierten des Nazi-Regimes?
GoIn seiner Vorlesung behandelt Michael Esfeld ein von Hobbes aufgezeigtes Dilemma, dessen zwei Seiten oft mit den zwei Hörnern eines wilden Stiers verglichen werden. Entweder herrscht in der Gesellschaft der Naturzustand mit unkontrollierter Gewaltanwendung, oder es wird mit dem sogenannten Gesellschaftsvertrag eine Staatsgewalt mit uneingeschränkter Befugnis zur Setzung und Durchsetzung von Recht errichtet. Dann allerdings bleibt die Freiheit auf der Strecke. Der Vortrag zeigt dagegen Wege auf, wie sowohl der gesellschaftliche Frieden als auch die Freiheit der Bürger gesichert werden können.
GoHorst-Joachim Lüdecke, emeritierter Professor für Informatik und Physik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, befasst sich schon seit langem mit der Auswertung von Klimadaten. In seiner Vorlesung mit dem Titel „Klima und CO₂ – warum Dekarbonisierung keine gute Idee ist“ beschreibt er viele mächtige physikalische Prozesse, von denen CO₂ nur eine – wahrscheinlich eher geringfügige – unter vielen ist, die unser Klima bestimmen. Klima ist gerade wegen der Interaktion so vieler Einflüsse nur auf kurze Sicht modellierbar, was die langfristigen Klimamodelle, auf die sich Politiker berufen, eher fragwürdig erscheinen lassen. Unter diesen Umständen ist es wenig sinnvoll, eine hochentwickelte Volkswirtschaft mit enormen Kosten und um den Preis der Deindustrialisierung zu dekarbonisieren. Denn es gibt keine Beweise für eine bevorstehende katastrophale Erwärmung des Klimas durch die industrielle Tätigkeit der Menschen.
GoDie europäische Hochküche kannte lange nur zwei Konsumenten: den Hochadel und den Industriellen. Letzterer trat oft als Mäzen und Sponsor der Sternerestaurants auf. Mit dem Fabrikanten Hubertus Erfurt spricht Markus Vahlefeld über die Entwicklung der Hochgastronomie in Deutschland, was sich seit dem deutschen Küchenwunder in den 1980er-Jahren geändert hat und welche kulinarischen Rituale das wohlhabende Großbürgertum zu Hause pflegte.
GoMit dem Ernährungswissenschaftler Uwe Knop spricht Markus Vahlefeld über die Wirkung der Ernährungspyramide, die in Deutschland die Deutsche Gesellschaft für Ernährung festlegt und in den USA das Gesundheitsministerium unter Leitung von Robert Kennedy Jr. Vor kurzem hat er alle Empfehlungen, die doch streng wissenschaftlich erfolgen, handstreichartig (fast) umgedreht. Was sagt das über die Ernährung, über die Wissenschaft und über die Stoßrichtung, die derartige Empfehlungen haben? Und der Foodblogger Georg Etscheit setzt sein Käsebrevier mit dem Gouda fort.
GoMit dem freien Bauern Thomas Frenk spricht Markus Vahlefeld über die Winterarbeit, die Verhinderung des Mercosur-Abkommens und über die Unruhe unter den Viehbauern, was den Methanhemmer Bovaer betrifft. Den müssen Milchviehbetriebe in Dänemark mit mehr als fünfzig Tieren nun dem Futter beimischen, um die Methanemissionen aus der Rinderhaltung zu senken. Nach Geo-Engineering zur Beeinflussung des Wetters und Human Engineering zur Bekämpfung von Corona ist dies der Schritt ins Animal-Engineering, vermeintlich zur Rettung des Klimas. Wie konnte es so weit kommen?
GoMit dem Koch Heiner Bohnet spricht Markus Vahlefeld über das Gemüse, das im Winter eingelagert ist und das als wenig edel gilt: Rübchen, Wurzeln, Pastinaken und was noch dazugehört. Heiner Bohnet erklärt, wie auch Lagergemüse durch den Zubereitungsprozess veredelt werden kann und wie es am besten schmeckt. Der Journalist und Foodblogger Georg Etscheit stellt das bekannte Schmalzgebäck zu Fasching vor. Woher kommt die Tradition des In-Schmalz-Ausbackens?
GoIn unserer Lesestunde bringen wir eine Lesung des Osteuropa-Historikers, Politologen und Autors Alexander Rahr aus seinem Roman „Das Goldene Tor von Kiew“. Der Berliner Politologe Georgi Vetrov trifft in Lissabon auf einen russischen General und wird unfreiwillig Teil einer geheimdienstlichen Operation. Während in Berlin mittels Desinformation hybride Kriegsführung betrieben wird, diskutieren politische Zirkel über die Erschaffung eines „Putin-Avatars“, einer künstlichen Intelligenz, die als ewiger Herrscher die Geschicke Russlands lenken soll. Um die Hintergründe und Ziele des Ukraine-Krieges und eine Welt im drohenden Umsturz zu beschreiben, lässt der Autor literarische Figuren aus Dostojewskis Roman „Die Dämonen“ in der Gegenwart agieren.
Das Buch ist im September 2025 im Verlag Das neue Berlin erschienen. Es ist über folgenden Link erhältlich: https://www.eulenspiegel.com/buecher/das-neue-berlin/titel/das-goldene-tor-von-kiew.html
GoIn unserer Lesestunde liest der Osteuropa-Historiker, Politologe und Autor Alexander Rahr einen weiteren Abschnitt aus seinem Roman „Das Goldene Tor von Kiew“. Der Autor beleuchtet darin die Ursprünge des altslawischen Großreichs Kiewer Rus, dessen Zerfall, sowie die „Zeit der Wirren“. Diesen historischen Ereignissen stellt er die Gegenwart gegenüber: Während russische und britische Geheimdienste in Lissabon ein undurchsichtiges Spionagespiel treiben, wird die öffentliche Meinung gezielt durch mediale Manipulation und psychologische Kriegsführung gelenkt.
Das Buch ist im September 2025 im Verlag Das neue Berlin erschienen. Es ist über folgenden Link erhältlich: https://www.eulenspiegel.com/buecher/das-neue-berlin/titel/das-goldene-tor-von-kiew.html
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor Volker Mohr aus seinem Novellenband „Verglühende Sterne“. In „Das Lachen“ stellt Herbert Lohmann fest, dass er, ohne es beabsichtigt zu haben, in speziellen Situationen spontan lachen muss. Seltsame Dinge geschehen auch in der Erzählung „Die Mauer“. Obwohl niemand die Absicht hat, eine Mauer zu errichten, muss Hubert Laska mitansehen, wie in seiner Stadt Bauarbeiten im Gang sind. Warum sieht nur niemand, was hier geschieht?
Das Buch ist im Dezember 2025 im Schaffhauser Loco-Verlag erschienen. Das Buch ist über folgenden Link erhältlich: https://www.loco-verlag.ch/
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor Volker Mohr einen weiteren Abschnitt aus seinem Novellenband „Verglühende Sterne“. In dem Text unter dem Titel „Das Geld“ versucht der Protagonist Greiner sein Erspartes loszuwerden, nach dem Motto: „Wer nichts mehr besitzt, dem kann auch nichts mehr genommen werden.“ Dabei stößt er auf unerwartete Schwierigkeiten. In der Novelle „Die Kreuzfahrt“ stellt der Passagier Max Petzold fest, dass das Schiff eine leichte Schlagseite aufweist. Doch niemand glaubt ihm, auch nicht, als die Schieflage offensichtlich wird.
Das Buch ist im Dezember 2025 im Schaffhauser Loco-Verlag erschienen und über folgenden Link erhältlich: https://www.loco-verlag.ch/
GoIn unserer Lesestunde präsentieren wir einen Auszug aus der Novelle „Plautus im Nonnenkloster“ des Schweizer Schriftstellers Conrad Ferdinand Meyer, die 2013 im Sinus-Verlag erschienen ist. Im Kreis gebildeter Florentiner berichtet der Kuriensekretär Poggio Bracciolini, wie er in einem Nonnenkloster in der Nähe von Konstanz nach einem verschollenen Manuskript des römischen Dichters Plautus gesucht hat. Dabei kommt er der Äbtissin Brigittchen von Trogen auf die Spur, die das Volk mit einem gefälschten Wunderkreuz täuscht. Es lesen Gerd Warmeling, Dagmar Manzel und Nadja Schulz-Berlinghoff.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: https://www.sinus-verlag.ch/de/hoerbuch/deutsche-literatur-conrad-ferdinand-meyer/conrad-ferdinand-meyer-plautus-im-nonnenkloster/
Go
Ein Werk aus der Stille nach dem Zusammenbruch eines Zeitalters: Edward Elgars Cellokonzert ist Musik der Erinnerung, der Trauer und der inneren Sammlung. Diese Musikstunde erzählt von seinem späten Schaffen, von Krieg, Rückzug und einer Interpretation, die dem Werk endlich Gehör verschafft hat.
GoZwei Hornkonzerte, zwei Generationen, zwei musikalische Weltbilder innerhalb einer Münchner Familie. Vater Franz Strauss steht für handwerkliche Perfektion und klassische Schönheit, sein Sohn Richard Strauss für Aufbruch, Risiko und neue Klangräume.
GoDas Geburtstagskind erhält einen Auftrag, der seine Geldsorgen lindern soll. Es liefert in rekordverdächtiger Geschwindigkeit. Und dennoch entstehen einige seiner schönsten Melodien. Was das bedeutet, lässt sich erahnen, wenn man weiß, dass dieser Komponist Wolfgang Amadeus Mozart heißt.
GoAuf der Suche nach der russischen Identität stößt Nikolai Rimski-Korsakow auf einen Sultan, dessen Gemahlin und ihre Geschichten. In dieser Musikstunde folgen wir den Spuren von Tausendundeiner Nacht. Orientalische Fantasie inmitten orchestraler Virtuosität und große Dirigenteninterpretationen.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ dokumentieren wir zwei Veranstaltungen vom 9. November 2025, durchgeführt im Rahmen der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle an der Saale. Initiiert wurde die Messe von der Inhaberin des Buchhauses Loschwitz in Dresden, Susanne Dagen. Die erste Veranstaltung war ein Gespräch zwischen Kontrafunk-Chef Burkhard Müller-Ullrich und dem Kontrafunk-Amerika-Experten Collin McMahon über die Epstein-Files und die Unterwanderung Deutschlands durch den politischen Islam. In der zweiten sprachen der AfD-Europaabgeordnete Marc Jongen und der Hallenser Psychiater und Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz über die psychologischen Wurzeln der aktuellen, kriegslüsternen Politik.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Vortrag von Prof. Gabriele Krone-Schmalz unter dem Titel „Russland und der Westen – eine schwierige Beziehung“. Die Journalistin und ehemalige Moskau-Korrespondentin der ARD erörtert die Ursachen für den Verfall der europäisch-russischen Beziehungen und beschreibt Perspektiven für eine künftige Friedensordnung. Der Vortrag wurde am 21. November 2025 im Theater Ost in Berlin aufgenommen.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Ausschnitt aus einer aktuellen Rede von Herbert Kickl, Obmann der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), anlässlich des FPÖ-Jahrestreffens. Er sprach am 17. Januar 2026 in der Kärntner Messe in Klagenfurt unter dem Motto „Klare Verhältnisse“ über die politischen Ziele seiner Partei. Die vollständige Rede finden Sie auf dem Youtube-Kanal von FPÖ TV.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Vortrag von Prof. Martin Wagener unter dem Titel „Der Streit um den Volksbegriff: Der BND, das Bundesverwaltungsgericht und die Wissenschaftsfreiheit“, gehalten am 21. Januar 2026 in Berlin. Veranstalter war der Verlag Junge Freiheit. Der Professor für Politikwissenschaft thematisiert sein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht wegen eines vermeintlich verfassungswidrigen Volksbegriffs in seinem Buch „Kulturkampf um das Volk“. Wagener analysiert das Urteil vom 9. Oktober 2025 und erörtert dessen Tragweite für die Wissenschaftsfreiheit sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für ihn persönlich. Dieter Stein, Chefredakteur der „Jungen Freiheit“, führt ins Thema ein.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir zwei leicht gekürzte Vorträge von Gabriele und Sophia Kuby auf dem Kongress „Zukunft + Werte“, der sich unter anderem mit den Themen Ehe, Familie und Lebensschutz befasste. Die Veranstaltung fand am 25. Oktober 2025 in Winterthur statt. Veranstalter war die Stiftung Zukunft CH. Durch das Programm führte Beatrice Gall, Geschäftsführerin von Zukunft CH.
GoIn unserer Lesestunde liest die Autorin Renate Wullstein aus ihrem autobiografischen Roman „Fliegende Blätter – Eine Geschichte aus der DDR“. Nach dem Studium an der Sporthochschule in Leipzig wird die Ich-Erzählerin Irina Wollny im Jahr 1975 in die Provinz nach Burg delegiert, um dort als Kreissportlehrerin den Schwimmsport zu fördern. Sie fühlt sich vollkommen fehl am Platz, denn insgeheim spielt sie mit dem Gedanken, Schriftstellerin zu werden und Kurzgeschichten zu schreiben.
Das Buch ist 2020 bei Epubli erschienen. Es ist über den folgenden Link erhältlich: https://www.epubli.com/shop/fliegende-blaetter-9783750274372
GoDie Zivilgesellschaft ist ein Schlüsselbegriff des zeitgenössischen Demokratieverständnisses. Ihre Wurzeln reichen in die Zeit um 1800 zurück, als sich die bürgerliche Gesellschaft vom Obrigkeitsstaat emanzipierte und ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nahm. Diese alte Zivilgesellschaft gibt es nicht mehr. Sie wurde aufgesogen von einem immer globaler werdenden Netzwerk von NGOs, Regierungen, Behörden, Stiftungen, staatsnahen Medien. Die bürgerliche Gesellschaft muss neue Formen zur Gestaltung ihrer Lebenswelt und zur Wahrnehmung ihrer Interessen hervorbringen.
GoDie Nibelungensage ist bis heute Bestandteil deutscher Identitäts- und Erinnerungskultur. Der Ausgangspunkt des Vortrages ist die Beobachtung, dass das Nibelungenlied bis in die Gegenwart politische Deutungskonflikte auslöst. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie und unter welchen historischen Bedingungen ein literarischer Untergangsmythos im 19. Jahrhundert zum deutschen Nationalepos werden konnte. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Transformation des Nibelungenliedes von dessen historischem Kern über die mittelalterliche Erzählung bis hin zu seiner nationalen und ideologischen Vereinnahmung im Kaiserreich und im Nationalsozialismus.
Dabei werden Konzepte wie die der Kulturnation oder der Herkunft der Deutschen aus dem Germanentum im Verlauf der deutschen Geschichte ab dem späten 18. Jahrhundert betrachtet. Abschließend wird danach gefragt, inwiefern der Untergang der Nibelungen als Deutungsmuster über 1945 hinaus fortwirkt und in veränderter Form das politische und moralische Selbstverständnis im Deutschland der Gegenwart prägt.
GoDer österreichische Journalist Karl-Peter Schwarz hatte das Privileg, den 2019 verstorbenen großen liberalen Philosophen und Ökonomen Anthony de Jasay noch persönlich kennenlernen zu dürfen. In seinem Beitrag würdigt er den gebürtigen Ungarn, der heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist. De Jasay gehörte keiner intellektuellen Schule an. Er war ein origineller Denker, der radikalste unter den radikalen Individualisten, ein großer Einzelgänger unter den politischen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Mit seiner originellen Analyse der wahren Natur des Staates gelang es ihm, einen völlig neuen Blick auf dessen Funktionsweise zu werfen. Nach seiner Theorie ist der Staat kein Instrument in den Händen von Klassen oder Parteien, sondern ein autonomer Akteur mit einem eigenen Willen und eigenen Zielen, nämlich der Machtmaximierung und Selbsterhaltung.
GoIn seiner Vorlesung behandelt Michael Esfeld die Frage, wie Staaten offensichtliches, schweres Unrecht in anderen Staaten behandeln sollen. Sollen sie, wenn sie die Machtmittel dafür zur Verfügung haben, gegen das Unrecht vorgehen? Dies scheint moralisch geboten, doch ist der Weg mit dem republikanischen Rechtsstaat nicht vereinbar, denn er höhlt die Grundlage des Rechtsstaats aus und fügt den eigenen Bürgern Schaden zu. Auch wenn humanitäre Prinzipien in einem fremden Land schwer verletzt werden, ist es deshalb falsch, militärische Mittel zur Behebung des Unrechts einzusetzen. Das Beispiel von Sokrates zeigt einen Ausweg aus diesem Dilemma: Er führt vor, wie man sich selbst weigern kann, Unrecht zu tun, ohne dabei mit Gewalt gegen andere vorzugehen.
GoDie japanische Pianistin Chie Ishii, die seit mehr als dreißig Jahren in Deutschland lebt, hat ein Buch über die für sie geeignete Ernährung geschrieben. Dabei geht es nicht nur um die eklatanten Unterschiede zwischen den deutschen und den japanischen Essgewohnheiten, auch die Kehrseite der herzhaften Aromen, die in der modernen Küche oftmals dem Chemielabor entstammen, bespricht sie mit Markus Vahlefeld.
GoDer Buchautor und Delikatessenhändler Ralf Bos berichtet über Japan und dessen Küche. Nicht nur sind die japanischen Produkte eigentümlich und wohlschmeckend, auch die Ästhetik, die Farbgebung und die Höflichkeit spielen eine große Rolle dabei, die Küche Japans zu verstehen und das typische und als Weltkulturerbe anerkannte Washoku zu erreichen.
GoWas für die westliche Küche der Wein, ist für die japanische Küche der Sake. Mit dem Delikatessenjäger Ralf Bos spricht Markus Vahlefeld über die verschiedenen Macharten des Sake, wie man Sake-Etiketten liest, wie Sake schmeckt und warum er so gut zur japanischen Aromatik passt.
GoDie verarbeiteten Lebensmittel sind meist mit Zucker aufgepeppt, ganz zu schweigen von Limonade und Schokolade. Und weil Zucker so beliebt ist und moderne Gesellschaften „übersüßt“ sind, hat die Politik die Zuckersteuer für sich entdeckt. Die soll es richten und uns alle wieder gesund machen. Der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop hat da eine etwas andere Meinung. Im zweiten Teil geht Georg Etscheit in die Produktion: die des Mozzarella. Wie wird er gemacht, wie soll er schmecken?
GoRobert Schumanns „Carnaval“ führt durch Figuren, Codes und versteckte Botschaften. Ein klingendes Spiel mit Identitäten, Fantasie und ironischem Ernst. Zwischen Walzer, Rätsel und Revolte. Der Künstler porträtiert sich selbst und verewigt die beiden Damen seines Herzens.
GoEin Brief. Ein System, zwei Tote. Verdi zeigt, wie Macht Liebe zerstört. Eine Premiere an der Staatsoper. Eine Regie, die sich in Assoziationen verliert. Viele Buhrufe. Verdi beweist, dass große Musik selbst schlechte Regie überlebt.
GoHans Rott war 22, als er seine Symphonie zu einem Wettbewerb einreichte, in dessen Jury Johannes Brahms saß. Dessen Urteil wirft den jungen Komponisten aus der Bahn und lässt seine Symphonie beinahe aus der Musikgeschichte verschwinden.
GoEin Vater formt ein Wunderkind. Ein junger Komponist verliebt sich. Eine Sechzehnjährige schreibt ein Klavierkonzert von erstaunlicher Kühnheit. Clara Schumann – zwischen Kontrolle, Aufbruch und eigener Stimme.
GoIn unserer Sendung: „Tondokument“ bringen wir ein Interview zwischen dem Wirtschaftsprofessor Gerd Habermann und Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Chef des deutschen Verfassungsschutzes. Am 27. Januar sprachen beide in den Räumlichkeiten der Hayek-Gesellschaft, Berlin, über „die aktuelle Lage des Liberalkonservatismus in Deutschland“ mit besonderem Blick auf Gründung, Verlauf und Scheitern der Werteunion sowie über die aktuelle Situation der deutschen Politik.
GoIn diesem leicht gekürzten Interview spricht mit Sucharit Bhakdi, Professor für medizinische Mikrobiologie und Infektionsimmunologie, über neue Erkenntnisse zu den Vorgängen während der sogenannten Corona-Pandemie, über die Risiken neuer Impfstoffe und über die notwendige Optimierung der Impfstoffsicherheit. Das vollständige Interview ist auf dem Youtube-Kanal der Atlas-Initiative zu finden.
GoAm 17. Januar fand in Wien die Tagung „Mythos Kopftuch“ statt, von der wir einen gekürzten Mitschnitt bringen. Veranstalter war das Institut für Islamisch-Theologische Studien in Kooperation mit dem Zentrum für Europäischen Islam, Migration und gesellschaftliche Transformation. Ednan Aslan, Professor für Islamische Religionspädagogik, Mouhanad Khorchid, Professor für Islamische Religionspädagogik, die Wiener Lehrerin Susanne Wiesinger und Prof. Susanne Schröter, Ethnologin und Publizistin, befassen sich mit den religiösen Grundlagen des Kopftuchs im Koran und dessen Bedeutung für Schule und Gesellschaft.
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Vortrag des Theologen und ehemaligen Fernsehmoderators Peter Hahne in der Hegnacher Pauluskirche. Hegnach liegt in Baden-Württemberg, wo am Sonntag gewählt wird. Hahne sprach dort am letzten Wochenende unter anderem über die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland und der Welt sowie über sein zuletzt erschienenes Buch „Warum macht Ihr uns kaputt?“. Der vollständige Vortrag kann auf dem Youtube-Kanal der Pauluskirche Hegnach angesehen werden.
GoMal schmettert sie triumphierend, mal flüstert sie sanft: die Trompete. Thomas Hoffmann stellt unvergessliche Werke vor, in denen Künstler verschiedener Epochen und Genres diesem Instrument ganz besondere Töne und Melodien entlocken. Ein Streifzug durch die Welt der Königin des Blechs. (Wiederholung vom 18. Oktober 2024)
GoSaiteninstrumente gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Klangfarben und Kulturen. Viele erfindungsreiche Geister aus Instrumentenbau und Tontechnik waren daran beteiligt, bis schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts Tonabnehmer entwickelt wurden, mit denen sich die Schwingung der Saiten magnetisch übertragen und elektronisch verstärken ließ. Thomas Hoffmann nimmt heute die E-Gitarre in den Fokus und überfliegt dabei ein ganzes Jahrhundert mit einem Instrument, das an Stil- und Klangvielfalt kaum zu überbieten ist. (Wiederholung vom 19. November 2024)
GoIn unserer Lesestunde liest die Schriftstellerin Sibylle Knauss aus ihrem Roman „Eine unsterbliche Frau“. Die antike Seherin Sibylle von Cuma erhält vom Gott Apollon als Geschenk für ihre Hingabe so viele Lebensjahre wie Körner in einer Handvoll Sand. Seitdem erlebt sie als Beobachterin und Deuterin Jahrtausende des Weltgeschehens.
Das Buch ist 2019 im Verlag Klöpfer-Narr, Tübingen, erschienen und ist über die Mailadresse der Schriftstellerin erhältlich: [email protected]
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor Diether Dehm, Unternehmer und ehemaliger Politiker, aus seinem aktuellen Roman „Katharina“, dem zweiten Teil der Trilogie „Aufstieg und Niedertracht“. Während eines winterlichen Aufenthalts im Jagdschloss am Werbellinsee zu Beginn der 80er-Jahre trifft der hessische Staatssekretär Rudi Herrmann auf den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker und sucht die Nähe zu dessen Angestellter Katharina. Die beginnende Vertrautheit wird jedoch durch die Einmischung von Rudis früherer Partnerin Isolde belastet.
Das Buch ist 2025 im Verlag Krasser Guru erschienen und kann über folgenden Link bezogen werden: https://buecher.krasser.guru/produkt/katharina/
GoIn unserer Lesestunde liest der Autor, Unternehmer und ehemalige Politiker Diether Dehm einen weiteren Abschnitt aus seinem Roman „Katharina“, dem zweiten Teil der Trilogie „Aufstieg und Niedertracht“. Der hessische Staatssekretär Rudi Herrmann von der SPD fordert in einem Antrag den Ausstieg aus der Atomkraft. Trotz erheblicher Widerstände zeichnet sich für Rudis Vorhaben eine Mehrheit im hessischen Landesvorstand ab.
Das Buch ist 2025 im Verlag Krasser Guru erschienen und kann über folgenden Link bezogen werden: https://buecher.krasser.guru/produkt/katharina/
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Im Vortrag werden zunächst die zentralen Dimensionen des kaum reparabel erscheinenden politisch-gesellschaftlichen Krisensyndroms bestimmt, das sich in „westlichen“ Ländern entfaltet hat. Dessen wichtigste Folge ist ein rasanter Legitimitätsverlust des politischen Systems in der Bevölkerung. Was meint die Kategorie des Legitimitätsverlustes grundsätzlich, und welches sind ihre dominanten gegenwärtigen Einzelaspekte? Es gibt ernstzunehmende Gesellschaftsbeobachter, die bürgerkriegsähnliche Gewalt im Gefolge dieses Legitimitätsverlustes prognostizieren. Wie werden solche Prognosen begründet?
GoDer „demografische Wandel“ ist eine Parole von großer politischer Durchschlagkraft; zuletzt diente sie der Rechtfertigung der Migrationspolitik. Der Begriff bezeichnet Änderungen in der Bevölkerungsstruktur mit ihren Folgen für die sozialen, ökonomischen, politischen und auch kulturellen Lebensformen einer Gesellschaft. Seit dem 17. Jahrhundert versucht man, diese Prozesse statistisch zu erfassen und zu beeinflussen. Immer geht es dabei um Ausübung von Macht, und oft genug haben sich Bevölkerungsstatistiker in den Dienst dieser Macht gestellt.
GoWer politisch aktiv sein will, muss vor allem eines tun: reden. Die Wirkung politischen Redens reicht von den „großen Reden“, welche den Gang der Weltgeschichte beeinflussten, bis zu solchen Reden, die – wie man zu sagen pflegt – „nichts als Worte“ sind. Die Vorlesung behandelt zunächst die „Macht der Sprache“ im politischen Wettbewerb und dann, im zweiten Teil, die „Sprache der Macht“, also die sprachliche Herrschaft, die ein bestimmtes politisches System ausübt und als verbindliche Sprachregelung („Sprachregime“) durchsetzt. Abschließend wird anhand von zwei Redebeispielen, dem Flüchtlings- und dem Deutschen-Diskurs, aktuell gezeigt, dass auch in Deutschland für gewisse Themen heute ein politisches Sprachregime besteht.
GoSie spielt in Orchestern, Big Bands oder kleinen Jazzcombos mehr als nur mit und kann auch solo begeistern: die Posaune. Thomas Hoffmann stellt musikalische Werke von der Klassik bis in die Populärmusik vor, die von den weichen, warmen Tönen und dem breiten Tonspektrum der Posaune getragen werden. (Wiederholung vom 26. November 2024)
GoDer Koch Heiner Bohnet stellt eines seiner liebsten und gleichzeitig einfachsten Frühlingsgerichte vor. Denn auch wenn die Natur erwacht und alles zu strömen beginnt, so hinken die frischen Zutaten noch hinterher, denn sie brauchen Zeit zum Reifen. Was also kann im März schon Körper und Seele erfreuen? Im zweiten Teil kommt Markus Vahlefeld auf die Weinkrise zu sprechen, die nun auch renommierte Weingüter mit Wucht trifft.
GoRené Redzepi vom Kopenhagener Noma tritt zurück. Mal wieder. Nun jedoch sind die Vorwürfe zu konkret und laut geworden. Dennoch wirkt alles halbherzig und durchgeplant. Was ist dran? Und mit dem freien Bauern Thomas Frenk spricht Markus Vahlefeld über den Winter und wie die Bauern das Ausatmen der Natur durch ihrer Hände Arbeit begleiten müssen.
GoVor mehr als zwanzig Jahren wurde bei Friederike von Deringer Multiple Sklerose diagnostiziert. Nervenkrankheiten, so sagt man, sind nicht heilbar. Frau von Deringer behauptet das Gegenteil. Ganz ohne die Segnungen der Pharmaindustrie, aber eben mit Vitamin D3 und einer Essensumstellung hat sie ihre MS besiegt. Nun hat sie ein Buch geschrieben mit vielen einfachen und leckeren Rezepten.
GoJeder kennt es aus der eigenen Kindheit oder aus der Kindererziehung: Manches Essen schmeckt Kindern nicht, und das Mosern ist laut, die Weigerung heftig. Dass sich darin eine kulinarische Körperintelligenz zeigt, erklärt der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop.
GoWir leben in der Zeit wie der Fisch im Wasser, die Zeit trägt uns mit sich fort, ob wir wollen oder nicht. Was ist sie aber, ist sie überhaupt real? Man könnte denken, sie sei etwas, das Menschen erfunden haben, um die Dinge zu ordnen. Doch das ist nicht so. Denn die Zeit ist von Anfang an untrennbar mit dem Universum verbunden. Physiker sprechen vom vierdimensionalen Raum, vom Raum-Zeit-Kontinuum. Gesetze der Physik geben der Zeit eine Richtung und bestimmen auch, wie schnell sie vergeht. Ist also die Zukunft vorbestimmt? Was ist ewig im Universum, und wird die Zeit zusammen mit ihm enden? Die Physik kann heute viele der Fragen über die Zeit beantworten, aber bei weitem nicht alle.
GoWas im deutschen Sprachraum gemeinhin als katholische Kirche gilt, ist in einem erbärmlichen, in mancherlei Hinsicht sogar skandalösen Zustand. In seinem Vortrag bittet der Theologe David Berger die Hörer trotz alledem, diese schmerzlichen Erfahrungen beiseitezulegen und zu fragen, was die Kirche von ihrer Grundidee her ist, was ihr Wesen ausmacht. Die Kirche sollte nicht aufgrund ihres gegenwärtigen institutionellen Zustands, sondern nach ihrem spirituellen Kern beurteilt werden, nach der Definition, wie sie im Neuen Testament steht: als „mystischer Leib Christi“. Der Apostel Paulus beschreibt die Gemeinde als einen Leib, dessen Glieder die Gläubigen, dessen Haupt Christus ist. In diesem Sinne sprach Joseph Ratzinger davon, dass wir keine „menschlichere Kirche“ brauchten, „sondern eine göttlichere“.
GoDer Ingenieur im Ruhestand, Peter Niebergall, liest aus seinem autobiografischen Buch „Wir wollten weg“. Es ist die Chronik eines Politgeschädigten, der durch seinen Zweifel am „real existierenden Sozialismus“ in die Mühlen staatlicher Repression geriet. Akribisch und schnörkellos dokumentiert Niebergall nicht nur das politische System der DDR, sondern auch seine über Jahre geplante Ausreise, seine Zeit im Gefängnis und schließlich seine Abschiebung in die Bundesrepublik. Das Buch ist im November 2025 beim Loco-Verlag erschienen.
GoIn den kommenden Wochen bringen wir Geschichten aus dem Erzählzyklus „Dubliner“ von James Joyce. Der Zürcher Sinus-Verlag und sein Herausgeber Albert Bolliger haben das Werk des irischen Schriftstellers in einer aufwendigen Buch- und Hörbuchproduktion veröffentlicht. In der Erzählung „Die Schwestern“ erfährt der junge Ich-Erzähler von dem geistigen Verfall des verstorbenen Dubliner Pfarrers James Flynn. Die Geschichte „Eine Begegnung“ schildert den heimlichen Ausflug zweier Schüler und ihr Zusammentreffen mit einem fremden älteren Mann. In „Arabia“ verspricht ein schüchterner Junge, der Geliebten ein Mitbringsel von einem Dubliner Basar zu besorgen. Sprecher sind Gerd Wameling, Ulrich Matthes und Christian Brückner.
Das vollständige Hörbuch können Sie über den Sinus-Verlag erwerben: https://sinus-verlag.ch/de/hoerbuch/englische-literatur/james-joyce-dubliner/
GoHören Sie einen weiteren Abschnitt aus dem Erzählzyklus „Dubliner“ des irischen Schriftstellers James Joyce. Das Hörbuch wurde 2012 beim Sinus-Verlag unter der Regie von Albert Bollinger herausgegeben. Im letzte Woche ausgestrahlten Teil der Erzählung „Arabia“ verspricht ein schüchterner Junge, der Geliebten ein Mitbringsel von einem Dubliner Basar zu besorgen. Nun stellt er fest, dass der Basar bereits geschlossen ist, und wird dadurch mit seinen Illusionen über Romantik und Verliebtheit konfrontiert.
Die Erzählung „Evelin“ beschreibt das Ringen der jungen Evelin Hill um die Flucht aus ihrer ungeliebten Heimat. „Nach dem Rennen“ handelt von Jimmy Doyle, dem Sohn eines reichen Händlers, der infolge eines Autorennens mit vier weiteren Männern einen ausschweifenden Abend durchlebt. Und der erste Teil der Geschichte „Zwei Kavaliere“ erzählt von den ungleichen Freunden Lenehan und Corley, die an einem Abend im August durch Dublin streifen. Sprecher sind Christian Brückner, Dagmar Manzel, Ulrich Matthes und Stefan Kaminski.
GoIm dritten Teil unserer Reihe mit dem Erzählzyklus „Dubliner“ des irischen Schriftstellers James Joyce wird zu Beginn die Erzählung „Zwei Kavaliere“ fortgesetzt: Die ungleichen Freunde Lenehan und Corley streunen durch Dublin – Corley trifft sich mit einem Mädchen, und Lenehan wird mit seiner Einsamkeit konfrontiert. „Die Pension“ erzählt die Geschichte der strengen Pensionsdame Mrs Mooney, die die heimliche Liebe zwischen ihrer Tochter Polly und dem Pensionsgast Mr Doran zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil nutzt. Und im ersten Teil der Erzählung „Eine kleine Wolke“ trifft der schüchterne Angestellte und Familienvater Little Chandler auf seinen alten Freund Ignatius Gallaher und beginnt dadurch sein gutbürgerliches Leben zu hinterfragen.
Das Hörbuch wurde 2012 im Zürcher Sinus-Verlag unter der Regie von Albert Bollinger herausgegeben. Sprecher sind Stefan Kaminski, Gerd Wameling und Christian Brückner.
GoDas Werk „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi gilt als Inbegriff des Bekannten – und ist doch voller Überraschungen. Unterschiedliche Quellen, wechselnde Klangideale und drei Jahrhunderte Rezeptionsgeschichte zeigen: Es gibt nicht „Die vier Jahreszeiten“. Es gibt viele.
GoJacques Offenbach gilt als König der Operette und als Meister des Pariser Humors. Doch bevor er mit dem berühmten Cancan die Bühnen Europas eroberte, war er ein gefeierter Cellovirtuose. In dieser Musikstunde begegnen wir dem jungen Offenbach. Im Mittelpunkt stehen sein selten gespieltes „Concerto militaire“ sowie das berühmte „Les larmes de Jacqueline“.
GoFranz Schuberts letzte Lieder. War „Schwanengesang“ ein geplanter Zyklus, oder wurde er erst vom Verleger zu einem solchen gemacht? Ist es ein Abgesang oder Beginn einer neuen künstlerischen Entwicklung, die durch den frühen Tod des Komponisten jäh unterbrochen wurde? Und wie werktreu ist es, ein Lied zu transponieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich diese Ausgabe der Musikstunde.
GoGiovanni Pergolesis „Stabat mater“ bewegt seit fast 300 Jahren – geliebt, kritisiert, verändert und doch ungebrochen lebendig. Zwischen Oper und Andacht, zwischen schlichter Form und tiefer Wirkung stellt dieses Werk bis heute die gleiche Frage: Was darf geistliche Musik?
GoEin gestresster Komponist lebt in wilder Ehe – zu seiner Zeit ein Skandal. Gerade deshalb fühlt er sich zu Figuren hingezogen, die mehr wagen, als die Zeit erlaubt. Zeitgenössische Kostüme werden von der Zensur verboten, die Uraufführung gerät zum Chaos. Die weibliche Hauptrolle ist unmöglich ideal zu besetzen. Und doch entsteht ein Werk, das bis heute jeder kennt.
GoDer Finanzexperte Markus Krall beschäftigt sich mit der aktuellen Entwicklung der Weltordnung. Sein Vortrag fand während eines „Krall und Bubeck“-Live-Events seiner Firma Goldrevolution über Lügennarrative, Machtverschiebung und ein Währungssystem am Limit am 25. November 2025 in Fulda statt. Der Mitschnitt kann überdies auf dem Youtube-Kanal der Atlas-Initiative abgerufen werden.
GoAm 4. März lud das Liberale Institut zu einer Konferenz in Zürich mit dem Titel „Schweiz–EU: wie weiter?“. Der Wirtschaftsphilosoph und Publizist Prof. Gerd Habermann und der Verleger und „Weltwoche“-Chefredaktor Roger Köppel betrachten den Zustand der Europäischen Union und deren Bedeutung für die Schweiz. Der Direktor des Liberalen Instituts, Olivier Kessler, führt ins Thema ein (gekürzter Mitschnitt).
Go„Die Kraft der Generationen – von erfolgreichen Unternehmerfamilien lernen“ lautet der Titel des neuen Buches von Prof. Heiko Kleve, Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Organisation und Entwicklung von Unternehmerfamilien an der Privatuniversität Witten/Herdecke. Kleve spricht in den Räumlichkeiten der Hayek-Gesellschaft in Berlin über seine Forschung zu Familienunternehmen. Der Vortrag mit Auszügen aus dem Buch kann überdies auf dem Youtube-Kanal der Hayek-Gesellschaft, Berlin, angesehen werden.
GoPassend zum Karsamstag hören Sie einen etwa hundert Jahre umspannenden Bogen österlicher Musik. Der österreichische Pianist und Konzertbegleiter Markus Vorzellner präsentiert Weltmusik aus Sachsen von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, komponiert zwischen 1623 und 1727.
GoHören Sie einen Vortrag des Philosophen und Politikwissenschaftlers Sascha Tamm mit dem Titel „250 Jahre USA, die geistigen Wurzeln". Tamm sprach am 25. März 2026 in den Räumlichkeiten der Hayek-Gesellschaft, Berlin, über die Entstehung des US-amerikanischen Rechts und der Unabhängigkeitserklärung mit besonderem Blick auf die unterschiedlichen politischen Standpunkte der Gründungsväter, die dennoch in eine gemeinsame Erklärung mündeten. Wenn Tamm im Vortrag von „ihm“ spricht, meint er den Philosophen John Locke. Das im Vortrag erwähnte Bild zur Übergabe der Unabhängigkeitserklärung zeigt das Ölgemälde des amerikanischen Malers John Trumbull.
GoDemokratie unterscheidet sich von anderen Staatsformen durch den Prozess der Legitimation der Träger von Herrschaft und durch die Grenzen, die der Ausübung von Herrschaft gesetzt sind. Demokratie beruht darauf, dass jeder Mensch als Person mit unveräußerlichen Rechten anerkannt wird. Aber gerade dadurch, dass die Demokratie im Wesentlichen im friedlichen Wechsel der Herrschenden besteht, setzt sie eine Entwicklung zum Wohlfahrts- und Kriegsstaat in Gang: Die Herrschenden versuchen, ihre Wiederwahl abzusichern, indem sie möglichst viele der Beherrschten von sich abhängig machen. Soll diese Entwicklung aufgehalten und die Demokratie erhalten bleiben, braucht es mündige Bürger, die erzwingen können, dass Politiker – ebenso wie sie selbst – die Verantwortung für die Folgen ihrer Entscheidungen tragen.
GoMit dem freien Bauern Thomas Frenk spricht Markus Vahlefeld über die veränderten Bedingungen der Landwirtschaft in Zeiten des Krieges. Der Bonvivant Hubertus Erfurt stellt einen Landgasthof vor, der strategisch so günstig liegt, dass fast jede Reise durch Deutschland an ihm vorbeiführt. Und ein saisonales Salatrezept mit Twist gibt es obenauf.
GoIm vierten Teil aus dem Erzählzyklus „Dubliner“ führen wir die Erzählung mit dem Titel „Eine kleine Wolke“ fort: Der schüchterne Angestellte und Familienvater Little Chandler trifft auf seinen alten Freund Ignatius Gallaher und beginnt dadurch, sein gutbürgerliches Leben zu hinterfragen. Gallaher und Little Chandler trinken, und es kommt zu einem Konflikt in Little Chandlers Familie. „Duplikate“ erzählt vom unglücklichen und wütenden Kopisten Farrington, seiner Flucht in den Alkohol und vom Schaden des Trinkens für seine Familie. Der erste Teil der Geschichte mit dem Titel „Erde“ handelt von der ehemaligen Pflegemutter Maria, die an Halloween die Familie eines ihrer früheren Pflegekinder besucht.
Das Hörbuch „Dubliner“ des irischen Schriftstellers James Joyce wurde 2012 im Zürcher Sinus-Verlag unter der Regie von Albert Bollinger herausgegeben. Sprecher sind Christian Brückner, Stefan Kaminski und Dagmar Manzel.
GoIm fünften Teil aus dem Erzählzyklus „Dubliner“ führen wir die Erzählung mit dem Titel „Erde“ fort: Die ehemalige Pflegemutter Maria ist zu Gast bei der Familie eines ihrer früheren Pflegekinder und wird Zeugin eines Lebens, das sie an ihre Einsamkeit erinnert. „Ein schmerzlicher Fall“ erzählt von der Verbindung zwischen dem zurückgezogenen Bankangestellten Mr. James Duffy und der verheirateten Mrs Sinico, die ein unglückliches Ende nimmt. Und der erste Teil der Geschichte mit dem Titel „Efeutag im Sitzungszimmer“ beschreibt einen Wahltag in Dublin, an dem die Wahlhelfer eines nationalistischen Kandidaten mal feierlich, mal resigniert ihrer politischen Vergangenheit und Zukunft gedenken.
Das Hörbuch „Dubliner“ des irischen Schriftstellers James Joyce wurde 2012 im Zürcher Sinus-Verlag unter der Regie von Albert Bollinger herausgegeben. Sprecher sind Dagmar Manzel, Gerd Wameling und Stefan Kaminski.
GoEin neunzehnjähriger Komponist misst sich mit der größten Form seiner Zeit. Kein Musikdrama, kein Bayreuth – eine Symphonie. Zwischen Mozart und Beethoven sucht Richard Wagner seinen eigenen Ton. Für einen Moment hört man ihn, bevor alles anders wird.
GoIn den rund drei Vormärz-Jahrzehnten vor 1848 wurde das Verhältnis von Kunst und Politik neu justiert. Dem selbstbewussten Auftreten der politischen Schriftsteller und der Entstehung des literarischen Marktes stehen obrigkeitsstaatliche Zensur und ein ausgedehntes Spitzelwesen gegenüber. Viele der kulturpolitischen Konstellationen der Gegenwart sind hier vorgeprägt. Die Widersprüche der Epoche brechen sich in der Person Heinrich Heines. Bei den Zeitgenossen war er umstritten, er hat programmatische Kontroversen ausgelöst, aber sein Werk hat die Zeiten überdauert.
Mit dem Sternekoch Heiner Bohnet hält Markus Vahlefeld Rückblick auf die Höhepunkte der letzten drei Jahre und wie die Gespräche mit einem Sternekoch auch die eigene Küchenkreativität angefacht haben. Zum Abschluss verrät Heiner Bohnet noch eines seiner Lieblingsrezepte, passend zur Jahreszeit: herzhafte Holundermayonnaise mit gebratenen Gurken. Vor allem der aromatische Holunder wird die nächsten Wochen zu blühen beginnen und könnte zu einem schönen Spaziergang anregen, auf dem er frei gepflückt werden kann.
GoSie hören einen Mitschnitt der Veranstaltung "Malchower Format", die am 26. Februar in der Dorfkirche Malchow in der Uckermark stattfand. Der Lungenfacharzt Dr. Thomas Voshaar und Pfarrer Dr. Wichard von Heyden setzen sich kritisch mit den klinischen Behandlungsstrategien sowie der Rolle der Kirchen während der Corona-Jahre auseinander. Durch das Programm führt der Theologe und Historiker Thomas Seidel.
GoProf. Frank Urbaniok ist forensischer Psychiater und Kriminalforscher. In diesem Mitschnitt eines Vortrages vom 27. März 2026 bei einer Veranstaltung des Schweizer Portals „Nebelspalter“ in Zürich spricht Urbaniok über den Inhalt seines aktuellen Buches mit dem Titel „Schattenseiten der Migration“. Dabei geht er insbesondere auf die Kriminalitätsstatistik, die in ihr häufig vertretenen Nationalitäten sowie auf Lösungswege ein. Der Vortrag kann als Video auf der Website des „Nebelspalters“ angesehen werden.
GoDer Schweizer Schriftsteller Oskar Freysinger liest aus seinem aktuellen Roman mit dem Titel „Wassermann". Mitten in der Sahara strandet ein Reisender mit seinem defekten Geländewagen und wird von Meddur, einem Mitglied des Stammes der Tuareg, gerettet. Am Lagerfeuer erzählt ihm der Nomade von seiner Begegnung mit dem Europäer Jonas Brunner. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit seinem Tankwagen Wüstenbewohner vor dem Verdursten zu retten.
Das Buch ist im September 2025 im Brinkhaus-Verlag erschienen und ist über den Link https://brinkhausverlag.com/buch-vernissage-oskar-freysinger/ erhältlich.
GoFelix Mendelssohn Bartholdy trifft einen Dichterfürsten in dessen letzten Lebensjahren. Daraus entsteht die Vertonung eines Werkes, dessen Thema zeitlos ist: Die Mechanik der Macht.
GoDer Ökonom und Philosoph Roland Baader war einer der bedeutendsten freiheitlichen, liberal-konservativen Denker der deutschen Nachkriegsgeschichte. In seinen Büchern warnte er unermüdlich vor den Allmachtsbestrebungen des Staates und der Entmündigung des Bürgers. Er analysierte die Mechanismen, durch die demokratische Wahlen zum Instrument der Machtsicherung und Machtkonzentration werden. Er zeigte auf, wie das Geldmonopol den Wohlfahrtstaat nährt und so zur Abhängigkeit immer größerer Gruppen vom Staat führt. Am Ende finden zwar noch Wahlen statt, aber ohne ein demokratisches Ergebnis. Der überbordende Sozialstaat geht in den Staatssozialismus über – ganz ohne sozialistische Revolution.
Der Vorwurf der „Dekadenz“ begleitet die menschliche Geschichte seit der Antike. Schon die Griechen klagten über moralischen Verfall, römische Autoren warnten vor Luxus und Selbstzufriedenheit, und auch heute scheint die Diagnose wieder allgegenwärtig. Doch was steckt hinter dem Begriff der Dekadenz? Beschreibt er tatsächliche Entwicklungen, oder ist er vielmehr ein wiederkehrendes Deutungsmuster, das wir in allen möglichen Gesellschaften finden können? Der Vortrag zeichnet die Ideengeschichte der Dekadenz nach – von der Antike bis in die Gegenwart – und stellt die Frage, warum es eine allgemeine Neigung gibt, sich und seine eigene Zeit im stetigen Niedergang zu sehen.
GoDie Autorin Uta Stolle liest aus ihrer autobiografischen Erzählung mit dem Titel „Herr Schwarz, das schöne Leben und ich“. Inmitten der Flüchtlingswelle 2015 kämpft die Ich-Erzählerin, eine Historikerin in Berlin, mit Albträumen und schwindender Lebensfreude. Sie holt den Mischlingshund „Herr Schwarz“ aus dem Tierheim, der ihr in einer ihr fremd gewordenen Welt wieder neuen Halt gibt.
Das Buch ist 2025 bei epubli erschienen und über folgenden Link erhältlich: https://www.epubli.com/shop/herr-schwarz-das-schoene-leben-und-ich-9783819748714. Es ist auch direkt im Buchhaus Loschwitz in Dresden erhältlich.
GoEine Stimme brachte Frédéric Chopins Herz zum Klingen. Was der schüchterne Komponist der Angebeteten nicht sagen konnte, vertraute er dem Klavier an. Die Stimme verklang in der Stille – doch die Erinnerung an die junge, schöne Sopranistin lebt in seinem zweiten Klavierkonzert fort. (Wiederholung vom 11. November 2025)
GoIn unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen Mitschnitt der Veranstaltung „Jude sein in Zürich heute“, die am 27. März in der Reformierten Kirche Oerlikon stattfand. Der Politikwissenschafter und ehemalige Zürcher Gemeinderat Ronny Siev erörtert die historische Entwicklung und die aktuelle Situation der jüdischen Gemeinde in seiner Heimatstadt Zürich. Er analysiert die Auswirkungen des Gaza-Krieges auf das gesellschaftliche Zusammenleben und mahnt zu Wachsamkeit gegenüber antisemitischen Tendenzen. Die anschließenden Fragen aus dem Publikum moderiert der Rechtsanwalt Ernst Danner von der Evangelischen Volkspartei.
GoVon der Kriegswirtschaft über den Kriegssozialismus zur Errichtung des totalitären Staates: Unter dem Eindruck des Ersten und im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges erkannte der liberale österreichische Ökonom Ludwig von Mises die Entwicklung von der kriegsbegründeten Planwirtschaft hin zur politischen Diktatur. Dieser Übergang von der Kriegswirtschaft als temporärer Ausnahmeform zur dauerhaften Lenkungswirtschaft und zum totalitären Staat ist kein Betriebsunfall, sondern die logische Folge einer politischen Denkweise, die Sicherheit über Freiheit, Kontrolle über Marktprozesse und Planung über Spontaneität stellt, wie Antony Mueller in seiner Kritik von Kriegswirtschaft und Totalitarismus ausführt.
Noch nie in der Geschichte ist es bisher vorgekommen, dass Gesellschaften beschlossen hätten, ein bereits erreichtes höheres technisches Niveau zu verlassen und zu primitiveren, weniger effektiven und teureren überzugehen. Horst-Joachim Lüdecke zeigt auf, dass genau dies in unserer Gegenwart geschieht. Die Stromerzeugung durch Windräder ist ein Rückschritt ins energetische Mittelalter. Sie ignoriert physikalische Gesetze, führt zu horrenden Stromkosten, zu Natur- und Landschaftszerstörung und zu ständiger Blackout-Gefahr. Auch wenn in Windräder modernste Technik eingebaut ist, ändert das nichts an diesen Tatsachen. Windräder konnten nur dank hoher Subventionen und planwirtschaftlicher Vorgaben eingeführt werden – auf Kosten der Steuerzahler und Stromverbraucher.
Jede Gesellschaft bringt eine herrschende Elite hervor. Aber je nach gesellschaftlicher Formation und historischer Situation gestalten sich die Elitenrekrutierung, die Elitenherrschaft und die Elitendiskussion sehr unterschiedlich. In der Umbruchsituation nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen die Eliten anders als in der DDR und der frühen Bundesrepublik. Um die Jahrtausendwende hat sich das neue Phänomen einer „globalen Elite“ ausgebildet, deren Anmaßung einer kuratischen Deutungshoheit über „das Volk“ zunehmend auf Widerstand stößt. Der Autor Peter J. Brenner war von 1991 bis 2009 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität zu Köln und anschließend bis 2019 an der Technischen Universität München beschäftigt.
GoEs gibt psychische Phänomene, die jedem als Erlebnisinhalte wohlvertraut sind, über die aber nur selten genauer nachgedacht wird. Zu ihnen gehören Stimmungen. Stimmungen gibt es in zwei Grundformen: als Befindlichkeiten des Einzelmenschen und als Atmosphären äußerer Wirklichkeiten, von Orten, Jahreszeiten, künstlerischen Artefakten beispielsweise. Drei Aspekte stehen bei der Analyse der ersten Grundform im Vordergrund: Unterschiede zu „normalen“ Emotionen; soziologische Auswirkungen von Stimmungen; ihre Beeinflussungschancen durch den Einzelnen. Wie aber sind Atmosphären deutbar? Warum werden sie von ganz unterschiedlichen Menschen ähnlich wahrgenommen?
GoDer Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp liest aus seinem Roman mit dem Titel „Archipelagus 1 – Der Schlaf in den Uhren“. Die Handlung spielt in Dresden im Jahr 2015: Inmitten der Flüchtlingswelle blickt der Chronist Fabian Hoffmann zurück auf den 5. Dezember 1989. Sein Vater Hans Hoffmann besetzt an diesem Tag mit seinen Mitstreitern die Dresdner Bezirksverwaltung der Staatssicherheit, um die massenhafte Vernichtung von Akten zu verhindern. Dieses Beweismaterial wird in der „Kohleninsel“ verwaltet – einem labyrinthischen Archivsystem, in dem die Dokumente des Überwachungsstaates lagern.
Das Buch ist 2022 im Suhrkamp-Verlag erschienen und über folgenden Link erhältlich: https://www.suhrkamp.de/buch/uwe-tellkamp-der-schlaf-in-den-uhren-t-9783518431009
GoDer Dresdner Schriftsteller Uwe Tellkamp liest einen weiteren Abschnitt aus seinem Roman mit dem Titel „Archipelagus 1 – Der Schlaf in den Uhren“. Der Chronist Fabian Hoffmann blickt auf die alte Bundesrepublik und ihr Geflecht aus Politik und Macht. Vor dem Hintergrund seiner DDR-Vergangenheit erscheint ihm diese Welt fremd und fast märchenhaft. Im Zentrum steht die Adenauer-Ära mit ihrem Wohlstandsversprechen, dem Palais Schaumburg und den einflussreichen Schattenmännern im Hintergrund.
Das Buch ist 2022 im Suhrkamp-Verlag erschienen und ist über folgenden Link erhältlich: https://www.suhrkamp.de/buch/uwe-tellkamp-der-schlaf-in-den-uhren-t-9783518431009
GoDer Schriftsteller Jörg Bernig liest den ersten Teil seiner Erzählung mit dem Titel „Die ersten Tage“. Die Geschichte führt uns in einen Sommer einer scheinbar fernen, aber doch gar nicht so lange vergangenen Zeit. Der junge Ich-Erzähler radelt mit seinem Großvater über Land und denkt über den allmählichen und tiefgreifenden Wandel seiner ostdeutschen Heimatstadt nach.
Das Buch ist 2007 in der Edition Toni Pongratz erschienen, ist mittlerweile allerdings fast vergriffen. Über das Buchhaus Loschwitz in Dresden sind noch einige Exemplare erhältlich. Für sein literarisches Schaffen wurde der im sächsischen Radebeul lebende Bernig vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Andreas-Gryphius-Ehrenpreis.
GoDer Schriftsteller Jörg Bernig liest den zweiten Teil seiner Erzählung mit dem Titel „Die ersten Tage“. Der junge Ich-Erzähler erfährt, warum eine verfrühte Getreideernte seinem Großvater das Leben gerettet hat. Gleichzeitig lenkt der sowjetische Soldat Juri Timaschew einen Truppentransporter durch die Straßen der tristen Heimatstadt der beiden und sehnt sich dabei zurück nach Odessa. Das Buch ist 2007 in der Edition Toni Pongratz erschienen und mittlerweile allerdings fast vergriffen. Über das Buchhaus Loschwitz in Dresden sind noch einige Exemplare erhältlich.
Für sein literarisches Schaffen wurde der im sächsischen Radebeul lebende Bernig vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Andreas-Gryphius-Ehrenpreis.
GoMatthias und Robert sind seit den Kindertagen eng befreundet. Als Matthias nach dem Abitur Priester werden will, zerbricht ihre Freundschaft. Robert, der Jura studiert, hält Religion für unvernünftig und abergläubisch.
Der Autor Karl Heinz Auer liest aus seinem Debütroman „Verleumdet und verbannt – wenn Gesinnung aus Freunden Feinde macht“. Das Buch ist im August 2025 im Voima-Verlag erschienen.
GoZigeuner als Projektionsfläche des Bürgers im 19. Jahrhundert. Ein Meister auf der Höhe und ein Komponist im Aufbruch formten daraus zwei Liederzyklen.
GoGustav Mahler verhalf ihm zum Ruhm – stellte ihn aber zugleich in den Schatten und nahm ihm obendrein seine geliebte Alma. Auch sein Schüler Arnold Schönberg ist der Nachwelt weit bekannter. Auf den Spuren eines zu Unrecht Vergessenen: Alexander von Zemlinsky und sein verstecktes Juwel. (Wiederholung vom 9. September 2025)
GoDie erste Oper des jungen Georges Bizet sollte später hinter seinem Welterfolg „Carmen“ verschwinden. Wir erkunden die Schönheit und psychologische Raffinesse der „Perlenfischer“, die zeitgenössischen Kritikern verborgen blieben, und beleuchten die Rolle biografischer Einflüsse.
GoEr kam, sang und siegte: Fritz Wunderlich. Viele seiner Interpretationen gelten bis heute als Referenz. Doch was geschah in seinem Leben abseits der Bilderbuchkarriere? Und welche seiner Aufnahmen sind vielleicht weniger bekannt, aber nicht minder interessant? (Wiederholung vom 8. Oktober 2024)
GoAnlässlich des 200. Todestages von Carl Maria von Weber widmet sich diese „Musikstunde“ der schicksalhaften Begegnung zwischen Komponist und Virtuose – einer Zusammenarbeit, die nicht nur zwei Künstler prägte, sondern auch der Klarinette eine neue Stimme verlieh.
GoHören Sie einen Vortrag des Soziologen und Politikwissenschaftlers Prof. Erich Weede mit dem Titel „Liberale Ökonomie und Geopolitik“, aufgezeichnet in den Räumlichkeiten der Berliner Hayek-Gesellschaft am 26. März 2026. Weede skizziert zu Beginn die wichtigsten Einsichten der liberalen Ökonomie und stellt sie infolgedessen der geopolitischen Weltsicht gegenüber. Eine Videoversion des Vortrags kann auf dem Youtube-Kanal der Hayek-Gesellschaft, Berlin, angesehen werden.
GoIn seinem Vortrag unter dem Titel „Aller Rechte beraubt. Mit außergerichtlichen EU-Sanktionen zum autoritären Staat“ analysiert der Publizist und Verleger Hannes Hofbauer die zunehmende Praxis außergerichtlicher EU-Sanktionen als Bedrohung für die rechtsstaatliche Grundordnung. Er zieht historische Parallelen zu früheren Formen staatlicher Repression und beleuchtet die Folgen administrativer Maßnahmen ohne Gerichtsverfahren. Die Aufnahme entstand am 10. April im schleswig-holsteinischen Wahlstedt, Veranstalter war der Nachdenkseiten-Gesprächskreis Südholstein.
GoWir präsentieren ein Konzert der spanischen Gitarristen Antonio Andrade und Miguel Sotelo. Die Veranstaltung mit dem Titel „Erinnerungen an Alcázar“ fand am 5. April in der Kulturscheune Ermetzhof in Bayern statt. Das Duo spielt Flamenco in seiner ursprünglichen andalusischen Tradition – und öffnet ihn zugleich für die Gegenwart. Veranstalterin war Ulrike Bergmann.
GoIn einem leicht gekürzten Mitschnitt seines Vortrags setzt sich der Journalist und Buchautor Peter Hahne kritisch mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland auseinander. „Warum macht ihr uns kaputt? Wie wir unsere Zukunft verspielen“ behandelt die Folgen der Corona-Jahre, Meinungsfreiheit und mediale Beeinflussung, Kriegspolitik und Friedensfragen sowie den Zustand der Kirchen. Die Aufnahme entstand am 7. Mai in der Kirche von Malchow in der Uckermark.
GoEin bislang unveröffentlichter Vortrag des libertären und kürzlich verstorbenen Wirtschaftsprofessors Antony P. Mueller mit dem Titel „Warum wir gutes Geld brauchen“. Mueller geht darin zunächst auf Geldgrundlagen ein, zeigt im Folgenden, weshalb Geldpolitik unmöglich ist, und beschreibt anschließend Lösungen dafür, aus dieser Unmöglichkeit herauszukommen. Er hielt den Vortrag am 11. November 2023 bei der Geldkonferenz der Atlas-Initiative in Königsstein im Taunus.
Der Vortrag kann auf dem Youtube-Kanal der Atlas-Initiative angesehen werden.
GoPhysikprofessor Gerd Ganteför setzt seine Vorlesung über das Wesen der Zeit und ihre sonderbaren Eigenschaften fort. In diesem zweiten Teil geht es um die Verlangsamung der Zeit in Gravitationsfeldern und bei hoher Geschwindigkeit, wie es die Relativitätstheorie beschreibt. Aus der Relativitätstheorie folgt auch, dass die Zeit die vierte Komponente der Raumzeit ist. Sie ist mit dem Raum zusammen im Urknall entstanden. Es gibt einige Experimente wie das Doppelspalt-Experiment und die Quantenteleportation, die darauf hinweisen, dass unsere Wirklichkeit in eine höhere Ebene der Wirklichkeit eingebettet ist, die zeitlos ist.
Während Robert als Staatsanwalt Korruption bekämpft und den Rechtsstaat gegen politische Einflussnahme verteidigt, setzt sich Matthias als Universitätspfarrer für Migranten, soziale Gerechtigkeit und kirchliche Erneuerung ein. Im Streit um Recht, Moral und gesellschaftliche Spaltung geraten die ehemaligen Freunde immer stärker aneinander.
Der Autor Karl Heinz Auer liest aus seinem Debütroman „Verleumdet und verbannt – wenn Gesinnung aus Freunden Feinde macht“. Das Buch ist im August 2025 im Voima-Verlag erschienen.
GoDer IT-Fachmann Tom Schuster wird gegen seinen Willen in die Akutstation einer geschlossenen Psychiatrie eingewiesen. Der behandelnde Arzt Dr. Wolfram Klein sieht in Toms Aussagen über digitale Überwachung Anzeichen einer paranoiden Schizophrenie. Tom dagegen ist überzeugt, nur Tatsachen zu benennen, und sucht nach einem Weg zurück in die Freiheit.
Der Arzt und Schriftsteller Günter Kampf liest aus seinem Roman mit dem Titel „Normanoid“. Das Buch ist im Juli 2025 bei Books on Demand erschienen und über https://gnterkampf2.substack.com/p/normanoid erhältlich.
GoEin Ensemble aus sechzehn Blechbläsern und vier Schlagzeugern – vereint durch die Sehnsucht nach dem Neuen. Werke von Verdi, Puccini, Rossini und Respighi erklingen in Arrangements, die klangliche Grenzen verschieben. Entstanden ist eine Hommage an die Tiefe, Kraft und Geschichte der Bläsermusik – und an das, was entsteht, wenn sich Künstler zusammentun, ohne an Honorar oder Konventionen zu denken. (Wiederholung vom 8. April 2025)
GoTrolle, Tänze und tiefe Sehnsucht – Edvard Griegs Musik zu „Peer Gynt“ ist weit mehr als nur „Morgenstimmung“. Wie kam es, dass ein Norweger mit Bauchschmerzen ein musikalisches Welttheater schuf? Eine Klangreise zwischen Fjord und Fantasie – mit überraschenden Wendungen. (Wiederholung vom 12. August 2025)
GoDer Wirtschaftsprofessor und Autor Dr. Mathias Binswanger beleuchtet in seinem Vortrag „Mehr Wachstum, weniger Lebensqualität – Auswirkungen der Zuwanderung“ die Effekte einer stetigen Zuwanderung auf das Wirtschaftswachstum und die Lebensqualität in der Schweiz. Im Zentrum steht die Frage, ob der Wohlstand in der Schweiz weiterhin zunimmt oder ob negative Effekte wie Dichtestress, steigende Mieten und Zersiedelung diesen zunehmend beeinträchtigen.
Binswanger hielt den Vortrag am 12. Mai 2026 an der Universität Luzern. Der Vortrag kann auf dem Youtube-Kanal des Forschungsinstituts für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) angesehen werden.
Go1784 definierte Immanuel Kant die Aufklärung als „den Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“. Liest man heute diesen Text, dann muss man feststellen, dass dieser nichts von seiner Aktualität eingebüßt, sondern noch eher an Aktualität gewonnen hat. Denn wir leben in einer Zeit massiver Rückschritte in Bezug auf Aufklärung im Sinne von Mündigkeit als Selbstbestimmung über das eigene Leben. Wieso hat sich die Aufklärung nicht durchgesetzt?
In der Aufklärungsphilosophie im 18. Jahrhundert selbst sind Elemente angelegt, die später dazu führen, dass die Aufklärung scheitert. Diese Elemente sollen hier herausgearbeitet werden, um das Ziel der Aufklärung zu erreichen, nämlich eine Gesellschaft mündiger Menschen, die in freiwilligen Interaktionen selbst über ihr Leben bestimmen, statt ihre Lebensbahnen durch staatliche Bevormundung lenken zu lassen und dadurch entmündigt zu werden. Deshalb ist dieser Vortrag ein Plädoyer für eine neue Aufklärung.
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